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Städtereisen - Granada: Frühlingsgefühle bei Tapas und Flamenco

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Granada  

Granada: Frühlingsgefühle bei Tapas und Flamenco

04.04.2008, 14:57 Uhr | srt

Der Löwenhof in der Alhambra-Festung fasziniert mit aufwendigen in Stein gemeißelten Details (Foto: Imago)Der Löwenhof in der Alhambra-Festung fasziniert mit aufwendigen in Stein gemeißelten Details (Foto: Imago) Im Frühling bezaubert die andalusische Stadt Granada durch die verführerische Mischung aus arabischem Flair, spanischer Lebensfreude und paradiesischer Natur. Tauchen Sie ein in die historischen Mauern des einstigen Kalifenpalastes Alhambra - mit Geschichten aus neun Jahrhunderten.
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Frühlingserwachen in Granada

Über den Gärten der Alhambra liegt zarter Blütenduft. Blau, Rot, Gelb, Orange und Lila leuchten die Beete. Jasmin, Rosen und Jacarandas blühen um die Wette. Im Garten des Generalife, des maurischen Sommerpalastes, schwirren Bienen umher. Orangen- und Zitronenbäume verbreiten süßen Duft. Hier und da plätschert ein Brunnen oder rauscht ein Bach. In dem kleinen Teich im Innenhof des einstigen Kalifenpalastes spiegelt sich die goldgelbe Fassade der alten Residenz im Wasser wider. Die Palmen werfen fransige Schatten. Hoch über den Mauern der Festung schimmert die schneebedeckte Silhouette der Sierra Nevada. Die Araber wussten, warum sie sich in Granada niederließen: Sie zog vor allem die grandiose Lage des Ortes an. Kaum ein anderer Platz bot ihnen so viel Schutz vor Angreifern.

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Anmutige Alhambra

Mit Blick über das gesamte Tal thront die Alhambra stolz auf einem Hügel, nahezu uneinnehmbar für Feinde. Ihre Existenz verdankt die Festung den Nasriden (eine maurische Dynastie des Nasridenreiches in Granada 1237–1492), die im 13. Jahrhundert mit dem Bau begannen. Obwohl fast ganz Spanien zu dieser Zeit bereits wieder in christlicher Hand war, trotzten Granada und Teile Andalusiens noch fast 300 Jahre den christlichen Attacken. Erst 1492, im Jahr von Christoph Columbus' Entdeckung Amerikas, übergab Boabdil, der letzte maurische König Spaniens, die Stadt den katholischen Königen.

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Die Alhambra: einst Festung - heute Touristenmagnet

Heute ist die Alhambra mit dem malerischen Nasriden-Palast, der pompösen Palastanlage Karls V. und den verwunschenen Gärten nicht nur die Hauptattraktion der Stadt, sondern auch eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens. Rund zwei Millionen Besucher steigen jährlich die Stufen zur Festung hinauf. Wer sich in der Hochsaison in die Zeit der arabischen Herrscher zurückversetzen will, der sollte allerdings gute Nerven haben oder extrem früh aufstehen, denn oft bilden sich an den Kassenhäuschen lange Schlangen. Die Wartezeit kann gut und gerne zwei Stunden betragen.

Maurische Zeitzeugen

Auch außerhalb der Mauern sind die Einflüsse aus acht Jahrhunderten maurischer Herrschaft allgegenwärtig. Das alte arabische Viertel Albaicín unterhalb der Alhambra mit seinen verwinkelten Gassen und weiß gekalkten Fassaden versprüht noch immer den Charme einer mittelalterlichen arabischen Medina. Hinter den mit Glyzinien umrankten Fassaden und in den dicht bewachsenen Innenhöfen laden dutzende Teestuben und urige Bars zum Verweilen ein. Den arabischen Markt säumen winzige Ladennischen, in denen Händler Kunsthandwerk, Schmuck, Tee und Gewürze anbieten. Beliebter Treffpunkt der Einheimischen ist auch die Plaza Bib-Rambla im Herzen der Altstadt. Lachend lassen sich Heerscharen von Jugendlichen am frühen Abend auf den Bänken nieder und diskutieren ausgelassen. Zwischen Stakkatosalven in Spanisch trägt der Wind hin und wieder auch deutsche und englische Wortfetzen herüber - Granada ist mit seiner Universität und dutzenden Sprachschulen auch bei Studenten aus dem Ausland ein immer beliebteres Ziel.

