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Städtereisen in die Schweiz: Genf - Stillleben im Herbst

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Schweizer Städte-Special  

Genf: Stillleben im Herbst

20.10.2008, 11:47 Uhr

Genf: Blick von der Kathedrale über die Stadt und das Seebecken mit dem Jet d'Eau, der riesigen Fontäne (Foto: S. Engler/Swiss image)Genf: Blick von der Kathedrale über die Stadt und das Seebecken mit dem Jet d'Eau, der riesigen Fontäne (Foto: S. Engler/Swiss image)Die kleine Weltstadt in der Westschweiz ist gerade jetzt ein Traumziel für Städtereisende. Das Stadtbild ist geprägt von klassizistischen Fassaden und prächtigen Geschäften. Wer Einkaufsbummel mag, Kultur schätzt oder gerne bei einem Kaffee in der Sonne sitzt, für den lohnt sich ein Abstecher in die Stadt an der Rhône. Sehen Sie selbst in unserer Foto-Serie.

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Ein spritziges Wahrzeichen

Natürlich beginnen alle Exkursionen am Hafenbecken, wo noch ein paar Fischerboote neben zahllosen Jachten dümpeln und sich vor allem der Jet d'Eau, die riesige Fontäne, in den oft blauen Himmel reckt. 140 Meter hoch reicht der Strahl, der mit einer Geschwindigkeit von rund 200 Stundenkilometern 500 Liter Wasser pro Sekunde aus den Pumpen schießt. Seit mehr als 100 Jahren ist sie das Wahrzeichen der Stadt. Heute sitzen Spaziergänger auf den steinernen Bänken zu ihren Füßen. Wer genug Sonnenstrahlen abbekommen hat, der schlendert durch die Seepromenaden, genießt dabei den Blick aufs Wasser und in den Parc La Grange mit den Resten einer römischen Villa. Nur wenige Schritte vom belebten Quai Gustave Ador entfernt taucht der Spaziergänger ein in eine angenehme Ruhe. Ein beliebter Treffpunkt ist auch das Bains des Pâquis am rechten Seeufer. Die Badeanstalt hat ganzjährig geöffnet. Im Sommer haben Schwimmer aus den Becken direkten Blick auf die Stadt und der Strand öffnet sich zum See. Im Winter lässt es sich in der Sauna, im Türkischen Bad oder im Hammam entspannen.


UNO-Hauptsitz und Botanischer Garten

Mit der Fähre, einer Mouette Genevoise, geht es vom Jachthafen an der Esplanade Alinghi aus auf die andere, die rechte Seeseite. Alle zehn Minuten setzen die gelben Schiffe über, sie sind ins regionale Verkehrsnetz eingebunden. Hat die Fähre wieder angelegt, steht man direkt vor dem Park La Perle du Lac. Mit seinen farbenfrohen Bäumen und Beeten bietet er zahllose Fotomotive, jeder Weg lädt zum Entdecken ein. Und nur ein paar Minuten weiter nach Norden schließt sich die nicht minder prächtige Anlage um den imposanten Palast der Nationen, den UNO-Hauptsitz, an, auf dessen Terrain sich auch der Botanische Garten befindet. Nun schlendert man am besten entlang des Quai Wilson Richtung Innenstadt. An kleinen Buden verkaufen Händler Eis, Crêpes und Getränke. Auf der anderen Seite dümpeln Boote, deren Leinen leise im Wind klicken. Wuchtig ragt rechterhand das Hotel Beau Rivage auf, das 1987 bekannt wurde, als der vormalige schleswig-holsteinische Ministerpräsident Uwe Barschel in Zimmer 317 unter ungeklärten Umständen starb.


Ein Denkmal für den berühmtesten Sohn der Stadt

Zurück in der Innenstadt geht es links über die Pont des Bergues auf die Rousseau-Insel. Hier befand sich einst eine Bastion, die Genf zum See hin sicherte. Heute steht auf dem Mini-Eiland ein Standbild des Philosophen Jean-Jacques Rousseau, dem wohl berühmtesten Sohn der Stadt. Und damit ist man schon in der Altstadt, die sich zwischen Fluss und rund um den Hügel mit der mächtigen Kathedrale St. Pierre, aus dem 12. und 13. Jahrhundert, erstreckt. Und für Regentage bietet sich ein Besuch im Uhrenmuseum von Patek Philippe an - ein Muss für alle Uhrenliebhaber. Ausgestellt sind bedeutende Uhren von 1839 bis heute.

