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Deutschlands Skigebiets-Superlative

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Überraschende Superlative  

Das sind Deutschlands Rekord-Skigebiete

17.02.2017, 13:59 Uhr | Christoph Schrahe, srt

Deutschlands Skigebiets-Superlative. Fellhorn ist Deutschlands südlichstes Skigebiet. (Quelle: SRT /Michael Monschau/Tourismus Oberstdorf)

Fellhorn ist Deutschlands südlichstes Skigebiet. (Quelle: Michael Monschau/Tourismus Oberstdorf/SRT )

Kein anderes Land der Erde besitzt so viele Skigebiete, wie Deutschland! Das ist allerdings der einzige Weltrekord, den die Bundesrepublik in der weltweiten Skigeografie für sich beanspruchen kann. Doch auf nationaler Ebene gibt es so manche Skigebiete, die mit erstaunlichen Rekorden überraschen. Einige davon stellen wir auch in unserer Foto-Show vor.

Das größte Skigebiet: Garmisch-Classic

Der Klassiker unter den deutschen Schneesportarealen ist das Garmisch-Classic-Gebiet. Als einziger deutscher Austragungsort einer alpinen Ski-Weltmeisterschaft, regelmäßige Weltcup-Station und ehedem Gastgeber Olympischer Winterspiele braucht sich dieses Skigebiet auch international nicht zu verstecken - obwohl es mit seinen deutschlandweit spitzenmäßigen 40 Abfahrtskilometern im Vergleich mit den Größten der Welt nur ein Zwerg ist. Doch die Qualität der Abfahrten macht einiges wett. Die rassigen Talabfahrten, allen voran die legendäre Kandahar-Abfahrt mit ihren bis zu 92 Prozent Gefälle, lassen das Skisportlerherz höher schlagen.

Das höchstgelegene Skirevier: Zugspitze

Mit 2962 Metern ist die Zugspitze Deutschlands höchster Berg. Die Sesselbahn zum Schneefernerkopf führte einst bis auf 2830 Meter. Sie wurde 2003 demontiert. Heute reichen die Pisten immerhin noch bis auf 2700 Meter. Sie liegen im oberen Bereich auf dem Schneeferner. Damit ist das Zugspitzplatt auch das einzige Gletscherskigebiet der Republik. Sommerskibetrieb gab es hier aber zuletzt 1968, der Gletscher schmilzt und dürfte bald ganz verschwunden sein, der heißen Sommer wegen. Im Winter fällt nach wie vor reichlich Schnee, 18,7 Meter im Mittel der letzten 25 Jahre. Das bringt dem Zugspitzplatt auch den Titel schneereichstes Skigebiet Deutschlands ein. Die Zugspitze lässt so nicht nur alphabetisch, sondern auch flocken-quantitativ globale Pulver-Mekkas wie Andermatt (10,7 Meter am Gütsch), Argentière und Alta in Utah (13,2 Meter) weit hinter sich.

Der schneereichste Wintersportort: Balderschwang

Wer nicht nur tagsüber beim Skifahren im Schnee versinken, sondern auch abends die Romantik tief verschneiter Landschaften genießen möchte, der fährt am besten nach Balderschwang. In keinem Dorf der Republik fallen mehr als Balderschwangs rund sieben jährliche Meter Neuschnee. Die verdankt der Ort seiner Staulage am Rand der Allgäuer Alpen, gut 1000 Metern Meereshöhe und dem nahen Bodensee. Dieser gibt ordentlich Feuchtigkeit an die von Nordwesten heranbrausenden Wolken ab - die dann über Balderschwang in fester Form niedergeht. Genießen kann man das Ergebnis der so zahlreichen festen Niederschläge auf 27 Kilometer Abfahrten. Bei einem Tageskartenpreis ab 26 Euro ist der Kilometer Schnee zudem besonders preiswert.

