07.01.2013, 15:55 Uhr | Christian Haas, srt
Hier schlägt das Herz der Brettlfans schneller: Der Hintertuxer Gletscher mit Gletscherbus. (Quelle: TVB Tux/J. P. Fankhauser/SRT )
Wer in seinem Skiurlaub nicht auf Luxus verzichten, schwarze Pisten hinab schießen anschließend die Erfolgsfotos an Freunde mailen möchte, ist im Zillertal richtig: Dieses hat sich einst als "aktivstes Tal der Welt" vermarktet. Nun schickt es sich an, auch das "lifestyligste" zu werden und lässt die Skifahrer in Limousinen-Ledersitzen zu Nobelhütten unterm Gipfel schweben. Sehen Sie das Zillertal auch in unserer Foto-Show an.
Bereits die Bergfahrt ist ungewöhnlich: Zu zweit macht es sich das verliebte Pärchen in einer Gondel bequem, die mit ihren Ledersitzen dem Interieur der neuen BMW-7er-Klasse ähnelt. Nur dass sich die beiden hier in Skikleidung hinsetzen können - und bei der Auffahrt sogar Champagner kredenzt bekommen. An der Bergstation angekommen, geht es nach ein paar Skischwüngen und Verbindungsliftfahrten auf der Wedelhütte edel weiter: Auf der Sonnenterrasse trinken sie erst Latte Macchiato, dann Hugo.
Eine Etage darüber in der Premium Wedel Lounge stößt eine Skitourengruppe mit Champagner auf den gelungenen Tag an, und im Gewölbe spielt eine Jazzband auf, während Sommelier Thomas Tischer Einblicke in die Vielfalt des höchsten Weinkellers Österreichs gibt. Ja, auf der Wedelhütte, der auf 2350 Meter Höhe gelegenen und damit höchsten Alpen-Unterkunft auf Fünfsterne-Niveau, herrscht Feierstimmung. Und Feierabendstimmung, denn während Tagesbesucher schauen müssen, dass sie vor der Dunkelheit ins Tal kommen, können sich die Übernachtungsgäste von Manni und Moni entspannt zurücklehnen.
Wo genau liegt Riga? Und wo liegt Budapest? Spielen Sie Dart auf der Europakarte und treffen Sie die richtigen Städte. Europa-Dart
Dabei genießen sie nicht nur den Vorteil, den Tag in familiärer Atmosphäre bei mehreren Sauna- und Menügängen ausklingen zu lassen, sondern stehen am nächsten Morgen auch als Erste auf der Piste. Bereits ab halb acht surren für Frühaufsteher im Hochzillertal einige Lifte - und das die gesamte Saison über. Diese Early-Bird-Angebote kommen gut an, auch bei "Tal-Schläfern". Für besonders Aufgeweckte setzt die benachbarte Zillertal Arena im Frühjahr sogar noch eins drauf, dann fahren einige Bahnen bereits ab 6.55 Uhr.
Wer vom ausschweifenden Après-Ski des Vorabends - und entsprechende Verlockungen warten etliche - noch Erholung bedarf, der muss nicht grollen: Seit dieser Saison können auch Spätaufsteher zwischen Zell und Gerlos jungfräuliche Abfahrten genießen. Unter dem Stichwort "White Carpet" werden die Pistenteppiche mittags noch einmal frisch präpariert - für den Nachtskilauf von 19 bis 22 Uhr sowieso. Und selbst danach ist mit dem Carven noch nicht Schluss. Nach dem Moonlight Dinner am Berg schwingen Nachteulen auf den Vollmond beleuchteten Pisten talwärts.
Skifahren geht quasi rund um die Uhr - und rund ums Jahr. Dank dem im Talschluss gelegenen Hintertux, Österreichs einzigem Ganzjahresskigebiet. Dort wurde wie in allen anderen fünf Zillertal-Skigebieten auch heuer wieder investiert, diesmal in die weltweit erste Zehnergondel mit Sitzheizung. Und in eine weitere Verbesserung des neuen "Winterpark Hintertux" am Sommerberg, mit dem die Region ihre Top-Position im Boarder-Bereich ausbaut. Schließlich warten noch fünf andere Funparks, darunter der Vans Penken Park und der Almdudler Park. Ebenfalls über Upgrades freuen dürfen sich die Freerider, für die Lawinencamps, geführte Touren, Powderhänge und traumhafte Abfahrten wie "Super Bowl", "Outta Banks" und die Wangelspitz angeboten werden.
Alpinskifahrer kommen aber wahrlich nicht zu kurz. 671 präparierte Pistenkilometer sorgen für glühende Oberschenkel. Noch dazu, da mehr als hundert davon als schwarz, also schwer, eingestuft sind, wie die Eberharter-Olympia-Abfahrt und die Harakiri-Piste in Mayrhofen-Hippach. Die mit 78 Prozent Gefälle zweitsteilste präparierte Piste Österreichs wird zwar täglich mit speziellen Pistenraupen gewalzt, dennoch gesellt sich zur extremen Neigung noch Eis, Steine und Buckel dazu. Hut ab, wer beim obligatorischen Zieleinlaufsfoto, das man sich nachher auf der Website kostenlos downloaden kann, noch lächelt.
Gegenüber am Ahorn geht das Lächeln auch ohne Adrenalin-Vorspiel. Bei chilliger Musik im Liegestuhl oder an der Iglubar in der "White Lounge" - wer will, der kann dort sogar im Iglu übernachten. Das geht seit vergangener Saison auch bei der Hochzillertaler Kristallhütte. Als hätten das Konzept der gehobenen, aber lauschigen Bergunterkunft samt Lammfell-Deckchair, Whirlpool und DJ-Acts nicht schon für genug Aufsehen gesorgt, locken Verena und Stefan Eder nun auch noch mit drei Kuschel-Iglus samt beheizten Wasserbetten. Aber das passt zum Zillertal, das eben immer noch eins drauf setzen mag. Und sich nicht zuletzt dank Haubenrestaurants im Tal, der Erlebnistherme in Fügen und der jüngst am Horberg wiedereröffneten Schneekarhütte, eine der "Mütter der Edelhüttenbewegung", immer mehr als Lifestyle-Tal positioniert.
Daher war es nur eine Frage der Zeit, bis das digitale Dauerfeuer auch in den Zillertaler Bergen lodern würde. Nun ist es soweit. Rund um etliche Liftstationen und Hütten sorgen neuerdings Gratis-WLAN-Hotspots für guten Empfang. Da jubelt die webaffine Sportlerszene, können sie so gleich Bilder der besten Jumps posten. Oder von spaßigen Events - der Programmkalender quillt ohnehin über davon. Einer der kultigsten ist sicher das "Stroh Juchhee", ein total verrücktes Hornschlittenrennen.
Zillertal Tourismus GmbH, Bundesstraße 27d, A-6262 Schlitters, Zillertal, Tel. 0043/5288/87 187, www.zillertal.at
Sind Sie bei Facebook? Dann werden Sie ein Fan von t-online.de Reisen!
Quelle: Christian Haas, srt
zur HomepageProdukte, die beim Abnehmen bzw. einer Diät unterstützen sollen. zum Gesundheit-Special