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Skigebiets-Streit in Österreich

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Skigebiets-Streit in Österreich  

Wer ist der Größte im ganzen Land?

21.08.2015, 15:47 Uhr | Rainer Krause/srt

Skigebiets-Streit in Österreich. Wilder Kaiser-Brixental/Saalbach-Hinterglemm/Leogang mit Fieberbrunn. (Quelle: SRT-Archiv)

Wilder Kaiser-Brixental/Saalbach-Hinterglemm/Leogang mit Fieberbrunn. (Quelle: SRT-Archiv)

Die Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental und der neue Zusammenschluss aus dem Skicircus Saalbach-Hinterglemm/Leogang mit Fieberbrunn beanspruchen für sich den Titel "Größtes zusammenhängendes Skigebiet Österreichs".

Jahrelang warb die Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental damit, Österreichs größtes Skigebiet zu sein. Nun bekommt die Tiroler Skischaukel unerwartet Konkurrenz. Die auch bisher schon beachtliche 200 Pistenkilometer messende Skiregion Saalbach-Hinterglemm/Leogang im Salzburger Land und das Pistenrevier von Fieberbrunn schließen sich zum kommenden Winter zusammen und kommen nun auf 270 Abfahrtskilometer - und toppen damit die 264 zusammenhängenden Pistenkilometer des bisherigen Spitzenreiters. Möglich war das allerdings erst nach einer neuen Vermessung des Abfahrtsangebots des neuen Tandems. 

Schummeleien aufgedeckt

In den Alpen liegt das nächste Skigebiet oft zum Greifen nah. So war das auch am Reiterkogel oberhalb von Hinterglemm, wenn man nach Norden blickte. Nur der Hörndlingergraben trennte die Pisten von Fieberbrunn vom "Skicircus" Saalbach-Hinterglemm/Leogang. Der Graben ist ab der Wintersaison 2015/16 kein Hindernis mehr: Eine Zehner-Kabinenbahn verbindet dann die Talstation Reckmoos Süd auf Tiroler Seite mit dem Reiterkogel auf Salzburger Gebiet. Und weil vor zwei Jahren der Skijournalist und studierte Kartograph Christoph Schrahe erheblich Schummeleien bei der Angabe der Pistenkilometer aufgedeckt hatte, ließ man das neu entstandene Riesenskigebiet auch gleich neu vermessen - von Schrahe, der inzwischen inzwischen mit seinem Beratungsunternehmens Montenius Consult ein Qualitätssiegel "Geprüfte Pistenlänge" anbietet. 

Schrahes Messungen ergaben, dass der Saalbacher Skicircus statt der bisher angegebenen 200 Pistenkilometer in Wirklichkeit 217 hat. Und in Fieberbrunn ermittelte er 53 anstelle von bislang 40 Kilometern. In der Summe ist das ein Abfahrtsangebot von 270 zusammenhängenden Kilometern. Zusammenhängend ist dabei wichtig, denn beispielsweise am Arlberg werben die Bergbahnen mit 350 Kilometer Skiabfahrten. Nur verteilen sich diese auf mehrere nicht miteinander verbundene Skigebiete. Und ein bisschen so ist das auch beim bisherigen Spitzenreiter, der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental. Dort muss man das kleine, nicht angebundene Skigebiet von Kelchsau mit seinen 16 Kilometern Abfahrten vom Gesamtangebot von 280 Pistenkilometern abziehen. Es bleiben 264 Kilometer zusammenhängender Pisten, eben sechs weniger als bei der neuen Zwei-Länderskischaukel. 

Rekord als Entscheidungskriterium

Als das feststand, hat die frischgebackene Nummer 1 innerhalb weniger Tage alle Internetseiten auf den neuen Stand gebracht und entsprechende Werbe- und Pressetexte verfasst. Schließlich ist "die Größe eines Skigebiets heute für den überwiegenden Teil der Gäste eines der wichtigsten Entscheidungskriterien", so Helmuth Thomas, Geschäftsführer der Saalbacher Bergbahnen. Deshalb ist "für die Bergbahnen und Tourismusdestinationen des erweiterten Skicircus das Ergebnis von Schrahes Berechnungen von hohem Wert." 

In der Skiwelt Wilder Kaiser-Brixental wurde man von den neuen Tatsachen überrascht. Sprecherin Anita Baumgartner: "Wir haben unsere Angaben vergangenes Jahr nach den Kriterien des Seilbahnverbands überprüfen lassen und von einem Pistenplaner abmessen lassen. Das Ergebnis waren 265 Pistenkilometer, ohne Klechsau, Snowparks und Skirouten. Und das sind echte Pistenkilometer." Beim neuen Verbund rechne man dagegen auch Skirouten und Snowparks dazu. Man überprüfe aber derzeit noch einmal alle Messungen und werde dann die Zahlen für jede einzelne Piste im Internet darstellen. Zudem gebe es zur kommenden Saison neue Pisten in Hopfgarten und Brixen. 

Und selbst wenn sich dann die Skiwelt als Nummer 2 herausstellen sollte: "Für den Gast ist das schon bei der derzeitigen Größe unseres Skigebiets egal. Da zählen mehr der Komfort von Liften und Talstationen und vieles anderes wie zum Beispiel die Hüttenkultur und die Qualität des Angebots von Liften bis zu Kindereinrichtungen," gibt sich Baumgartner selbstbewusst. 

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