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Ibiza per Rad: Fit in den Frühling

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Ibiza per Rad: Fit in den Frühling

24.02.2011, 14:17 Uhr | Armin Herb/srt

Ibiza per Rad: Fit in den Frühling  . Ibiza mit dem Rad erkunden. (Foto: imago)

Ibiza mit dem Rad erkunden. (Foto: imago)

Bei Ibiza denken die meisten nur an heiße Strandpartys, bunte Hippiemärkte und lange Disconächte. Das trifft aber nur für die Ferienzeiten zwischen Mai und September zu. Im milden Frühling lassen sich schöne und abwechslungsreiche Radtouren unternehmen und die Kondition stärken. Bewundern Sie Ibiza auch in unserer Foto-Show.

Ibiza und ihre kleine Schwester

Ibiza und die kleine Nachbarinsel Formentera sind herrlich zum Radeln. Insider behaupten sogar, Eivissa, wie Ibiza bei den Einheimischen heißt, sei sogar attraktiver als die große Balearen-Nachbarin Mallorca und ein ausgesprochenes Radlerparadies. Die Geografie reicht von topfeben bis überwiegend hügelig, zuweilen auch bergig, von steppenkarg bis üppig bewaldet. Und seit einiger Zeit weisen auf der ganzen Insel braune Holzschilder den Weg zu mehr als zwanzig verschiedenen Rad- und Mountainbiketouren unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade. Die kleine, flache Nachbarinsel Formentera dagegen bietet sich vor allem für den Genussradler an. Allerdings ohne Radwegschilder, aber dort kann man sich auch nur schwer verfahren.

Eine Insel - zwei Gesichter

Außerhalb der Hauptsaison scheint Ibiza wirklich wie ausgewechselt: die Drehzahl nur halb so hoch, die Menschen freundlich entspannt, und in jedem Strandcafé findet sich sofort ein freies Plätzchen für eine Pause bei Café con leche. Wer sich dann noch in einer der liebevoll restaurierten Fincas im Inselinneren einquartiert, der spürt die absolute Ruhe. Selbst der Hahn auf dem Nachbarhof scheint morgens rücksichtsvoll etwas später als gewohnt zu krähen. Aber Radler steigen am besten früh aus den Betten. Vor allem, weil vor zehn Uhr auf Ibizas Straßen nicht viel los ist, schon gar nicht auf den kleinen Nebenrouten.

Teilweise wird es ziemlich steil

Schöner Startpunkt ist die Region um Sant Miquel de Balansat, einem sympathischen Dorf in der Nähe der Nordküste. Hoch über dem Ort thront auf einem Hügel eine wehrhafte Kirche aus dem 14. Jahrhundert. Einige Ecken Ibizas erfordern etwas Kondition wegen steiler Anstiege und Abfahrten. Etwa die zerklüftete Nordküste mit ihren versteckten kleinen Strandbuchten. Abseits der Hauptstraßen führen die Radrouten kreuz und quer durch die Felder, mal auf Asphalt mal auf fester Erde, ab und zu steinig und holprig, vorbei an Mandel- und Olivenbäumen.

Strände mit Karibikfeeling

Stadtluft schnuppert man erst wieder in Sant Antoni de Portmany, der Beach- und Badestadt. Viele Radler fahren nur durch auf dem Weg an die Westküste. Dorthin, wo sich am Steilhang pompöse Villen mit unverbaubarem Meerblick verstecken. Strände mit Karibikfeeling gibt es zu entdecken: einsame Traumbuchten am türkisblauem Meer und eine strahlend weiße Jacht liegt vor Anker. Aber die Segler wissen sicher nicht, wie schön es hier zu radeln ist, zwischen Cala Tarida, Cala Vedella und Cala des Cubells, auch wenn die gepflegten Berg-und-Tal-Sträßchen ganz schön in die Beine gehen.

