Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Reiseziele >

Freizeitparks in Spanien: Ein Las Vegas in der Wüste Aragoniens

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Spanien  

Las Vegas mitten in Europa

10.12.2007, 12:37 Uhr | AFP

In Spanien entsteht ein Freizeitpark der Superlative. (Foto: afp)In Spanien entsteht ein Freizeitpark der Superlative. (Foto: afp)Ein Hauch von Las Vegas könnte schon bald durch Nordspanien wehen. Mitten in der Wüste Aragoniens soll eine Stadt aus dem Boden gestampft werden, in der sich alles ums Glücksspiel und ums Freizeitvergnügen dreht. 32 Hotel-Casinos, mehrere Freizeitparks, ein Golfplatz, eine Galopprennbahn, ein Opernhaus, Museen und Wohnviertel sind geplant. Investoren wie Lokalpolitiker hoffen, dass das ehrgeizige Projekt die Touristen künftig in Scharen anlockt. Am kommenden Mittwoch soll das Projekt "Gran Scala" im Beisein aller Investoren, Architekten und Ingenieure in Saragossa der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

#

Foto-Serie So schön ist Spanien
Online-Reiseführer Entdecken Sie Spanien
Mit dem Flugzeug verreisen?

#

#

Das erste Projekt seiner Art

Die International Leisure Development (ILD), ein in Großbritannien ansässiges Investoren-Konsortium, hat das Vorhaben auf den Weg gebracht. Ihre Ziele sind ehrgeizig. Pro Jahr rechnen die Kapitalgeber mit 25 Millionen Besuchern, bei einer maximalen Kapazität von bis zu 35 Millionen Gästen. Von einer "Freizeitstadt für alle Altersgruppen", schwärmt Jaime Riera, einer der wenigen spanischen Investoren. "Es wird die erste europäische Stadt dieser Art sein." Etwa eine Autostunde von Saragossa entfernt, liegt die Steppe von Los Monegros bislang noch karg und relativ öde da. Doch schon bald sollen auf einer Fläche von 2000 Hektar die Touristen flanieren. Sämtliche Attraktionen werden den Plänen zufolge um 16 historische Themen von der Steinzeit über die Antike bis zur Gegenwart gegliedert werden. Für eine gute Erreichbarkeit sollen zwei dreispurige Straßen und eine Straßenbahn sorgen.

Popularität für Aragonien

Unklar ist noch, wann das vorläufig "Gran Scala" getaufte Projekt vollendet sein soll. Sicher ist aber, dass die regionale Regierung Aragoniens grünes Licht für das 17 Milliarden Euro teure Vorhaben gegeben hat. Vor allem über die rein private Finanzierung sind die Politiker entzückt. Sie erhoffen sich zugleich mehr Popularität für Aragonien, das bislang immer im Schatten der touristischeren Regionen Andalusien und Katalonien stand. "Das ist ein interessantes Projekt. Wir haben uns bemüht, alle notwendigen Startbedingungen zu schaffen", erklärt ein Regierungssprecher Aragoniens. Zugleich habe man angesichts von 30. 000 angepeilten neuen Jobs hohe Erwartungen an die geplante Freizeitstadt.

Natürliche Vorzüge der Gegend

Die Initiatoren des Projekts sind mit diesem wohlwollenden Empfang äußerst zufrieden und rühmen im Gegenzug die natürlichen Vorzüge der 1,2 Millionen Einwohner zählenden Region. Sie setzen auch auf die touristischen Nachwirkungen der Weltausstellung Expo im kommenden Jahr in Saragossa, für die die Infrastruktur Aragoniens gerade modernisiert wird. "Eine modernisierte Infrastruktur, der gute Ruf Aragoniens und die Kurzentschlossenheit der hiesigen Politiker machen das Projekt so reizvoll", sagt der Franzose Didier Rancher, dessen Team zwei Freizeitparks namens Spyland und Acquantica errichten will. Bei Spyland, einem großen Park über die Geschichte der Geheimagenten, hatten die französischen Planer zunächst an Dubai als Standort gedacht, wo das Projekt dann aber eingefroren wurde.

Nachhaltiger Freizeitpark

Auch in Frankreich kam der Park nicht zu Stande, vor allem wegen der "Animositäten" der örtlichen Politiker, wie es heißt. Nun sollen Spyland und der Wasserpark Acquantica in der Steppe von Los Monegros auf 100 Hektar hochgezogen werden. Spätestens Ende 2008 könnten den Angaben zufolge die Bagger rollen. Doch es gibt auch kritische Stimmen. Adolfo Barrena, Abgeordneter der ökologisch-kommunistischen Koalition Izquierda Unida (IU), macht ökologische Bedenken geltend. Das Konzept sei nicht nachhaltig, moniert er. Das weisen die Initiatoren von ILD zurück. Sie versprechen, dass die Spielautomaten, Freizeitparks und Hotels des "europäischen Las Vegas" überwiegend mit Sonnen- und Windenergie betrieben werden.

#

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Arbeiter entdecken wahres Ungetüm

Die 400 Kilogramm schwere Anakonda konnte nur tot geborgen werden. Video

Anzeige

Shopping
Shopping
Stärken Sie Ihr Immunsystem für die kalte Jahreszeit

Vitamine und Mineralien zu reduzierten Preisen. Jetzt bestellen und sparen! zu DocMorris

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de
Reisethemen von A bis Z

Anzeige
shopping-portal