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Legendäre Ski-Abfahrten  

Weltcup-Pisten für Hobby-Racer

26.11.2013, 15:55 Uhr | Christian Haas/srt

Weltcup-Pisten für Hobby-Racer . Skifahren auf der Streif: Maximal 85 Prozent Gefälle, bis zu 70 Meter weite Sprünge. (Quelle: imago ActionPress)

Skifahren auf der Streif: Maximal 85 Prozent Gefälle, bis zu 70 Meter weite Sprünge. (Quelle: imago ActionPress)

Wenn auf den legendären Rennstrecken des Ski-Weltcups keine Wettkämpfe stattfinden, dürfen auch Freizeitfahrer ran - einigen Mut und skifahrerisches Können vorausgesetzt. Wer Planai, Saslong oder die Lauberhornabfahrt bezwingt, dem ist eines jedenfalls sicher: Anerkennung. Und Oberschenkelmuskelkater. Das sind die Top-Five für Skifahrer mit Rennambitionen - auch in unserer Foto-Show.

Das Hahnenkammrennen auf der Streif

Maximal 85 Prozent Gefälle, bis zu 70 Meter weite Sprünge, Spitzengeschwindigkeiten von 135 Stundenkilometern: Das Hahnenkammrennen auf der Streif gilt als härtestes Weltcuprennen überhaupt. Da sind sich Sportler und Fans einig. Und noch eins steht fest: Mal von den Olympischen Winterspielen abgesehen gibt es kein Wintersportevent, das soviel Aufmerksamkeit auf sich zieht wie der Kitzbüheler Abfahrtslauf. Bis zu 500 Millionen Zuschauer verfolgen das weltgrößte Event aktueller und ehemaliger Skistars im Fernsehen, ferner sind rund 80.000 Besucher vor Ort. Wer die Streif als Gewinner verlässt, der hat definitiv den Ski-Olymp bestiegen. Gut zu wissen: Abgesehen von den Tagen vor dem Showdown der Profis können sich auch Normalsterbliche, wenn ihnen die Parallel-Streif zu wenig abverlangt, an die nicht präparierte Strecke wagen und die extrem steile Mausefalle, Hausbergkante und Alte Schneise persönlich kennenlernen. Allein eine sturzfreie Fahrt auf der 3312 Meter langen Strecke wird gemeinhin mit viel Respekt bedacht. Wie sagte doch Hahnenkammrennen-Gewinner Stephan Eberharter einmal? "Ich hatte durchaus Gefühle der Todesangst" (nächster Weltcup-Termin: 24.bis 26. Januar 2014, www.hahnenkamm.com, www.kitzbuehel.com). 

Die Kandahar bei Garmisch-Partenkirchen

Die können einen auch auf der Kandahar bei Garmisch-Partenkirchen überkommen. Schließlich bilden die beim Umbau für die Ski-Weltmeisterschaften 2011 entstandenen 92 Prozent Gefälle den steilsten Streckenabschnitt im gesamten Weltcupzirkus. Und auch durch die anderen Passagen zählt die 3300 Meter lange Herrenstrecke, die in einigen Passagen parallel zur etwas kürzeren Damenstrecke verläuft, zu den anspruchsvollsten im Rennkalender. Den Termin für 2014 - 25./26. Januar (Damen) und 1./2. Februar (Herren) - sollte man sich auf jeden Fall im Kalender notieren. Um die Rennen live mitzuverfolgen. Oder als Notiz, dass die Strecke dann für Normalfahrer gesperrt ist. Sonst jedoch kann sie jeder unter die Bretter nehmen. Vorausgesetzt, man ist kein Anfänger. Die wechseln in Anbetracht der Buckel am Starthang ohnehin lieber gleich auf den Umfahrungsziehweg. Könner jedoch dürfen sich freuen, geht es doch gleich nach dem Start zur Sache. Die erste Herausforderung stellt die enge Einfahrt in den steilen Tröglhang dar, wo echte Profis bei der Ausfahrt in den Schussanger Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometer pro Stunde erreichen. Etwas entspannter geht es dann weiter in den Stegerwald, bis Eishang und Kramersprung einem wieder alles abverlangen. Doch das ganz dicke Ende kommt - am Ende. Kurz vor dem Zielhang lauert der steilste Abschnitt der gesamten Strecke: der "Freie Fall". Für diejenigen, die es tatsächlich bis zur Talstation der Kreuzeckbahn geschafft haben, wartet eine angenehme Belohnung: In der neu eröffneten "Kandahar 2"-Bar, dem Nachfolger der "CaféBar Kandahar", lassen sich die Oberschenkel bei lässiger Musik, Erfrischungsdrinks und direktem Blick auf das letzte Stück der Kandahar bestens regenerieren (nächster Weltcup-Termin: 25./26. Januar (Damen) und 1./2. Februar 2014 (Herren), www.zugspitze.de, www.gapa.de)

