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Sind Pistengiganten nur Alibi für hohe Preise?

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Skigebiete im Vergleich  

Sind Pistengiganten nur Alibi für hohe Preise?

10.12.2007, 11:41 Uhr | srt

"Trois Vallées": Val Thorens, perfekt für Boarder (Foto: OdT Les Trois Vallèes)"Trois Vallées": Val Thorens, perfekt für Boarder (Foto: OdT Les Trois Vallèes)

Skivergnügen ohne Grenzen: Welcher engagierte Skifahrer wollte nicht mal im größten Gebiet der Welt seine Schwünge ziehen? Den Bergbahngesellschaften ist das nur recht. Denn je größer das Angebot der Pisten und Lifte, desto mehr Geld können sie für ihren Skipass verlangen. Die Konsequenzen: Alpenweit gibt es kaum mehr ein Skigebiet, das sich nicht mit den Nachbarn zu einem "Skipassgroßraum" zusammengeschlossen hätte. Der Wettbewerb treibt bereits kuriose Blüten - und die Skipasspreise in die Höhe.

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Teurer Trend: Gibt es bald keine lokalen Skipässe mehr?

Der Skiurlauber könnte über den Größenwahn der Liftgesellschaften schmunzeln, wenn es nicht an sein Geld ginge. Denn ob in Kärnten, in Südtirol oder sogar in Oberbayern: Die Skipasszusammenschlüsse folgen einem teuren Trend. Immer häufiger findet der Gast in seinem gemütlichen kleinen Skigebiet keinen lokalen Skipass mehr vor, sondern nur noch die teure Einheitsliftkarte. Ein typisches Beispiel ist das Dörfchen Filzmoos im Salzburger Land: Mit gerade mal 16 Pistenkilometern ist sein Skiberg ideal für Skifahrer ohne große Ambitionen. Doch auch die Gäste von Filzmoos müssen den Liftpass des Skiverbunds Amadé kaufen, der ihnen stolze 196 Euro für sechs Tage Skivergnügen abverlangt. 850 Kilometer weitere Pisten bis hinein ins Gasteinertal, in die Steiermark und in den Pinzgau, haben sie mit dieser Karte zwar bezahlt. Doch die Gäste aus Filzmoos bräuchten sie bestimmt nicht, um sich in ihrem kleinen Urlaubsort zufrieden zu fühlen.

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650 Pistenkilometer im "Portes du Soleil"

Doch welche Pistenregionen rangeln nun um den Spitzenplatz des größten Skigebiets der Welt beziehungsweise wo müssen Skifahrer tiefer in die Tasche greifen? Nicht weniger als vier Areale erheben Anspruch auf den werbeträchtigen Titel. Eindeutiger Favorit in dieser Hinsicht ist das "Portes du Soleil", welches mit 650 Pistenkilometern beiderseits der schweizerisch-französischen Grenze nahe des Genfer Sees das größte zusammenhängende Skigebiet der Erde ergibt. Sechs Tage dort Ski zu fahren kostet in diesem Winter 189 Euro.

"Trois Vallées" lockt mit 600 Kilometern

Ebenfalls Platz eins der alpinen Hitliste beanspruchen die "Trois Vallées" in Frankreich. Sie kommen zwar "nur" auf 600 Pistenkilometer, rechnen sich aber ihre mehr als 200 Kilometer Tiefschneeareale hinzu und schwingen so aus ihrer Sicht locker an der Konkurrenz vorbei. Auch preislich, denn sechs Tage Skifahren sind hier 220 Euro teuer. Aber das muss dem Gast der Genuss, im größten Gebiet der Welt zu wedeln, wohl wert sein.

Mehr Weite und Breite im "Paradiski" erleben

Das sieht die benachbarte Pistenregion "Paradiski" natürlich anders. So nennen sich die beiden Gebiete Les Arcs und La Plagne, die das zwischen ihnen liegende Tal vor ein paar Jahren mit einer gigantischen doppelstöckigen Seilbahn überbrückt haben. Eine Piste zwischen den beiden einstigen Rivalen gibt es auch weiter nicht, und ihre jeweils knapp 250 Pistenkilometer wären addiert ebenfalls kein Weltrekord. Die Pisten sind aber weiter und breiter, kurz: Sie ergeben das flächenmäßig größte Skigebiet der Welt. Zumindest der Preis macht den Anspruch deutlich: Er liegt bei 237 Euro für sechs Tage und damit 39 Euro höher als für die alten Einzelgebiete.

Endloses Skivergnügen im Salzburger Land

Alles kleine Fische. Das Salzburger Land in Österreich mag nicht die höchsten Berge haben und nicht die längsten Abfahrten, aber an Cleverness nehmen es die Salzburger allemal mit den Franzosen auf. Und so schufen sie die "Salzburg Super Ski Card", die nicht weniger verspricht als freie Fahrt auf allen Pisten des Salzburger Landes. Und das sind zusammen über 2000 Pistenkilometer, wenn auch in rund 40 Einzelgebieten. Macht nichts, das Ziel ist erreicht, das größte Skipassgebiet der Welt geschaffen. Und der Preis dafür ist geradezu ein Schnäppchen: Für sechs Tage verlangt die Salzburg Super Ski Card 196 Euro.

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