Die schneesichersten Pisten: Skihalle Neuss

Am anderen Ende der Preisskala rangiert die Skihalle Neuss. Für zwei Pisten von 400 Metern Gesamtlänge sind bis zu 39 Euro für die Tageskarte zu berappen. Als Gegenleistung bietet der "Neusser Gletscher" jedoch 100-prozentige Schneesicherheit an 365 Tagen im Jahr. Zudem ist auch das Wetter kalkulierbar, die Temperatur beträgt konstant drei Grad minus, die Luftfeuchtigkeit annähernd 100 Prozent. Sonnenstunden? Leider Fehlanzeige. 

Das südlichste Skigebiet: Fellhorn

Auf Sonne satt kann man im südlichsten Skigebiet Deutschlands schon eher zählen, schließlich liegt das Skiareal Fellhorn/Kanzelwand so weit im Süden, dass es schon halb zu Österreich gehört. Die Zwei-Länder-Skischaukel verbindet das Allgäu mit dem Kleinwalsertal. Außerdem schneit es hier auch, wenn die Sonne scheint, der jüngst nochmals erweiterten Beschneiungsanlage sei Dank. Die 110 Schneeerzeuger können die 31 Abfahrtskilometer in 72 Stunden komplett mit Schnee eindecken.

Die leistungsfähigste Schneeanlage: Winterberg

Mit mehr als 220 Schneeerzeugern für rund 18 seiner 24 Pistenkilometer sticht das Skiliftkarussell Winterberg sämtliche anderen deutschen Skigebiete hinsichtlich der Schlagkraft ihrer Beschneiungsanlagen aus. Auf die Spitze treibt man es am Snowboard-Weltcuphang Poppenberg. Dort allein sorgen 27 Maschinen in nur einer Frostnacht für eine fahrbare Unterlage. Nach 72 Stunden liegt der Schnee hier meterhoch. Muss er auch, um dem wechselhaften Sauerländer Wetter standzuhalten. Diesen Winter gelang das gut, schon seit dem 12. November ist das Skiliftkarussell in Betrieb - eine Woche länger als die Zugspitze.

Der traditionsreichste Skiberg: Feldberg

Früh dran war auch der Feldberg. Sowohl was die Saison 2016/17 betrifft (Start ebenfalls am 12. November, aber zwischenzeitlich mussten die Lifte nochmal ausgeschaltet werden), als auch grundsätzlich. Im Februar 1891 bestieg ein gewisser Dr. Pilet mit "norwegischen Schneeschuhen" den Feldberg und das gilt als Geburtsstunde des Skisports in Deutschland. Das Areal am höchsten Schwarzwaldberg bietet heute 27 Kilometer Abfahrten. Die können Urlauber sogar kostenlos erleben, ab zwei Übernachtungen ist der Skipass im Zimmerpreis enthalten.

Die längste Abfahrt: Nebelhorn

Was der Feldberg an Meereshöhe hat, hat das Nebelhorn an fahrbarer Höhendifferenz, zumindest fast. Vom 2224 Meter hohen Gipfel des Oberstdorfer Hausberges fährt man über 1396 vertikale (und 7500 horizontale) Meter hinab in den Auftaktort der Vierschanzentournee - Republikrekord. Auf den letzten Metern der Abfahrt hat man einen schönen Blick auf die Schattenbergschanze. Beliebt ist das Nebelhorn vor allem bei Freeridern, des hochalpinen Terrains und der großen Schneemengen wegen.

Der nördlichste Lift: Bungsberg

So ganz und gar nicht alpin ist das Terrain am Bungsberg, auch wenn der Name Holsteinische Schweiz das suggeriert. Dort liegt der Bungsberg nämlich und ist damit das nördlichste Ski-Revier Deutschlands. Oft ist das Schleppseil, das über rund 200 Meter einen Moränenhügel hinaufführt, zwar nicht in Betrieb. Wenn doch, dann machen sich durchaus auch Schneesportler aus dem 111 Kilometer entfernten Hamburg auf den Weg. Schließlich ist ausgerechnet die Elbmetropole Heimat des mitgliederstärksten Skiclubs der Republik.

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