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Wenig Schnee in den Alpen: Viele Pisten sind noch gar nicht offen

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Wenig Schnee in den Alpen  

Viele Pisten sind noch gar nicht offen

22.12.2014, 14:52 Uhr | srt/Hans-Werner Rodrian

Wenig Schnee in den Alpen: Viele Pisten sind noch gar nicht offen. Auch im Schwarzwald fahren die Lifte nicht (Quelle: dpa)

Auch im Schwarzwald fahren die Lifte nicht (Quelle: dpa)

Kurz vor Weihnachten ist weit und breit nur Grau zu sehen statt glitzerndes Weiß. Daheim schlägt der wärmste Winter seit Beginn der Aufschreibungen nur auf die Stimmung, in den Skigebieten breitet sich dagegen bereits Krisenstimmung aus. Europaweit warten die Wintersportorte dringend auf Schnee. Auch die Skiurlauber sind verunsichert: Wo kann man über Weihnachten skifahren? Wir haben uns umgesehen. Stets aktualisierte Übersichten über Schneehöhen und geöffnete Pisten finden Sie zudem in unserem interaktiven Skiatlas.

In Österreich am besten auf die Gletscher

Schneewalzer und Jagertee: Weit über die Hälfte aller deutschen Skiurlauber kurven über die Berge der Alpenrepublik. Vor der Saison haben die Seilbahnen dort mehr als eine halbe Milliarde Euro in neue Bahnen investiert. Doch nun das: Von Serfaus übers Zillertal bis Obertauern mussten Dutzende Skigebiete den Saisonstart verschieben. Auf den großen Schneefall warten sie weiter. Mittlerweile hat sich die Situation immerhin etwas verbessert, weil es einzelne Nächte kalt genug war, um die Schneekanonen anzuwerfen. Die allermeisten Gebiete haben allerdings deutlich weniger als die Hälfte der Pisten geöffnet, die Talabfahrt ist fast nirgendwo möglich.

Am Arlberg zum Beispiel nicht: In St. Anton waren am Wochenende gerade mal 28 von 121 Kilometern Piste geöffnet, in Lech/Zürs 15 von 180 Kilometern. Oberhalb von 1000 Metern hat es zwar etwas geschneit, aber davon blieb kaum etwas liegen. Selbst am Berg werden nur 15 bis 50 Zentimeter Schnee gemessen. Wer die frische Luft mag, dem empfiehlt die Arlberg-Wetterfee 70 Kilometer geräumter Winterwanderwege.

In Ischgl konnte die Skisaison immerhin pünktlich beginnen. Am Wochenende war ungefähr die Hälfte der Abfahrten geöffnet. Mehr als 40 Zentimeter Schnee haben allerdings auch die Ischgler nicht zu bieten. Da ist der Tourismusverband ganz ehrlich: Der große Wintereinbruch steht derzeit ganz einfach nicht auf dem Programm.

Nicht besser sieht es im Montafon aus. Die Silvretta Nova hat gerade mal 22 von 113 Kilometern Pisten in den Bereichen Kapell, Grasjoch und Versettla geöffnet. Selbst das war laut Bergbahn nur möglich dank der über fünf Millionen Euro teuren neuen Beschneiungsanlagen.

Weiter östlich sieht es kaum besser aus. Serfaus konnte mit Mühe 48 von 196 Pistenkilometern präparieren, in Kitzbühel carven die Unentwegten auf 25 von 170 sonst möglichen Pistenkilometern. Flachau in der Salzburger Sportwelt meldet 60 anstatt sonst üblicher 115 Kilometer Abfahrten mit einer Auflage von maximal 30 Zentimeter Schnee, und selbst im über 2000 Meter hoch gelegenen Kühtai ist die Hälfte der Pisten geschlossen.

Gut geht es auf den Gletschern: in Hintertux, am Kitzsteinhorn und am Rettenbachferner werden Schneehöhen bis zwei Meter gemessen. Ein einziges Winterskigebiet hält mit: Obergurgl/Hochgurgl konnte praktisch sein gesamtes Pistenareal öffnen. Möglich machen das die hohe Lage und eine Weltpremiere: In Obergurgl stellt man neuerdings Kunstschnee auf Knopfdruck aus einer künstlich produzierten Wolke her.

Deutschland: Selbst für Schneekanonen vielerorts zu warm

Kinderprogramm statt Skikurs: In den bayerischen Alpen versuchen die Tourismusverbände, das Beste aus der Situation zu machen. Das ist kein einfaches Unterfangen: Die Temperaturen liegen bis zu fünf Grad über dem langjährigen Mittel, meldet der Deutsche Wetterdienst. Da war es auch den Schneekanonen zu warm, die Betreiber bräuchten mindestens drei Nächte Frost.

