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Arlberg: Österreichs neues Mega-Skigebiet

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Arlberg  

Österreichs neues Mega-Skigebiet

30.11.2016, 16:12 Uhr | Angela Böhm, srt

Arlberg: Österreichs neues Mega-Skigebiet. Ski Arlberg ist Österreichs berühmtestes Skigebiet. Hier zu sehen: die Kandahr-Abfahrt von St. Anton. (Quelle: SRT /Angela Böhm)

Ski Arlberg ist Österreichs berühmtestes Skigebiet. Hier zu sehen: die Kandahr-Abfahrt von St. Anton. (Quelle: Angela Böhm/SRT )

Ski Arlberg ist Österreichs berühmtestes Skigebiet und ab dieser Wintersaison auch das größte: Ein spektakulärer Skirundweg führt über 65 Abfahrtskilometer und 18.000 Höhenmeter. Schauen Sie sich ein paar Eindrücke vom Arlberg auch in unserer Foto-Show an.

Durch eine faszinierende Bergwelt schnurren futuristische Gondeln von der Alpe Rauz über den Pass hinüber zum Trittkopf. Die neue Flexenbahn verschmilzt, was schon immer zusammen gehörte, zum größten Skidorado Österreichs. Entstanden ist ein Kreis über sieben Gipfel, sagenhafte 18.000 Höhenmeter und 65 Pistenkilometer von St. Anton nach Zürs und Lech bis Warth und zurück: Der "Run of Fame" - auf den Spuren der Helden im Schnee, die den Arlberg zur Wiege des Skifahrens machten.

Der erste Skiclub entstand Anfang des 19. Jahrhunderts

Angefangen hat es 1895 mit dem Pfarrer von Warth, Johann Müller. Der sah in einer Zeitschrift Bilder mit Menschen in Schweden und Norwegen, die sich auf Ski fort bewegten. Sofort ließ er sich aus Skandinavien per Post ein Paar schicken. Das sperrige Paket schleppte der Briefträger Jakob Felder vom Postamt Steeg ins Pfarrhaus nach Warth. Auf Ski schaffte der Gottesmann die Strecke von Lech nach Warth in eineinhalb Stunden.

Der erste Skiclub wurde 1901 im Arlberg-Hospiz gegründet und das Wedeln von einem Bauernbuben erfunden: 1903 bekam Hannes Schneider daheim in Stuben seine ersten Brettl. "Ich werde Geschwindigkeit ins Skifahren bringen", prophezeite er. Der Telemarkschwung, mit dem die Skifahrer im hohen Norden herum stocherten, war nicht geeignet für die hochalpinen Hänge in den Alpen.

Schneider entwickelte die berühmte Arlberg-Technik, gründete in St. Anton die erste Skischule der Alpen und lockte das erste Skihaserl. Leni Riefenstahl, die Berliner Göre und spätere Hitler-Regisseurin, war hingerissen von den Naturburschen im Schnee. Hintereinander verliebte sie sich in drei Skilehrer. Den Hannes machte sie zum Filmstar und den Arlberg mit ihrem Streifen "Der weiße Rausch" berühmt. In einer "Hall of Fame" an der Bergstation der Flexenbahn werden die Legenden nun mit ihrem aufregenden Leben und ihren berühmten Werken präsentiert.

Für die 65-Kilometer-Runde benötigt man einen ganzen Tag

Doch wer über die sieben Gipfel will, dem bleibt kaum Zeit für Geschichte. Der muss Geschwindigkeit bringen, um die 65-Kilometer-Runde zu vollenden. Ein durchschnittlicher Skifahrer braucht den ganzen Tag, um die Tour zu schaffen, rechnen die Experten der Arlberger Bergbahnen. Das heißt: früh raus aus den Federn, mit der ersten Gondel um 8.45 Uhr rauf auf den 2816 Meter hohen Rendl in St. Anton zum Startpunkt des "Run of Fame". Hinunter ins Tal rauschen. Auf der gegenüberliegenden Seite hoch auf die Valluga (2811 Meter) gondeln. Schnell ein Selfie knipsen auf dem kleinen Balkon der Bergstation. 

Hier bietet sich "der schönste Ausblick des Arlbergs", heißt es in der Werbung. Glattgebügelt schlängelt sich die Piste hinunter zur Alpe Rauz. Dort wartet die neue Flexenbahn für den Lift über den Pass auf den Trittkopf (2423 Meter) in Zürs. Hinüber geht's zum Madloch-Joch (2438 Meter) und hinein in eine spektakuläre Tourenabfahrt. Sie ist die größte Herausforderung der Runde. Sogar bei geübten Skifahrern steigt da das Adrenalin. Ein steiler Sessellift schaukelt vom idyllischen Dörfchen Stuben hoch zum Kriegerhorn (2173 Meter). Wie ein Adlernest klebt dort die Balmalpe mit einem berauschenden Ausblick zurück aufs Madloch.

Bequem schlängeln sich nun die Pisten in Lech abwärts und der "Run of Fame" über den Saloberkopf (2043 Meter) ins bescheidene und beschauliche Walserdorf Warth. Das gilt mit durchschnittlich elf Meter Neuschnee pro Jahr als eines der schneereichsten Gebiete Europas. Hier ist Halbzeit. Über den schroffen Rüfikopf (2362 Meter) hangelt sich die Tour nun zurück nach Zürs. Da heißt es tief durchatmen und Muskeln lockern auf der Rückfahrt mit der Flexenbahn zum Endspurt nach St. Anton.

Wer beim "Run of Fame" die letzte Gondel der Flexenbahn um 16 Uhr nicht mehr schafft, kann zum Glück noch den blauen Bus nehmen - die bisher einzige Verbindung, die nun als "Lumpensammler" dient. Andrea Saexinger von den Arlberger Bergbahnen verspricht: "Wir werden den Bus reduzieren, aber nicht ganz abschaffen. Damit auch die Langsameren noch ans Ziel kommen."

Weitere Informationen:

  • Der Arlberg ist nun das größte zusammenhängende Skigebiet Österreichs mit 305 Pistenkilometer und 87 Liften und Bergbahnen. Dazu kommen 200 Kilometer Tiefschneeabfahrten.
  • Skipass: Der Tagesskipass kostet in der Hauptsaison 52 Euro für Erwachsene, 31 Euro für Kinder und 47,50 Euro für Jugendliche und Senioren. Sechs Tage gibt es für 262 Euro (Erwachsene).
  • Anreise: St. Anton ist auch bequem mit dem Zug erreichbar. Vom Bahnhof sind es nur fünf Minuten zur Galzigbahn. 
  • Auskünfte: Arlberger Bergbahnen, www.abbag.com; Tourismusverband St. Anton, Dorfstraße 8 6580, St.Anton, Österreich, Tel. 0043/5446/22690, www.stantonamarlberg.com

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