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Schneechaos: Ist mein Skiurlaub in Gefahr?

10.01.2012, 10:52 Uhr | dpa-tmn

Schneechaos: Ist mein Skiurlaub in Gefahr?. Bei Schneechaos gibt es oft kein Geld zurück (Quelle: dpa)

Bei Schneechaos gibt es oft kein Geld zurück (Quelle: dpa)

Das aktuelle Schneechaos, das momentan unter anderem in Voralberg wütet, lässt zwar etwas nach, doch viele Skiurlauber sind verunsichert. Was sollen Urlauber tun, wenn sie längst Hotel und Skipass in einem der betroffenen Gebiete gebucht haben? Der Reiserechtler Paul Degott gibt gegenüber t-online.de Antworten.

Rechtlich kaum Handhabe

Zunächst die schlechte Nachricht: Da die meisten ihren Skiurlaub mit eigener Anreise buchen, hält sich laut Degott rechtlich die Verantwortung der Hoteliers und Veranstalter in Grenzen. Der Veranstalter muss nur das Zimmer (und je nach Angebot den Skipass) bereit halten, für die Anreise ist er nicht verantwortlich. Laut Degott müsse ein Veranstalter ja auch nicht zahlen, wenn Urlauber eine Flugreise gebucht haben und es nicht rechtzeitig zum Flughafen schaffen. Anders sieht die Situation bei einem gebuchten Angebot inklusive Anreise, etwa mit Bus oder Zug, aus. Hier ist der Veranstalter in der Pflicht, kann aber ebenso wie der Kunde bei höherer Gewalt vom Vertrag zurücktreten. Geld für nicht erbrachte Leistungen gibt es dann zurück. Neben den rechtlichen Aspekten empfiehlt Degott, wie immer in unsicheren Situationen Kontakt mit dem Veranstalter und Hotelier aufzunehmen. In der Regel ergeben sich Möglichkeiten mit der Situation kulant und konstruktiv umzugehen. Sind wegen der Schneemassen und erhöhten Lawinengefahr die Skipisten gesperrt, müssen Veranstalter Reisekosten nur zurückbezahlen, wenn sie im Katalog die Zusicherung gemacht haben, dass Skifahren möglich sei.

Auch Heimreise fällt meist nicht in Pflicht der Veranstalter

Sitzt der Urlauber im Schnee fest, muss der Reiseveranstalter nicht für Hotelkosten aufkommen. "Ist der Urlaub zu Ende, und die Reisenden können wegen blockierter Straßen nicht nach Hause fahren, ist der Veranstalter außen vor", sagte Paul Degott aus Hannover. Auch einen Verdienstausfall müsse er dann nicht begleichen. Eine Ausnahme gilt nur, wenn der Veranstalter Urlaubern ausdrücklich rät, angesichts starker Schneefälle im Hotel zu bleiben. Dann müsse er dafür auch die Kosten übernehmen. Da die meisten Brettlfans Skireisen mit eigener Anreise buchen, haben Veranstalter laut Degott in der Regel nicht die Pflicht, Kunden nach Hause zu befördern. Eingeschneite Urlauber können also nicht darauf pochen, mit dem Hubschrauber ausgeflogen zu werden, wenn alle Straßen gesperrt sind. Veranstalter von Busreisen müssten die Urlauber zwar wieder nach Hause transportieren - aber erst, sobald die Straßen frei sind. So lange müssen sich betroffene Urlauber also gedulden.

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