Die Französische Lebensart ist überall spürbar

Vor allem in den kleinen Seitenstraßen bieten traditionelle Fachgeschäfte ihre Waren an, etwa die berühmten Schweizer Messer, sitzen Menschen in den typischen Wintergärten der Bars und Restaurants, drücken Kauflustige sich die Stirn an den Schaufenstern von Modegeschäften und Juwelieren platt. Und dabei ist überall die wunderbare französische Lebensart spürbar. Ach ja, diese Lebensart vermittelt auch der Chansonier Francis Cabrel, der neben vielen anderen beim Chanson-World-Festival (bis 16. November) auftritt. Überhaupt steht der Genfer Herbst ganz im Zeichen der Kultur. So kommen zeitgenössische Künstler vom 14. bis zum 23. November zur Ausstellung "Artistes Contemporains 2008" zusammen, startet ein Flamenco-Festival, treten internationale Stars wie der Jazzmusiker Herbie Hancock auf. Es gibt eben immer etwas zu entdecken in Genf - gerade im Herbst.

Kulinarische Abwechslung

Wer eine Gourmetstädtereise machen will, der denkt vielleicht an Paris, Lyon oder Turin. Aber weniger an Genf. Obwohl die Stadt am Lac Léman, dem Genfer See, in Sachen Speisekultur vom nahen Frankreich profitiert. Gerade für kühle Herbsttage sind zwei echte Schweizer Spezialitäten geeignet: Raclette und Fondue. Beides wird mit Gruyère-Käse zubereitet, wobei beim Fondue Brotstückchen in den flüssigen Käse getaucht werden, beim Raclette streicht man den schmelzenden Käse direkt vom Laib auf den Teller. Beides gibt es in zahlreichen Genfer Restaurants auch für einzelne Gäste; richtig Spaß macht es aber zu mehreren. Zu spät sollten Reisende jedoch nicht essen - ein flotter Spaziergang durch die abendlichen Straßen hilft dann nämlich, damit der Käse nicht zu schwer im Magen liegt.


Die besten Steaks in town

Eines der wohl bekanntesten Restaurants der Stadt ist das Café de Paris. Seit 78 Jahren essen hier Genf-Besucher und Einheimische, was die Karte hergibt. Und das ist überschaubar: Serviert wird lediglich "Entrecôte Café de Paris, Pommes Frites, Salade Verte", also Steak mit Fritten und Salat. 40 Franken (26 Euro) kostet das, und dafür gibt's auf Wunsch zweimal Kartoffeln nach. Große Worte muss der Gast nicht machen, es reicht ein simples "bleu" ("blutig"), "saignant" ("englisch"), "a point" ("medium") oder "bien cuit" ("durch"). Der Ober kritzelt das rasch auf die Papierserviette und bringt ein Rechaud. Und dann kommt bald das Fleisch, ruhend in einer Buttersoße, die Geheimnis und Spezialität des Cafés ist. Tipp: Besonders gut schmeckt es, wenn man - trotz Magenknurren und erhöhtem Speichelfluss - wartet, bis die Butter geschmolzen ist und leicht brutzelt.


Brasserie eines "Jahrhundert-Kochs"

Wer sich im engen und oft lebhaften Café de Paris unwohl fühlt, sollte die Brasserie "Le Sud" besuchen. Die versteckt sich im Hotel Mandarin Oriental und gehört zum Imperium des "Kochs des Jahrhunderts" Paul Bocuse. Die Karte steht ganz im Zeichen mediterraner Küche mit viel Olivenöl und frischen Kräutern. Tipp: Morgens kommen Fischer mit ihrem Fang vom See herüber. Die Filets der kleinen Barsche werden später mit Spinat und Kartoffelpüree serviert und schmecken ausgezeichnet. Dazu passt ein Crozes Hermitage aus dem Rhônetal - und das gleich doppelt: Schließlich fließt die Rhône behäbig vor der Brasserie dahin.

Weitere Informationen Weitere Informationen zur Schweiz gibt es im Internet unter www.MySwitzerland.com und unter der gebührenfreien Telefonnummer von Schweiz Tourismus 00800/100 200 30 mit persönlicher Beratung in allen Fragen zum Ferienland Schweiz. Kompetente Beratung gibt es auch bei E-Mail Anfragen über info@MySwitzerland.com.

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