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Schweiz muss um Touristen bangen

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Teure Schweiz muss um Touristen bangen

15.11.2011, 09:46 Uhr | A. Faude, afa

Schweiz muss um Touristen bangen. (Montage: t-online.de) (Quelle: imago/dpa)

Montage: t-online.de (Quelle: dpa/imago)

Immer weniger Skifahrer weltweit, dazu die Aufwertung des Schweizer Franken – das schwächt die Nachfrage für einen Urlaub in der als teures Pflaster geltenden Schweiz. Nun prognostizierte ein Forschungsinstitut weiterhin magere Zeiten für die Eidgenossen. Wir sagen, wie die Schweiz sich bemüht, wieder mehr Touristen in ihr Land zu holen. Steht für Sie persönlich Urlaub in der Schweiz auf der Wunschliste? Stimmen Sie rechts ab!

Forscher rechnen mit starken Einbußen

In den nächsten Wochen schauen Bergbahnbesitzer, Hüttenwirte und Hotelmanager in der Schweiz besorgt nach oben – wann kommt endlich der erste Schnee? Dann nämlich strömen die zahlenden verstärkt Gäste ins Land, startet die Wintersaison bei unseren Nachbarn. In den vergangenen Jahren aber zog es immer weniger deutsche Touristen in die Schweiz - und nun gab es noch eine düstere Prognose für die jetzt startende Saison. Das in der Schweiz ansässige Forschungsinstitut Bakbasel rechnet für die Zeit von November 2011 bis April 2012 mit einem Rückgang der Hotelübernachtungen um 2,6 Prozent. "Vor allem die ausländische Nachfrage dürfte als Folge der gegenwärtigen Frankenstärke deutlich zurückgehen", so mutmaßt das Institut. Um heftige 4,2 Prozentpunkte werde die Zahl der ausländischen Übernachtungen abfallen, sagt die Vorschau der Experten.  Bereits der Sommer verlief nach Schätzungen der Fortscher nicht gut: Sie gehen von einem 2,5 prozentigen Rückgang der Hotelübernachtungen im Vergleich zum Vorjahr aus.

Angebote in Euro statt in Franken

Bereits seit dem Jahr 2008 sinken die Übernachtungszahlen: Gab es damals noch 6,3 Millionen Nächtigungen deutscher Gäste, waren es im Jahr 2010 nur noch 5,8 Millionen Übernachtungen. Zum Vergleich: Österreich hatte im vergangenen Jahr etwa 10,7 Millionen Übernachtungen deutscher Gäste. Christian Marzluff, Direktorin Schweiz Tourismus und für den deutschen Markt zuständig, beobachtet den Trend nach unten mit Sorge. Ein „Stabilisierungsprogramm mit off- und online- Werbeangeboten“ soll nun aktuell dagegen halten. Und sie ergänzt im Gespräch mit t-online.de: „Schweizer Hoteliers kommen mit mehr Leistungen auf die deutschen Gäste zu.“ So seien vielfach bei Hotelbuchungen der Skipass im Preis inklusive. Auch in punkto Preisvergleich will man es deutschen Gästen einfacher machen: „Viele Angebote gibt es jetzt in Euro, so dass man nicht umrechnen muss", sagt Marzluff.

Harte Zeiten für Liftbetreiber

Trotz dieser Anstrengungen wird es für die Schweiz weiter schwer, sich speziell gegen Österreich zu behaupten.  Dass viele Skifahrer eher beim Nachbarn die Hänge hinunter sausten, spürten vor allem die Schweizer Seilbahnbetreiber. So lag ihr Umsatz für die Wintersaison 2010/2011 um 2,9 Prozent unter dem Vorjahr. Und so kommt es dass die meisten Schweizer Liftbetreiber trotz häufig steigender Kosten in diesem Jahr ihre Preise vom vergangenen Jahr halten wollen. Roman Weisser, Sprecher der Schweizer Seilbahnen sagte gegenüber t-online.de, dass 70 Prozent der Skipässe für die kommende Saison nicht erhöht wurde. Ob das allein hilft ist fraglich; das Forschungsinstitut Bakbasel jedenfalls prognostiziert für die Bergbahnen im laufenden Tourismusjahr 2011 einen Ertragseinbruch von 4,8 Prozent. Und auch für 2012 sei ein Minus zu erwarten. Erst 2013, mutmaßen die Meinung der Forscher, sei in der Schweiz wieder ein Mehr an Übernachtungsgästen zu erwarten.

Hotelpreisindex bestätigt hohes Schweizer Preisniveau

Bleibt abzuwarten, ob die Schweiz künftig wieder mehr Deutsche anlocken kann. Noch nämlich hat die Schweiz in vielen Köpfen der Urlauber ein hohes Preisniveau. Dieses (Vor)urteil ist auch nicht unbegründet, wie der aktuelle Hotelpreisindex des Buchungsportals HRS zeigt. Dort belegt Zürich im europäischen Ranking um die teuersten Übernachtungspreise den Spitzenplatz – noch vor London und Moskau. So kostete eine Nacht in Zürich im Durchschnitt satte 159 Euro. In Wien – beim Nachbarn Österreich – schlief man dagegen bereits für rund 93 Euro im Hotelbett.

Weitere Informationen:

Fremdenverkehrsamt Schweiz, Fremdenverkehrsamt Österreich

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