Kein Granada-Aufenthalt ohne Flamenco-Show

Nach Sonnenuntergang strömen Einheimische wie Touristen dann durch die Gassen der Altstadt, nehmen hier einen Drink, essen dort ein paar Tapas. Vertraut man den Aussagen der Einwohner, so gibt es in keiner anderen spanischen Stadt eine solche Dichte an Bars und Tavernen wie hier. Und an Flamenco-Lokalen. Der feurige Tanz ist am Río Darro nämlich ebenso zu Hause wie im benachbarten Sevilla. Unzählige Bühnen und Theater streiten sich darum, die spektakulärste Flamenco-Show zu bieten. Auf Plakaten, Postern und Leinwänden werben sie in der ganzen Stadt um Kunden. Am ursprünglichsten lässt sich der Tanz allerdings in einer der Flamenco-Kneipen am Sacromonte, dem Zigeunerviertel, erleben. Die Häuser sind teilweise in den Berg hineingebaut, die Räume liegen in Felshöhlen tief unter der Erde. Bei Tapas, Fleisch vom Grill und viel Rotwein wird der Tanz in authentischer Atmosphäre vorgeführt. Natürlich können neugierige Besucher auch selbst das Tanzbein schwingen: Viele der so genannten Ventas bieten Tanzkurse für Touristen an.

Ein Traum aus 1001 Nacht mitten in Spanien

Mit seinem üppigen Programm an Theater, Musik und Tanz genießt Granada den Ruf der kulturellen Hauptstadt Andalusiens - noch vor Sevilla und Córdoba. Ganz nebenbei beherbergt die Stadt aber auch eine Reihe weiterer Attraktionen. Zum Beispiel die riesige Renaissance-Kathedrale Santa María de la Encarnación und die Capilla Real, die königliche Kapelle am Rande der Kathedrale, in der zwei der großen spanischen Nationalhelden begraben liegen: die Katholischen Könige Isabella von Kastilien und Ferdinand von Aragón. Sie befreiten das Land einst von der Herrschaft der Araber. Gleich nebenan sind die Sarkophage von Johanna der Wahnsinnigen und ihrem Ehemann Philipp des Schönen aufgebahrt. "Quien no ha visto Granada, no ha visto nada" (Wer Granada noch nicht gesehen hat, der hat nichts gesehen), hört man so manchen Einheimischen angesichts der vielen Superlative gerne über die eigene Stadt sagen. Für Außenstehende klingt dieses Sprichwort ein wenig überheblich. Und so halten es viele Besucher, die von ihrer Reise erzählen, lieber wie der spanischen Dichter und Lyriker Frederico García Lorca. Seine Heimatstadt, so Lorca, sei für nichts als "Traum und Träumerei" gemacht worden.

Weitere Informationen

Spanisches Fremdenverkehrsamt, Kurfürstendamm 63, 10707 Berlin, Tel.: 030/8826543, Fax: 8826661, E-Mail: berlin@tourspain.es, Internet: www.tourspain.es. Eintrittskarten: Aufgrund der großen Nachfrage und der begrenzten Tageskapazität können die Karten schon ein bis zwei Monate im Voraus vergriffen sein. Deshalb wird empfohlen, die Tickets im Voraus zu buchen. Öffnungszeiten: Von November bis Februar: Montag bis Sonntag 8:30 bis 18 Uhr, Freitag bis Samstag 20 bis 21:30 Uhr. Von März bis Oktober: Montag bis Sonntag 8:30 bis 20 Uhr. Dienstag bis Samstag 22 bis 23:30 Uhr. Mehr Informationen dazu: www.granada-online.de.

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