Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Skiurlaub >

Icehotel: Mystisches Eisspektakel am Polarkreis

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Icehotel: Mystisches Eisspektakel am Polarkreis

08.01.2013, 17:55 Uhr | Hideaways Ski Special/Gundula Luig-Runge

Icehotel: Mystisches Eisspektakel am Polarkreis. Im "Icehotel" ist das Schlafen eine Attraktion. (Quelle: Icehotel)

Im "Icehotel" ist das Schlafen eine Attraktion. (Quelle: Icehotel)

Ein Hotel, erbaut aus Eis und Schnee, eingebettet in und umgeben von der wild archaischen Landschaft nördlich des Polarkreises, lässt die Welt seit mehr als zwei Jahrzehnten staunen. Der Fluss Torne, das kalte, arktische Klima, die Nordlichter und die Mitternachtssonne prägen das berühmte "Icehotel" im schwedischen Jukkasjärvi, welches jedes Jahr neu von Künstlerhand erschaffen wird. Schauen Sie sich das "Icehotel" auch in unserer Foto-Show an.

30.000 Tonnen Schnee und 4000 Tonnen Eis

Jedes Jahr im Oktober/November erwacht das kleine Städtchen Jukkasjärvi in der schwedischen Provinz Lappland aus seiner vorwinterlichen Lethargie. Dann nämlich beginnt für den nur 200 Kilometer vom Polarkreis entfernten Ort die Vorbereitung der neuen "Icehotel"-Saison. Künstler verschiedenster Nationalitäten reisen an, um gemeinsam mit den Einheimischen rund 30.000 Tonnen Schnee und 4000 Tonnen Eis in eine einzigartige Erlebniswelt, bestehend aus sinnlicher Skulpturenkunst, eisiger Architektur, fantasievollem Hoteldesign und überraschender Gastronomie zu verwandeln. Eingebettet in eine atemberaubende arktische Naturkulisse entsteht von Jahr zu Jahr ein immer wieder neues Gesamtkunstwerk, welches von seiner Eröffnung Anfang Dezember bis zur Schließung Mitte April Besucher aus aller Welt in seinen Bann zieht.

Transparentes Eis

Jukkasjärvi liegt am Ufer des Flusses Torne. Er ist Lebensader und Spender der Eisblöcke, welche für die kreative und fantasievolle Gestaltung des "Icehotels" vonnöten sind. Eine fantastische Architektur mit Spitzbogengewölben und Säulen aus transparentem Eis, in denen sich das Licht vielfach bricht, macht den Reiz dieses faszinierenden Hotelprojektes aus. Alles wirkt so surreal, so ungewohnt, so anders. Während draußen minus 20 bis 30 Grad die Regel ist, liegt die Innentemperatur bei minus 5 Grad, was einem vom Gefühl her relativ warm vorkommt. Nach einem aktiven Tag im Schnee mit dem Hundeschlitten, einer Nordlichter-Beobachtungstour auf dem Rücken eines Islandponys, einer Trekking-Tour mit Schneeschuhen oder einer rasanten Fahrt mit dem Schneemobil lässt sich abends im "Icehotel" so etwas wie "Gemütlichkeit on the rocks" erleben.

Quiz & Spiele

Wie gut kennen Sie Deutschland?

Erholung in Bad Wörishofen

Testen Sie Ihr Wissen mit unserem Dart-Spiel und vielleicht lernen Sie auch noch etwas dazu.
zum Deutschland-Dart-Spiel

Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie ein Fan von t-online.de Reisen!

Die weltberühmte Absolut Icebar

Unvergesslich wird ein Abend in der eindrucksvollen, weltberühmten Absolut Icebar, deren Theke und Mobiliar komplett aus dem Eis des Torne bestehen. Auch die hochprozentigen Getränke, vornehmlich Wodka und Whisky, werden dort stilecht in "Gläsern" aus purem, geformtem Eis serviert. Die internationale Klientel sorgt währenddessen für inspirierend unterhaltsame Stimmung. Bevor man sich im Anschluss in sein eisiges Schlafgemach zurückzieht, lassen sich am nächtlichen Himmel vielleicht noch ein paar mystische Nordlichter sichten. Sie und die Mitternachtssonne im Sommer zählen zu den spektakulärsten Naturphänomenen des hohen Nordens.

Schlafen als Attraktion

Und dann kommt der aufregende Moment des Zubettgehens. Umhüllt von einem kuscheligen Daunenschlafsack schlummert man auf einer mit Rentierfell bezogenen Matratze, die auf einem Podest aus Eisblöcken thront. Die Zimmerwände aus Schnee isolieren fantastisch, so dass kein Schnarchen des Nachbarn die eigene Bettruhe stören kann. Sämtliche sanitäre Anlagen und eine Sauna befinden sich in den direkt an das Icehotel angrenzenden warmen Unterkünften, in denen auch das mitgeführte Reisegepäck sicher verstaut wird.