An der Kanzelwand oberhalb von Oberstdorf/Kleinwalsertal sind Zweiländer- und Zwerenalppiste geöffnet; die Bahnen aufs Nebelhorn, Fellhorn und Söllereck fahren für Fußgänger. Die Schneelage: oben 40 Zentimeter, unten nichts. Tourismus Oberstdorf bietet den Gästen kostenlose, geführte Wanderungen an und empfiehlt ansonsten den Publikumslauf im Eissportzentrum. Im Kleinwalsertal plant man ein kostenfreies Erlebnisprogramm, von der Burmi-Schatzsuche für Kinder bis zur Genusstour für die Großen.

Die Zugspitze hat am 3. Advent den Betrieb aufgenommen. Aktuell läuft nur der Gletscherlift, geöffnet ist auch ein Rodelhang. An den Weihnachtstagen sollen weitere Lifte folgen, das Skigebiet Garmisch-Classic will mit einer Teilöffnung an den Start gehen. Oben auf der Zugspitze liegen aktuell 90 Zentimeter Schnee.

Und sonst? Im Allgäu läuft noch ein Lift im kleinen Skigebiet Grasgehren bei Balderschwang. Am Brauneck in Oberbayern hat man am Freitag vor Weihnachten die neue Sesselbahn eröffnet, allerdings noch ohne Piste. Der Feldberg im Schwarzwald hatte kurz geöffnet, musste dann aber mangels Schnee gleich wieder schließen. Das gleiche Schicksal ereilte Mitterfirmiansreut im Bayerischen Wald und Oberwiesenthal im Erzgebirge. Ein einsamer Schneestern leuchtet noch in Norddeutschland: Winterberg im Sauerland hat 9 von 22 Liften und knapp fünf Kilometer Pisten geöffnet. Damit bietet das Hausskigebiet der Ruhrpotts mehr als viele alpine Regionen.

Südtirol: Auch die Alpensüdseite mit wenig Schnee

Nicht mal diese alte Regel stimmt mehr: Wenn bislang der Schnee auf der Alpennordseite fehlte, dann fand man ihn zuverlässig im Süden. Diesen Winter aber hat auch Südtirol erst ab 1400 Meter Naturschnee. An den Bergstationen werden kaum mehr als 35 oder 40 Zentimeter Schnee gemessen. Dank Rundumbeschneiung (und einigen kalten Nächten) funktionieren wenigstens die Talabfahrten in Gröden, in Alta Badia und im neu zusammen geschlossenen Gebiet Sexten, auch die Sellaronda ist in beiden Richtungen geöffnet.

Ski und Rodel gut heißt es auch im Schnalstal, Ötzis Heimat bietet oben am Gletscher 260 Zentimeter Schnee und 32 Kilometer Pisten. Ebenso viel hat Sulden am Ortler zu bieten: In dem Traditions-Bergsteigerdorf sind 32 von 42 Pistenkilometer geöffnet, die Talabfahrt mit Einschränkungen ebenfalls.

Schweiz: Verhältnismäßig gute Pistenverhältnisse

Die Eidgenossen feiern gerade 150 Jahre Skisport. Und in den geöffneten Skigebieten herrschen tatsächlich verhältnismäßig gute Pistenverhältnisse. Geöffnet sind unter anderem Aletsch Arena (27 Kilometer Pisten), Andermatt (fast 30 Kilometer), Davos (53 Kilometer an Jakobshorn und Parsenn), Grindelwald (40 Kilometer Abfahrten), Laax (44 Kilometer), Saas-Fee (80 Kilometer)und St. Moritz (100 Kilometer). Der alpenweite Abfahrtskönig heißt freilich Zermatt. Die Matterhorngemeinde hat aktuell sagenhafte 251 Kilometer Skipisten geöffnet.

Auch Frankreich wartet auf den Schnee

Skifahren wie Gott in Frankreich? "La France" besitzt derzeit nur in der Theorie die größten Skigebiete der Welt. In den Trois Vallées sind von 600 Pistenkilometern gerade mal 120 befahrbar, die noch etwas größeren Portes du Soleil haben überhaupt nur einige Übungslifte aufgemacht. Die besten Bedingungen herrschen derzeit in Isola 2000: Für einen Tagesausflug dürfte das allerdings zu weit sein: Das Gebiet liegt in den Seealpen kurz vor Nizza.

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