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Skiurlaub: Die Wintersport-Regionen rüsten auf

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Neue Attraktionen  

Die Skiregionen rüsten auf

29.10.2007, 19:16 Uhr | srt, t-online.de

Beste Bedingungen zum Skifahren (Foto: T-Online)Beste Bedingungen zum Skifahren (Foto: T-Online)Neue Lifte, zusätzliche Skigroßräume, dazu Spielwiesen im Schnee für Groß und Klein: Trotz oder gerade wegen des schneearmen vergangenen Winters haben die alpinen Wintersportorte investiert wie lange nicht. Die Skiurlauber dürfen sich auf mehr Komfort freuen, auf pfiffige neue Ideen und auf mehr Schneesicherheit dank künstlicher Beschneiung. Wir stellen die wichtigsten Veränderungen und Trends vor.

Sie wollen wissen, in welchen Skigebieten schon genug Schnee liegt? Informieren Sie sich aktuell über die Schneehöhen und geöffnete Pisten in den Skigebieten!
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Aus alt mach neu
Zahlreiche bekannte Skiorte haben für die neue Saison ihr Angebot geliftet. In Obergurgl etwa gehen gleich drei zusätzliche Kabinenbahnen ins Rennen um die Gäste: Zur Schermerspitz, auf den Gaisberg und weiter auf die Hohe Mut, Österreichs steilste Buckelpiste, surren künftig Kabinenbahnen. Zell am See schickt die nostalgische Schmittenhöhenbahn nicht gleich in Rente, baut aber eine moderne Achtergondelbahn zur Entlastung daneben. In Zermatt wird die höchste Seilbahnstation Europas auf dem Kleinmatterhorn komplett neu gestaltet - samt Kläranlage und Felsenfenster mit Panoramablick aufs Breithorn und den Gornergrat.

Übersicht Skiatlas - alle Wintergebiete auf einen Blick
Wo liegt schon Schnee? Aktuelle Schneehöhen

Größer, höher, weiter
Mehr und mehr Skigebiete verbinden sich miteinander. In Osttirol schließen sich die Pistenreviere Kals und Matrei durch vier zusätzliche Seilbahnen zur 110-Kilometer-Skischaukel Großglockner Arena zusammen. Den großen Sprung wagte auch das Brandnertal in Vorarlberg: Eine spektakuläre Panoramabahn verbindet dort über 1,5 Kilometer frei hängend die Skigebiete Brand und Bürserberg. Nicht weit entfernt, in Damüls, markieren zwei neue Sechsersesselbahnen den ersten Schritt zur Vereinigung mit dem Nachbargebiet Mellau. Auch oberhalb von Innsbruck entsteht ein Skigroßraum: Die Muttereralmbahn greift mit einer neuen Achterkabinenbahn zum Nachbardorf Götzens und sucht als nächsten Schritt die Verbindung zur Axamer Lizum - die wiederum ist zusätzlich bereits vom Stubaier Skigebiet Schlick aus im Visier.

Von Zukunftsträumen zur Gegenwart
Da werden vor allem in Österreich mit jedem Bahnneubau auch die Skigebiete ein Stück größer. So beseitigt Serfaus durch zwei neue Bahnen nicht nur eine Engstelle, sondern schafft auch zusätzliche Abfahrten und Hänge im Skigebiet Masner. St. Johann in der Sportwelt Amadé leistet sich mit der neuen Buchaubahn ebenfalls eine Skigebietserweiterung. Und auf der Gerlitzen Alpe in Kärnten ermöglicht die neue Achtersesselbahn "Carving-Jet" gleich zwei zusätzliche Abfahrten, darunter eine reinrassige "schwarze", also anspruchsvolle. Das Rotwandskigebiet im Südtiroler Hochpustertal schließlich erweitert mit Hilfe der Achtergondelbahn Signaue ebenfalls das Pistenrevier deutlich.

Gemeinsam stärker
Auch ohne neue Lifte entsteht unter diesem Motto im Allgäu diesen Winter Deutschlands größter Skipass. Er trägt den nicht gerade bescheidenen Namen "Allgäu Tirol Superschnee" und schafft für Voralpen-Verhältnisse tatsächlich ein gigantisches Pistendorado. Zusammen getan haben sich acht Skiregionen vom Tannheimer Tal und Hindelang/Oberjoch über Oberstdorf und das Kleinwalsertal bis Oberstaufen. Gemeinsam kommen sie auf mehr als 450 Pistenkilometer - allerdings in drei Dutzend Einzelgebieten. Zu haben ist der Superschneepass ab vier Tagen. Zehn Tage Skivergnügen auf höchster Ebene kauft man mit dem anderen großen neuen Skipass: "White 5" nennt sich die erste gemeinsame Karte der fünf Tiroler Gletscher, der "Weiße Riese" gilt für zehn frei wählbare Tage während der gesamten Saison.

