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Das ist Serbiens "St. Moritz"

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Serbiens "St. Moritz"  

Das Land bietet ein wundervolles Skigebiet

16.02.2015, 15:53 Uhr | Christoph Schrahe/srt

Das ist Serbiens "St. Moritz". Skigebiet Kopaonik Blick zum 2017 Meter hohen Pancicev Vrh. (Quelle: C. Schrahe)

Skigebiet Kopaonik Blick zum 2017 Meter hohen Pancicev Vrh. (Quelle: C. Schrahe)

In Kopaonik lernte Tennis-Weltstar Novak Djokovic den weißen Sport - das Skigebiet ist aber auch ein ideales Ziel für Familien. Schauen sie es sich auch in unserer Foto-Show an.

Es ist das größte Skigebiet auf dem Balkan und nicht nur Tennisass Novak Djokovic kommt jeden Winter nach Kopaonik. Prominenz und Geldadel aus dem fünf Stunden entfernten Belgrad, russische Lifestyle-Touristen und Besserverdiener aus Rumänien und Ungarn tun es ihm gleich. Trotzdem ist der 2000 Meter hohe Berg an der Grenze zum Kosovo auch ein ideales Ziel für Familien, denn die Preise sind nur für serbische Verhältnisse hoch. Hotels direkt auf der Piste, reichlich sanftes Terrain und ein breites Angebot an alternativen Aktivitäten mit und ohne Schnee versprechen ebenfalls einen gelungenen Familienurlaub. 

Gewiss, man kann sein Budget auch in Kopaonik gehörig strapazieren. Aber man muss ja nicht gleich für 300 Euro die Nacht im Zimmer Nummer 35 des Hotel Mount absteigen, so wie der weltbeste Tennisspieler. "Da oben ist der Lieblingsplatz von seinem Hund." Igor Mickovic zeigt die steile Stiege hinauf, die zum zweiten Schlafzimmer der rustikal gemütlichen Suite unter dem Dach führt. "Er kommt immer für zehn bis 14 Tage", ergänzt Igor, der sich im hoteleigenen Restaurant um die Gäste kümmert. Der Eigentümer der Hotels, Dragan Jovovic, ist selbst ein Prominenter: Er war der erste Serbe am Südpol. Auf dem Mount Everest war er auch schon, dem verdankt das Haus seinen englischen Namen. Im mit viel hellen Holz und großformatigen Bildern von Jovovics Expeditionen ausgestatteten Restaurant kommen serbische Spezialitäten auf den Tisch. "Novaks Lieblingsessen sind Sarma, Kohlrouladen, die will er schon zum Frühstück", verrät Igor. 

Hier wurde Djokovic entdeckt

Gleich gegenüber dem Hotel Mount liegt das Grand Hotel & Spa. In Novaks Kindertagen bot es die einzige Tennisakademie des Landes, und hier wurde Djokovic, dessen Eltern auf dem Berg ein Schnellrestaurant betrieben, von der Tennisspielerin Jelena Gencic entdeckt. Das Skifahren lernte er auf den gleich vor dem Hotel startenden Pisten. "Er ist ein sehr guter Skifahrer, wobei wir das hier in Serbien daran festmachen, wie schnell jemand fahren kann", fügt Igor mit einem Schmunzeln hinzu. Dementsprechend sollte man sich auf den Pisten vorsehen, doch die Waldabfahrten um die in schneereichen 1720 Meter Höhe gelegene Hotelsiedlung sind für Höchstgeschwindigkeiten zu flach. Dafür muss man die Nordhänge des Pancicev Vrh oder des Ledenica ansteuern. Dort gibt es schwarze Pisten. Perfekt präpariert sind sie ein ideales Pflaster für weite Carving-Schwünge. Bergauf geht es mit Kopaoniks neuester Sesselbahn. Der Gvozdac-Express hat Sitzheizung, freies WLAN (wie eigentlich überall ohne nerviges Passwort nutzbar) und Wetterschutzhauben. 

