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Flims, ein einmaliges Bergparadies

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Flims  

Ein einmaliges Bergparadies

28.08.2014, 14:41 Uhr | Stefan Herbke, srt

Flims, ein einmaliges Bergparadies. Der Blick in die Rheinschlucht von der Aussichtsplattform "Il Spir" ist nur etwas für Schwindelfreie. (Quelle: SRT )

Der Blick in die Rheinschlucht von der Aussichtsplattform "Il Spir" ist nur etwas für Schwindelfreie. (Quelle: SRT )

Das sonnige Bergparadies Flims in der Schweiz begeistert Wanderer, Biker und Klettersteiggeher. Dabei ist die wunderschöne Landschaft doch das Ergebnis einer gewaltigen Katastrophe am Ende der letzten Eiszeit. Sehen Sie Flims auch in unserer Foto-Show.

Es ist wie ein Ritual. Auf der Autobahn am Fuß des mächtigen Bergstocks der Calanda und dem sehenswerten Städtchen Chur vorbei nach Tamins. Dann immer bergauf nach Flims - ankommen und Zeit zum Durchschnaufen haben. Der Graubündner Ferienort besticht durch seine Lage inmitten saftig grüner Wiesen auf einer von der Sonne verwöhnten Terrasse. Darunter versteckt sich hinter einer hügeligen Waldlandschaft ein fotogener Canyon, durch den der Rhein verläuft. Oberhalb von Flims erhebt sich mit dem Flimserstein ein mächtiger Bergstock mit imposanten Felsabbrüchen.

Der "Swiss Grand Canyon"

Schaut schön aus, ist aber das Ergebnis einer gewaltigen Katastrophe am Ende der letzten Eiszeit. Vor ungefähr 15.000 Jahren reichten die Eismassen im Raum Flims bis auf rund 2000 Meter Höhe und stützten die Talseiten. Dann wurde es warm. Das Abschmelzen der Gletscher und damit verbunden der nachlassende Druck auf die seitlichen Berghänge, unterstützt durch Unmengen an Schmelzwasser, waren letztlich Auslöser für den größten Bergsturz Europas.

Um sich die Dimensionen des Flimser Bergsturzes bildlich vorzustellen sind Zahlen hilfreich: bis zu zwölf Kubikkilometer Fels stürzten vor rund 9500 Jahren talwärts, begruben eine Fläche von etwa 50 Quadratkilometern zwischen Reichenau und der Station Castrisch und türmten sich bis zu 750 Meter auf. Die Folgen sind noch heute zu sehen. Der Rhein wurde aufgestaut und musste sich über Jahrhunderte einen neuen Weg durch die Barriere suchen. Eine zeitraubende Arbeit, dessen krönendes Ergebnis die gewaltige Rheinschlucht bildet, die werbewirksam auch "Swiss Grand Canyon" genannt wird. Ruinaulta, "hoher Abbruch", wie die Schlucht im rätoromanischen Sprach- und Kulturraum der Surselva bezeichnet wird, klingt da schon passender.

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Eine in den Alpen einmalige Schlucht

Sie ist eine in den Alpen einmalige Schlucht mit leuchtend weißen Kalkwänden, messerscharfen Graten und bizarren Türmen. Und gleich neben dem Rhein führt die Trasse der Rhätischen Bahn. Nirgendwo sonst in den Alpen führen Eisenbahnen durch so malerische und imposante Landschaften wie in der Schweiz.

Die Kulisse ist einmalig, egal ob während einer Zugfahrt, beim Raften auf dem Rhein oder auf einem der gemütlichen Spazierwege rund um Flims und Conn bis hin zum Abbruch der Ruinaulta. Dort ermöglicht die Aussichtsplattform "Il Spir" (romanisch für: der Mauersegler) einen einmaligen 180-Grad-Blick über die Schlucht. Auch beim Mountainbiken auf einem der unzähligen Biketrails, die bis fast zum Vorab-Gletscher reichen, eröffnen sich große Panoramen. Auf den großartigen Wanderungen und Bergtouren im UNESCO-Weltnaturerbe Tektonikarena Sardona, oder auf dem Pinut, der als ältester Klettersteig der Schweiz gilt, fasziniert die grandiose Landschaft ebenso.