Unterstützung für Frau Holle
Nach dem schneearmen letzten Winter haben praktisch alle großen Skigebiete bei der künstlichen Beschneiung nachgerüstet. In Kitzbühel ist nun die gesamte, "Skisafari" genannte, große Pistenrunde zu 100 Prozent beschneibar. Die Portes du Soleil, arg gebeutelt im vergangenen Winter, haben Frankreichs größtes je geplantes Schneekanonenprogramm aufgelegt. Und sogar im Sauerland, den "holländischen Alpen" rieselt es verstärkt aus der Steckdose: In Willingen wurden für elf Millionen Euro Schneekanonen angeschafft. Damit erhofft man sich respektable 95 Skitage im Winter. Die werden wohl auch gebraucht, um die neue Achterkabinenbahn auf den Ettelsberg und das Skikinderland mit Zauberteppich an der Talstation rentabel zu betreiben. Von den Fans der legendären Erbsensuppe mit Bockwurst im Krug in Siggis Hütte an der Bergstation allein wird sich die ambitionierte Investition jedenfalls nicht rechnen.

Wärme von unten
Sitzheizung und Schutzhauben sind fast schon die Regel bei neuen Sesselbahnen. Die neue Steinbergkogelbahn in Kitzbühel besitzt sie genauso wie die Pitztaler Gletscherseebahn und die Ehrwalder Gaistalbahn. In Ischgl erhält jetzt erstmals sogar eine Kabinenbahn geheizte Sitze. Die neue Fimbabahn ist zudem durchgehend beleuchtet, so dass man auch nachts fahren kann. Eine Sitzheizung hat natürlich auch für die neue Hachau-Sesselbahn in Wagrain. Dort dachte man aber auch an Kinder: Ein besonderer Bügel sorgt dafür, dass die Kleinen nicht drunter durchrutschen können. Überhaupt wird alpenweit viel für Kinder getan: In Nauders entstand ein neues Kinderland mit Förderbändern, auch Oberjoch im Allgäu bekommt ein "Schneekinderland" mit allem Pipapo. Die Tiroler Exklave Jungholz lockt neuerdings gleich mit einem ganzen Ensemble aus Eislaufplatz, beleuchteter Tubingbahn und Übungsgelände samt Seillift.

Gourmets am Gipfel
Avantgardistische Bergrestaurants verdrängen das gewohnte Pommes- und Spaghetti-Einerlei. Am Zugspitzplatt über Garmisch-Partenkirchen entstand neben dem Sonn-Alpin-Restaurant das neue Restaurant Gletschergarten - ein gläserner Pavillon mit Showküche und euroasiatischen Gerichten. Über Ischgl funkelt ab diesem Winter das futuristische Restaurant Salaas, im Raumschiff-Style komplett in Glas gekleidet. Und Mayrhofen besitzt an der Bergstation der Ahornbahn mit der White Lounge eine zeitgeistige Iglubar komplett aus Schnee - allerdings erst, sobald genügend Schnee liegt.

Ein bisschen öko
Naturverträglichkeit gehört heute einfach dazu. Das Rifflseerestaurant am Pitztaler Gletscher ist das erste Passivenergiehaus weltweit auf Gletscherhöhe. Und die Portes du Soleil haben eine garantiert naturverträgliche Skiroute durch den Wald angelegt: "The Stash". Hochficht im österreichischen Böhmerwald schließlich hat sich ein Zentrum für Natur- und Waldkompetenz zugelegt. Muottas Muragl im Engadin hat diesen Schritt getan. Auch in Abondance an der schweizerisch-französischen Grenze wurde das Skigebiet Essert geschlossen - der Ort setzt nun ganz auf Anfänger und Schlittenfahrer. Und in Champoluc/Alagna wurde die alte Gondelbahn Bocchetta delle Pisse-Punta Indren geschlossen.

Rodeln statt Skifahren
Auch so kann man sich als Wintersportort unabhängiger machen. Auf der Turracher Höhe entstand der "Nocky Flitzer", eine spektakuläre Ganzjahres-Rodelbahn mit Kreiseln, Wellenbahnen und Sprüngen. In Südtirol lockt die Ganzjahres-Schienenrodelbahn "Alpin-Bob Meran 2000" zu Tempospaß auf schnellen Kufen. Und oberhalb von Gstaad kann man neuerdings die höchstgelegene Rodelbahn der Welt ausprobieren. Sie heißt "Alpine Coaster", steht am Diablerets-Gletscher und trumpft mit einer Länge von 1000 Metern, einem 560-Grad-Kreisel, elf Wellen, drei Jumps und zwei Brücken auf. Dank moderner Technik sind all diese Alpen-Achterbahnen mit und ohne Schnee in Betrieb - und das ist angesichts der Klimaveränderung sicher kein Nachteil.

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