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Helmträger sind in seinen Sesseln absolute Exoten. Genauso wie Nichtraucher in den zahlreichen urigen Berghütten. Besonders gemütlich: die Hany Bany an der Piste Nummer 7 mit ihrem riesigen offenen Kamin in der Mitte. In dem gart Koch Deda Kohl im Tontopf, 23 Stunden lang. Deswegen wird die Glut die ganze Nacht bewacht. Das köstliche Lamm ist schon nach drei vier Stunden fertig. Ist mittags alles aufgegessen, entfacht Deda ein richtiges Feuer. Die Haute Volée aus Belgrad dringt bis hierhin gar nicht vor, sondern lümmelt sich bei Sonnenschein auf den Lounge-Möbeln der Terrasse des Grand Hotel oder vor der dem Tennisstar gehörenden Novak Bar, eingehüllt in Zigarettenqualm und beschallt von lauter Musik. 

Radio - so weit das Ohr hört

Keinen Rauch, aber Musikbeschallung gilt es auch in den Skiliften zu ertragen. Die Betreibergesellschaft - das staatliche Unternehmen Skijalista Srbije - hat einen Sponsorenvertrag mit einem Radiosender. So tönt unablässig Chartmusik, selbst im Sommer, wenn die Lifte stehen, obwohl der Kopaonik Nationalpark ist. Das stößt auch bei den Einheimischen auf Unverständnis. Insgesamt jedoch bescheinigt man Skijalista Srbije einen guten Job. Seit 2005 wurden zehn Sesselbahnen erneuert, fast alle Pisten mit Beschneiungsanlagen ausgestattet, auch der Service kann sich sehen lassen. Bei Schneefall fegen die Mitarbeiter am Einstieg die Sessel und sogar die Teller der Schlepplifte. 

Gegründet wurde die Station bereits 1964. Die meisten, den Schlafgebäuden der mittelalterlichen Klöster nachempfundenen Bauten, wurden in den 1980er-Jahren errichtet und prägen mit ihren tief heruntergezogenen Dächern, den Fachwerkfassaden und den Türmen und Erkern noch immer das Bild, das sich wohltuend unterscheidet von jenem alpiner Retortenorte. Auch landschaftlich hat Kopaonik seine Eigenart. Der alleinstehende, massige Gebirgsstock erhebt sein kahles Haupt hoch über das Umland. Weit geht der Blick in alle Richtungen, erst fern am Horizont ragen Gebirgszüge von ähnlicher Höhe auf, der Westbalkan an der Grenze zu Bulgarien und das 2760 Meter hohe Šar Planina an der Grenze zu Mazedonien. 

Andere Art des Après-Ski

Weit weg ist trotz Kopaoniks Status als serbisches It-Resort auch die Art des Après-Ski, für die vergleichbar positionierte Skiorte in Österreich bekannt sind - obwohl ein Bier hier nur 1,50 Euro kostet. Nach dem Skifahren ruht man sich erst Mal aus, geht vielleicht (natürlich bekleidet) in die (nicht wirklich heiße) Sauna oder den dampfenden Outdoor-Pool, bummelt durch die Ladenzeile mit ihren zahlreichen und für echte Schnäppchen guten Sportgeschäften. Erst nach einem späten Abendessen stürzt man sich ins Nachtleben, zum Beispiel im Alo Alo (Livemusik) oder im Pub (Achtziger-Rock aus dem Lautsprecher). Freitags und samstags ist es hier brechend voll und zwar bis in den frühen Morgen. Dann füllen sich die Pisten nur langsam, aber letztlich doch gewaltig. Wer Urlaub in Kopaonik macht, der sollte das Wochenende für andere Aktivitäten nutzen. Für eine Fahrt mit der Bergachterbahn, einen Flug an der Zipline, Tubing, Snowmobilfahren, Langlaufen oder Schneeschuhwandern. Auch Ausflüge in eines der nahegelegenen Weingüter oder zu orthodoxen Klöstern lohnen - eine Reise nach Serbien nur des Schnees wegen wäre schließlich so unvollständig wie die Titelsammlung seines größten Sporthelden. Die French Open hat Novak trotz seiner Dominanz noch nie gewonnen. 

Weitere Informationen: 

  • Skigebiet: 8 km Pisten, 23 Lifte, 1057 bis 1978 Meter. 
  • Preise: Der Tagespass kostet für Erwachsene 27 Euro, Kinder zahlen 20 Euro, der Fünftagepass kostet 85 Euro für Erwachsene und 59 Euro für Kinder (www.skijalistasrbije.rs/en/). 

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