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Knaller-Trip nach Gröden

Und vielleicht den nächsten Knaller-Trip planen. Vielleicht nach Gröden, das ebenfalls schon Gastgeber Alpiner Ski-Weltmeisterschaften war. Außerdem gastiert hier jährlich der internationale Weltcupzirkus. Auch 2013, am 20. und 21. Dezember wird in Gröden zum 46. Mal um Weltcuppunkte gefahren, auf der Saslong-Piste vom Ciampinoi hinunter nach St. Christina. Die nicht zuletzt durch die Kamelbuckel, bei denen die Profis bis zu 70 Meter weit fliegen, berühmt-berüchtigte Abfahrt ist auch für normale Skifahrer machbar. Für ambitionierte Skifahrer ist die 3446 Meter lange Strecke mit einem Höchstgefälle von 57 Prozent gar ein echtes Muss, das einfach zur Skifahrerbiographie gehört. Gut zu wissen: Ganz so eisig wie beim Profirennen ist die Strecke, die ein paar Tage später wieder komplett öffentlich befahrbar ist, dann doch nicht. Für kleinere Sprünge und berauschende Gefühle reicht es aber allemal (nächster Weltcup-Termin: 20./21.12.2013, www.saslong.org, www.valgardena.it). 

Adrenalinjunkies in Wengen

Glücksgefühle (zumindest für Adrenalinjunkies und echte Könner) garantiert auch das Terrain oberhalb von Wengen und unterhalb des berühmtesten Bergtrios der Schweiz: Eiger, Mönch und Jungfrau. Das Lauberhornrennen (Termin 2014: 17.-19. Januar) gilt neben der Streif als die anspruchsvollste und schwierigste Piste des alpinen Ski-Weltcups. Dafür gibt es drei Gründe: 1. Die Länge. Mit rund viereinhalb Kilometern und Fahrzeiten um die zweieinhalb Minuten ist sie absoluter Rekordhalter im Weltcupzirkus. 2. Die Geschwindigkeit. Bis zu 150 Stundenkilometer schaffen dort regelmäßig die Profis - höchste Maximalgeschwindigkeit im laufenden Wettbewerb. 3. Die tückischen Passagen. Sie fordern echtes skifahrerisches Können, allen voran die Passagen Ziel-S, Minsch-Kante und der Hundschopf-Sprung. Da sind Laienfahrer gut beraten, lieber mal kontrollierte Kurzschwünge zu setzen, anstatt wie die Profis abzuheben (nächster Weltcup-Termin: 17.-19. Januar 2014, www.lauberhorn.ch, www.wengen.ch). 

WM-erprobte Planai-Piste von Schladming

Geschwindigkeit drosseln, Schwünge statt Sprünge, bei Bedarf Umfahrungen suchen: Diese Tipps sollten ohnehin alle Weltcuppisten-Nachahmer beherzigen, auch auf der WM-erprobten Planai-Piste von Schladming. In den vergangenen Jahren wurde hier allerhand modelliert, fast überall bietet die Abfahrt nun mindestens 55 Meter Platz für den Temporausch von Touristen und Profis. Letztere geben sich in der steirischen Stadtgemeinde auch in der Saison 2013/14 wieder ein Stelldichein, und zwar beim legendären Nacht-Weltcup am 28. Januar. Auf knapp dreieinhalb Kilometern geht es dabei über mehr als 1000 Höhenmeter und eine stattliche Anzahl eisiger Passagen, für die sich neben der Nordlage auch die berüchtigte Präparierung verantwortlich zeichnen. Das "Nightrace" verlangt indessen auch Zuschauern einiges ab. Schließlich strömen jedes Jahr rund 50.000 Zuschauer in den Zielraum, um dem Spektakel beiwohnen zu können. Deutlich weniger los ist dann in der Zeit davor und in den Tagen danach, wenn die Piste wieder für jedermann geöffnet ist. Allerdings bleibt die Flutlichtanlage dann ausgeschaltet. Ein paar Vorteile muss man ja als Profi schließlich auch noch haben... (nächster Weltcup-Termin: 28. Januar 2014, www.planai.at, www.schladming.at). 

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