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Die High-Tech-Hütte "Monte Rosa" sieht aus wie ein Ufo

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Design-Hotel in den Alpen  

Die High-Tech-Hütte "Monte Rosa" sieht aus wie ein Ufo

05.02.2013, 07:33 Uhr | t-online.de

Die High-Tech-Hütte "Monte Rosa" sieht aus wie ein Ufo. Zermatt: Blick auf die "Monte-Rosa"-Hütte (Quelle: ETH-Studio Monte Rosa/Tonatiuh Ambrosetti)

Zermatt: Blick auf die "Monte-Rosa"-Hütte (Quelle: ETH-Studio Monte Rosa/Tonatiuh Ambrosetti)

Mit ihrer silbernen Außenhülle aus Aluminium und der Südfront aus Solarpaneelen sieht die "Monte Rosa"-Hütte bei Zermatt in der Schweiz wie ein gelandetes Raumschiff aus. Mit ihrem achteckigen Grundriss und den schräg nach oben laufenden Außenwänden erinnert sie aber auch an einen geschliffenen Kristall. Völlig egal, womit man sie vergleicht, aufsehenerregend ist sie allemal. Für Peter Kapelari vom Österreichischen Alpenverein (ÖAV) in Innsbruck ist die Hütte in 2883 Metern Höhe "ein Kunstwerk" und "eine architektonische Verrücktheit", für Matthias Sorg von der Schweizer Umweltschutz-Organisation Pro Natura "ein ökologisches Wunderwerk".

Öko-Hütte der Zukunft

90 Prozent ihres Energiebedarfs deckt de Hütte nämlich selbst, erklärt die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) Zürich, die das Projekt plante. Möglich macht das die abgeschrägte Südwand, auf der 84 Quadratmeter Photovoltaikzellen die Höhensonne einfangen. Zusätzlich wurden nahe der Hütte Solarkollektoren aufgestellt. Überschüssige Sonnenenergie wird in Batterien gespeichert, für die Nächte und wolkenverhangene Tage. Erst wenn das nicht ausreicht, springt ein Blockheizkraftwerk ein, das Rapsöl verbrennt. Den Befehl dazu funken Computer der ETH Zürich, die die übermittelten Daten der Wetterstation und des Energiesystems der Hütte erfassen.

Ausblick auf das Matterhorn

Möbel, Decken und Balken im Hütteninneren sind aus hellem Holz, durch Panoramafenster entlang der Kaskadentreppe können die Gäste auf allen fünf Etagen die Kulisse mit dem Matterhorn und dem Monte-Rosa-Massiv überblicken. Vier bis acht Wanderer schlafen gemeinsam in einem der 19 Zimmer. Jedem steht ein Bett mit Daunendecke zur Verfügung. Genügend Platz gibt es auch für den eigenen Rucksack, der sich im Raum wunderbar verstauen lässt.

Energieautarkes Bauen im Hochgebirge

Was Wanderern viel wichtiger sein dürfte: Sie müssen die Hütte nicht verlassen, um auf die Toilette zu gehen. Das Wasser für die Spülung kommt aus der Aufbereitungsanlage in der Hütte. Damit die Gäste die ganze Saison duschen können, wird Schmelzwasser gesammelt. Nicht zuletzt wegen des aufwendigen Abwassersystems kostete das Gebäude rund 6,5 Millionen Schweizer Franken (etwa 4,5 Millionen Euro). Neben dem SAC und der ETH Zürich halfen Sponsoren mit, die enorme Summe aufzubringen. Vielleicht spornt das Ergebnis ja Nachahmer an. Delegationen aus Japan und China haben sich den Öko-Bergkristall jedenfalls schon genauer angesehen.

Weitere Informationen

"Monte Rosa": Wer die High-Tech-Hütte bei Zermatt besuchen will, sollte ein erfahrener Wanderer sein. Nach knapp zwei Stunden Fahrt mit der Matterhorn-Gotthard-Bahn und der Gornergratbahn müssen Besucher drei Stunden zur Hütte hochsteigen - und dabei zwei Gletscher überqueren. Peter Planche vom Schweizer Alpen-Club (SAC) rät, dafür Steigeisen einzupacken. Erwachsene bezahlen für eine Übernachtung 45 Schweizer Franken (circa 37 Euro), Mitglieder eines Alpenvereins 28 Franken (etwa 23 Euro). Für die Halbpension müssen Gäste zusätzlich 38 Franken bezahlen. Noch mehr Infos gibt es auf der offiziellen Seite: www.neuemonterosahuette.ch/

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