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Katalonien: Das Städtchen La Garriga schwelgt im Jugendstil

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Katalonien  

Insider-Tipp: La Garriga

11.03.2008, 17:31 Uhr | srt

In die Gegend um La Garriga verirren sich noch nicht viele Touristen (Foto: srt)In die Gegend um La Garriga verirren sich noch nicht viele Touristen (Foto: srt)Sommerfrische vor den Toren Barcelonas: La Garriga schwelgt im Jugendstil. Im katalanischen Städtchen La Garriga sind zahlreiche Bauten im Modernisme, dem katalonischen Jugendstil, erhalten - dazu sprudeln in dem Kurbad heiße Thermalquellen.


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Katalonische Architektur des Jugendstils

Der Spaziergang über die Promenade El-Passeig gleicht einer Reise in die Vergangenheit: Über einen Kilometer säumen liebevoll restaurierte Jugendstil-Villen die Allee im Zentrum von La Garriga. Noch heute gehört der über sechs Meter breite Sandweg den Fußgängern. Im Schatten der Platanen lässt es sich bequem schlendern und einen Blick auf die verspielten Formen des Modernisme werfen: schmiedeeiserne Balkone mit geschwungenen Balustraden, Fenster mit geometrischen Keramik-Umrandungen, Steinsockel mit bunten Mosaiken und verschachtelte Erker und Türmchen.

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Gaudís Vermächtnis

Ende des 19. Jahrhunderts verbrachten die Reichen von Barcelona in dem katalanischen Städtchen ihre Sommerfrische und genossen die kühle Luft der Waldgebiete des Vallès Oriental. Ihre Villen ließen sie von Manuel Joaquim Raspall bauen. Der Architekt gehörte zu den Vertretern des Modernisme, jener katalanischen Form des Jugendstils, die vor allem durch die Bauten von Antonio Gaudí in Barcelona berühmt geworden ist. Raspalls Markenzeichen ist die so genannte Illa, ein von mindestens drei Straßen umgebenes Grundstück mit mehreren Wohnhäusern. Das berühmteste Ensemble, der Raspall Block, findet sich am Anfang der Platanen-Allee. Aber auch beim Bummel durch den Ort stößt man immer wieder auf restaurierte Jugendstil-Gebäude. Selbst die Fassade des Haushaltsladens ist mit glasierten Kacheln und geschwungenen Schriftzügen geschmückt.

Oase für gestresste Städter

Obwohl La Garriga gerade einmal 25 Kilometer von Barcelona entfernt ist, verirren sich nur wenige Urlauber hier her. Am Abend treffen sich die Einheimischen auf dem Kirchplatz im Café, und in den von außen oft unscheinbaren Restaurants findet man typisch katalanische Küche. Seit 2005 das Thermalhotel Gran Hotel Balneario Blancafort neu eröffnet wurde, kommen zunehmend auch wieder gestresste Städter in den einstmals berühmten Kurort, um hier neue Kräfte zu tanken. Schon die Römer entdeckten die heilenden Quellen und später kurten hier Könige, Dichter und Künstler. Die Hotelanlage befindet sich in einem gepflegten Garten mit zahlreichen Skulpturen und altem Baumbestand. Den Kern bildet das ehemalige Dreisternehotel. Daran schließt sich der flache Bau des Thermalzentrums an, auf dessen Dach sich die in einen Palmengarten eingebettete Poollandschaft befindet. Die Thermalbecken mit ihren geziegelten Gewölben und den bunten Wandfresken sind den römischen Bädern nachempfunden. Die stilvolle orientalische Zone huldigt dagegen dem Wellness-Boom und bietet exotische Massagen zwischen Buddha-Statuen und Orchideen.

Auf den Spuren von Raspall

Wer will, kann auch in der Umgebung von La Garriga den Spuren von Jugendstil-Architekt Raspall folgen. In den Orten Cardedeu, L'Ametlla del Vallès oder Granollers baute er zahlreiche Wohnhäuser und ein Rathaus, gestaltete Gärten und sogar einen Friedhof. Auch bei der Fahrt durch die abwechslungsreiche Hügel- und Berglandschaft stößt man immer wieder auf den Modernisme und bestaunt etwa die kunstvoll geschwungenen, schmiedeeisernen Bänke am Aussichtspunkt bei Sant Feliu de Condines. Nicht weit entfernt liegt Caldes de Montbui mit seinen gut erhaltenen Ruinen römischer Thermalbäder. Das kleine Museum huldigt nicht nur der Kultur des Wassers, sondern beherbergt auch Werke von Pablo Picasso. Noch immer entspringt das Heilwasser aus der so genannten Löwenquelle mit 76 Grad und speist auch das Thermalbecken des nahe gelegenen Hotel Termes Victòria, dessen Geschichte bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht.


Gerona: zwischen Meer und Gotik

Kulturinteressierte sollten auch einen Ausflug nach Gerona einplanen. Die am Onyar-Fluss gelegene Provinzhauptstadt besitzt nicht nur eine verwinkelte Altstadt mit steilen Treppen und engen Gassen, sondern auch eine trutzige Kathedrale. Neben dem weltweit breitesten gotischen Schiff beeindrucken zahlreiche Kunstschätze wie ein Schöpfungs-Gobelin aus dem 12. Jahrhundert. Von Gerona ist es nur noch ein Katzensprung bis ans Meer. Selbst an der für ihren Touristenrummel bekannten Costa Brava findet sich auch hier noch so mancher nette Ort ohne hässliche Hotelklötze und Bratwurstbuden. Zum Beispiel der Fischerort Calella de Palafrugell, in dem sich direkt an den Strand gebaute, mit Arkaden gesäumte Häuser an kleine Sandbuchten schmiegen.

Weitere Informationen

Consorci de Turisme del Vallès Oriental, E-Mail: info@turismevalles.net, Internet: www.turismevalles.net. Das Museu Arxiu Tomàs Balvey in Cardedeu, (C.Dr.Daurella 1, 08440 Cardedeu, Tel. 0034/93/8713070) bietet auch englischsprachige Touren auf der Raspall-Route an. Anreise: Barcelona wird von zahlreichen Fluglinien angeflogen. Vom Flughafen erreicht man La Garriga am einfachsten mit dem Mietwagen (55 Kilometer). Nach Barcelona sind es 25 Kilometer. Unterkunft: Gran Hotel Balneario Blancafort, Cl. Mina 7, ES-0530 La Garriga/Barcelona, Tel. 0034/93/8610294, E-Mail: info@balnearioblancafort.com, Internet: www.balnearioblancafort.com, Übernachtung mit Frühstück ab 120 Euro pro Person. Das Hotel ist auch über Fit Reisen (Ravensteinstr. 2, 60385 Frankfurt, Tel. 069/4058850, Fax 40588512, E-Mail: kontakt@fitreisen.de, Internet: www.fitreisen.de) zu buchen.

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