Flims ist extrem vielseitig

Das alte Flims mit seinen schmucken Holzhäusern findet man nur noch rund um die Kirche, deren Glockenschläge wie früher - und allen Zweitwohnungsbesitzern zum Trotz - auch nachts im Viertelstundentakt die Zeit deutlich vernehmbar anzeigt. Und natürlich weiß man, dass ein Urlaub in der Schweiz alles andere als ein Schnäppchen ist. Doch bei einer Pizza für wenigstens 20 Franken vergeht einem schnell der Appetit. Und das geht scheinbar auch anderen so, denn anders lässt es sich nicht erklären, dass Sommer für Sommer weniger Gäste kommen und die Touren noch einsamer geworden sind - wobei die auch früher schon nicht überlaufen waren.

Wer jedoch Ruhe und eine faszinierende Bergwelt sucht, der sollte unbedingt nach Flims kommen. Allein die Glarner Hauptüberschiebung, bei der älteres auf jüngerem Gestein liegt und die im Sommer 2008 in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen wurde, ist einen Besuch wert. Gut zu sehen ist diese geologische Besonderheit vom über 2600 Meter hohen Cassonsgrat, der von Flims mit Bergbahnen bequem zu erreichen ist. Ein lohnendes Ausflugsziel und der Startpunkt für eine der schönsten Flimser Wanderungen.

Niemals überlaufen

Dennoch trifft man auf der Tour über den Oberen Segnesboden zu den Tschingelhörnern mit dem Martinsloch, durch dessen 19 Meter große Felsöffnung die Sonne im März und im Oktober jeweils für kurze Zeit auf den Kirchturm von Elm scheint, nur wenige Wanderer. Auch auf den großartigen, bestens markierten Biketouren hält sich der Andrang in Grenzen, so dass Wanderer und Biker bestens miteinander auskommen.

Ein echter Anziehungspunkt ist dagegen die extra angelegte Freeride-Strecke "Trek Runcatrail" mit leichten bis mittelschweren Schwierigkeitsgraden. Bergauf zum Start auf Nagens geht es bequem mit Sesselbahnen, bergab warten auf rund sechs Kilometern Länge flowige Trails, die mit zahlreichen Holzelementen garniert wurden.

Eine luftige Attraktion

Auch der Pinut ist eine Attraktion. Wie einst bei der Eröffnung im Jahr 1906 erleichtern auf dem im Jahr 2007 neu hergerichteten Steigtreppen und Stege das Bergauf, sodass die technischen Schwierigkeiten nicht allzu hoch sind. Umso mehr werden dafür die Nerven strapaziert, schließlich bewegt man sich äußerst exponiert durch die Abbrüche des Flimsersteins. Luftige und atemberaubende Tiefblicke inbegriffen.

Die drei durch kurze Waldterrassen unterbrochenen Felswände enden auf den ausgedehnten Weideflächen am Flimserstein, die jedes Jahr Mitte September Schauplatz eines spektakulären Highlights sind. Beim traditionellen Alpabzug, der in diesem Jahr am 20. September stattfindet, treten mehr als hundert prunkvoll geschmückte Kühe über die atemberaubende Scala Mora ins Hochtal Bargis, die Rückkehr in die heimischen Ställe an. Eine Attraktion für alle Gäste, und ein Ritual für Kühe und Älpler.

Weitere Informationen: Gästeinformation Flims Laax Falera, Via Nova 62, CH-7017 Flims Dorf, Tel. 0041/81/9209200, Fax 0041/81/9209201, info@flimslaaxfalera.ch, www.flims.com

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