Kaum Kultur, aber viel Natur

Ibiza ist reich an Pinien, hochklassige Kulturdenkmäler finden sich eher selten. Ausnahme ist die Hauptstadt Eivissa, die bereits von den Karthagern gegründet wurde. In der Dalt Vila, der Oberstadt, wohnen seit mehr als 2000 Jahren Fischer und Handwerker. Das Viertel mit seinen verwinkelten Gassen und steilen Treppen gehört zum Unesco-Welterbe und zählt zu den schönsten Städten am Mittelmeer. Eine Erkundung per Fahrrad entpuppt sich allerdings zum Hindernislauf mit Schieben und Tragen.

Auch schöne Strecken für Langsamfahrer gibt es nebenan

Wer lieber gemütlich dahinradeln möchte, der nimmt am besten die Fähre nach Formentera. Auf der nahen Nachbarinsel droht nur eine ernst zu nehmende Steigung, die 200 Höhenmeter hinauf nach El Pilar de la Mola. Ansonsten geht's gleich vom kleinen Fährhafen La Savina eben dahin. Vorbei an alten Salinen, die heute ein Naturpark sind, und am Estany Pudent, dem "stinkenden See", hinüber nach Es Pujols, einem gemütlichen Bade- und Fischerort. Die Hauptstraße mit rotem Radstreifen führt schnurgerade in der Inselmitte gen Osten. Dort wollen die meisten hin, zum Leuchtturm Far de la Mola. Autoverkehr stört in der Nebensaison kaum. Radfahrer kämpfen nur hin und wieder gegen einen unsichtbaren Gegner - den Gegenwind, und gegen die besagte Serpentine hinauf nach El Pilar. Dort oben erwartet den angestrengten Freizeitradler ein phantastischer Ausblick über die gesamte Insel - über die schier endlosen Strände, das tiefblaue Meer und die steilen Klippen.

Ein Highlight folgt dem anderen

El Pilar de la Mola ist ein verschlafenes kleines Nest mit schmucker Kirche, einer restaurierten Windmühle und zwei, drei Bars. Und am Ende der Straße ist auch Formentera schon zu Ende. Am Leuchtturm stürzt die Insel fast 200 Meter tief senkrecht ins leuchtend blaue Mittelmeer. Kehrtwende und auf zum Nordende, zur Platja de ses Illetes und Platja de Llevant, den herrlichen Stränden hinter Dünen im Naturpark Ses Salines. Die Nordspitze der Insel wird dort schmal wie ein Fußballfeld, von Ost nach West misst sie kaum noch 50 Meter. Feinster Sand links und rechts des Weges. Eine sanfte Erholungslandschaft für alle Sinne. Nur der ruppige Fahrweg passt hier nicht mehr so ganz zum Genussradeln.

Weitere Informationen:

Anreise: Von April bis Oktober fliegen von mehreren deutschen Flughäfen, auch mehrmals wöchentlich, Ferienjets direkt nach Ibiza. Formentera erreicht man per Fähre in rund 30-40 Minuten ab Ibiza-Stadt (Abfahrt stündlich, teilweise auch öfter).

Organisierte Radreisen: Gruppenreisen nach Ibiza bieten unter anderem die Spezialveranstalter Wikinger und Natours an.
Wikinger Reisen GmbH, Kölner Straße 20, 58135 Hagen, Tel. 02331/904-6, Fax 904-740, mail@wikinger.de, www.wikinger-reisen.de.
Natours Reisen GmbH, Untere Eschstr. 15, 49179 Ostercappeln, Tel. 05473/9229-0, Fax 05473/8219, info@natours.de, www.natours.de.

Karten/Literatur: Die ideale Allround-Info bietet "Ibiza & Formentera" aus dem Michael Müller Verlag, 256 S., 15,90 Euro. Sehr gut zur Orientierung: Kompass-Karte WK 239 1:50.000 "Ibiza, Formentera" zu 8,95 Euro. Radtouren-Tipps mit Höhenprofil und Kartenskizze: "Führer der Radwanderrouten auf Ibiza", erhältlich vom Tourismusbüro auf Ibiza.

Allgemeine Auskunft: Spanisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstenstr. 63, 10707 Berlin, Tel. 030/8826-543, Fax 8826-661, www.spain.info, www.ibiza.travel (allgemeine touristische Tipps, aber auch detaillierte Routenempfehlungen zum Radwandern und Mountainbiken).

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