Weckdienst mit Preiselbeersaft

Morgens serviert dann der freundliche Weckdienst noch im Bett einen heißen Preiselbeersaft, bevor es zur Morgentoilette und anschließendem Frühstück ins warme Gebäude nach nebenan geht. Beim gemeinsamen Frühstück gibt es viel zu erzählen, denn so individuell wie die internationale Gästeschar sind die Erfahrungen, die ein jeder im Icehotel macht. Jukkasjärvi bedeutet in der Sprache der Samen "Treffpunkt" – passender hätte der Ortsname für diese großartige Begegnungsstätte nicht gewählt werden können. Bereits in den 1980er Jahren verbrachten Touristen ihren Sommerurlaub gerne dort. In erster Linie wegen der Mitternachtssonne. Zusätzlich förderte die Gemeinde beliebte Freizeitaktivitäten wie Fischen, Kanutouren, Überlebenstraining oder Rafting. Doch die Sommer in Lappland sind kurz, die Winter dafür umso länger – und es brauchte eine zündende Idee, auch diese Zeit touristisch attraktiv zu gestalten.

Alles begann mit Eis-Skulpturen

Ein zweiwöchiger Gestaltungs-Workshop für Eis-Skulpturen gab im Winter 1989 den entscheidenden Impuls. Schon ein Jahr darauf wurde das erste kleine Schneehaus errichtet, um dort die Eis-Skulpturen sicher und geschützt auszustellen. Die Idee des "Icehotels" entstand 1992 aus einer Verlegenheitslösung heraus. Mangels geeigneter Unterkunft, wurde eine Gästegruppe für eine Nacht im Skulpturen-Schneehaus einquartiert, mit dem Ergebnis, dass die Teilnehmer absolut fasziniert waren von dieser für sie äußerst ungewöhnlichen Übernachtungserfahrung. Das war die Geburtsstunde des "Icehotels". Über die Jahre perfektioniert und vergrößert, die Nachfrage ist mittlerweile enorm, entwickelte Icehotel-Gründer Ingve Bergqvist ein faszinierendes Erlebniskonzept aus Kunst, Kultur und Abenteuer. 2011/2012 ist die zweiundzwanzigste Saison des ersten und mit 5500 Quadratmetern sowie 60 Zimmern (Art Suites, Snow Rooms und Ice Rooms) größten Eishotels der Welt. Zwar gibt es bereits reichlich Nachahmer des erfolgreichen Konzeptes, keines ist jedoch so eindrucksvoll wie das Original.

Alles aus im April

Ab Mitte April, wenn die Temperaturen in Lappland langsam zu steigen beginnen, zeigt sich die Vergänglichkeit dieser glitzernden Bauten aus Eis und Schnee. Sie schmelzen einfach dahin. Damit auch Sommergäste von Jukkasjärvi einen kleinen Eindruck vom Winterspektakel bekommen, werden drei Art Suites und die Absolut Icebar bei minus fünf Grad im Eislager des Art Centers aufgebaut. Die kleine Schwester des "Icehotels" steht Besuchern von Juni bis September offen. Wie im Winter lockt ein umfangreiches Aktivitätenprogramm in die herrliche Natur am Torne, deren helle Mittsommernächte ebenso nachhaltig wirken wie die Nordlichter im Winter.

Weitere Informationen:

Icehotel, Managing Director: Kerstin Nilsson, Adresse: Marknadsvägen 63, S-981 91 Jukkasjärvi, Telefon: 00 46 - (0)9 80 - 6 68 00, Telefax: 00 46 - (0)9 80 - 6 68 90, Telefonische Buchungen und Auskünfte nur von Montag bis Freitag zwischen 9.00 und 16.00 Uhr (GMT + 1:00), Samstag und Sonntag geschlossen, E Mail: info@icehotel.com, Internet: www.icehotel.com, Zimmer und Preise: Im Winter verfügt das Icehotel über 60 Zimmer in drei Kategorien: Art Suites 190 – 505 Euro p. P.; Ice Room 151 – 426 Euro p.P.; Snow Room 140 – 325 Euro p.P.; Deluxe Suite für 2 Personen 785 Euro. Beheizte, feste Unterkünfte stehen im Kaamos Hotel ab 129 Euro sowie im Hotel Chalet Nordic & Arcic ab 151 Euro p.P. zur Verfügung.


Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Ab 6 Uhr können Sie hier wieder wie gewohnt diskutieren. Wir danken für Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal