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Teneriffa fasziniert zu jeder Jahreszeit

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Vielseitige Kanareninsel  

Teneriffa fasziniert zu jeder Jahreszeit

03.04.2015, 15:24 Uhr | Sabine Metzger, srt

Teneriffa fasziniert zu jeder Jahreszeit. Auf Teneriffa herrscht das ganze Jahr angenehmes Klima. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auf Teneriffa herrscht das ganze Jahr angenehmes Klima. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

"Fahr doch mal nach Teneriffa", damit liegen mir meine Eltern seit Jahren in den Ohren. Regelmäßig entfliehen sie im März dem endlos anmutenden Winter in Deutschland, genießen warme Sonnenstrahlen, gepflegte Hotelanlagen und gutes Essen auf der immerwarmen Kanareninsel. Soll das wirklich etwas für mich sein? Ich, die bevorzugt mit Wanderschuhen individuell unterwegs ist, Kultur, aber genauso auch das Meer liebt und einem Stadtbummel nicht abgeneigt ist?

Nach einer zweiwöchigen Rundreise im Mietwagen quer über die Insel steht fest: Auch ich habe mich verliebt in die Schönheit und die Vielfältigkeit Teneriffas und die Gastfreundschaft der Tinerfeños. Wo sonst bringt man so viele Urlaubsinteressen besser unter einen Hut als hier. Und das das ganze Jahr über bei etwa gleichbleibenden Temperaturen, die selbst im Hochsommer herrliche Wanderstunden erlauben. Das sind meine Favoriten:

Wale beobachten und mit Meeresschildkröten tauchen

In ruhigen und gleichmäßigen Bewegungen tauchen die Flossen neben dem Katamaran auf. Sie gehören einer Familie Grindwale. Die Stimmung auf dem Boot ist beinahe andächtig. Selig blicken alle aufs tiefblaue Wasser, im Hintergrund läuft leise Musik. Die kleine Walfamilie scheint sich wohl zu fühlen als "Eskorte". Mit ihren sieben Metern Länge sind die Grindwale nicht ganz so stattlich wie Pottwale, aber dafür das ganze Jahr über im bis zu 3000 Meter tiefen Atlantik zwischen Teneriffa und La Gomera anzutreffen.

Ein Höhepunkt - der Pico del Teide

Einmal im Leben sollte man den formvollendeten Kegel des Pico del Teide, das Dach Spaniens, erklimmen. Mit 3718 Metern kann es der Teide mit so manchem Alpengipfel aufnehmen. Auf rund 2200 Meter über dem tiefblauen Atlantik beginnt die Tour im Nationalpark Cañadas del Teide. Gigantisch ist die Lavalandschaft, beeindruckend das karge, trockene Niemandsland. Rötlicher Kies knirscht unter den Wanderstiefeln. Im Sonnenlicht leuchten die Blüten der Tajinaste, des Teide-Natterkopfs, in kräftigem Rot.

Insgesamt sechs Stunden dauert die Tour, Kondition und Trittsicherheit sind Voraussetzung. Ein unvergessliches Erlebnis ist die Übernachtung in der Berghütte Altavista in 3270 Meter Höhe, um dann am nächsten Morgen einen beeindruckenden Sonnenaufgang am Krater des Pico Teide zu erleben. Ich kann mich nicht satt sehen, ehrfürchtig ob all dieser Schönheit, dem Rausch an Farben, Felsen und dem in der Ferne glitzernden Meer.

Per Tram von der neuen in die alte Hauptstadt

Chic und trendy präsentiert sich die Inselhauptstadt Santa Cruz mit ihrer charmanten Mélange aus kolonialem Flair und avantgardistischer Architektur. Kühn schwingt sich die Silhouette des Konzertsaals Auditorio in den tiefblauen Himmel, daneben das aus schwarzen Lavaquadern errichtete Castillo de San Juan. Ebenfalls an der Meeresfront fasziniert der von César Manrique entworfene Parque Marítimo mit seinen türkisfarbenen Pools im schwarzen Lavafelsen.

Ein Geniestreich war die Verlegung der Küstenstraße unter die Erde an der Plaza de Espana. Besonders abends, wenn 500 gläserne Lampen in Form von Wassertropen den Bummel beleuchten. Stunden könnte man im Kulturzentrum Tenerife Espacio de las Artes (Tea) und dem Museo de la Naturaleza y el Hombre verbringen. Nur eine kurze, bequeme Trambahn-Fahrt von Santa Cruz entfernt lockt die Universitätsstadt und alte Inselhauptstadt La Laguna. Ein wahres Freilichtmuseum mit mehr als 40 historischen Unesco-Weltkulturerbe-Gebäuden.

Bezaubernder Norden

Teneriffas Norden ist reich an historischen Zentren, pittoresken Dörfern und verschwiegenen Piratendörfern. Die Hafenstadt Garachico, 1496 von dem Genuesen Cristóbal de Pinte gegründet, erzählt mit ihren prächtigen Herrenhäusern, Klöstern und Kirchen von seiner glanzvollen Zeit. Ein kleiner, aber feiner Übernachtungstipp ist das Hotel La Qinta Roja, ein renovierter Adelssitz der gleichnamigen Markgrafen La Quinta Roja aus dem 17. Jahrhundert.

Puerto de la Cruz lockt mit Kolonialhäusern, alten Palästen und verträumten Plätzen. Sehenswert ist auch Icod de los Vinos mit seinem 2000 Jahre alten Drachenbaum. Einer der schönsten und typischsten Orte ist La Orotava - besonders stimmungsvoll zeigt sich die Plaza der Iglesia de Nuestra Senora de la Concepción am Abend, wenn die dreischiffige Hallenkirche mit ihrer wuchtigen Kuppel und die umstehenden Häuser mit den Holzbalkonen angestrahlt werden.

Süße und salzige Verführungen

Natürlich interessiert mich auch, wie und wo die süßesten Früchtchen Teneriffas wachsen. Zu Füßen des Teide Nationalparks, im sattgrünen Orotavatal, liegt das ökologische Landgut El Patio von Loreta Fuertes Díaz. In den sechs liebevoll eingerichteten Ferienwohnungen wohnt man inmitten einer Bananenplantage und kann bei der Ernte helfen, im Pool planschen, die Ruhe, pflückfrische Bananen und die schmackhaften Gerichte des Slow-Food-Restaurants genießen.

Den besten Kuchen, den ich jemals gegessen habe, entdecke ich in der Pastelería El Aderno in der kleinen Stadt Buenavista del Norte. Neben traditionellem kanarischen Gebäck wie Merengues, Rosquetes und Truchas sind kleine Küchlein aus Schokolade, frischen Früchten und samtigen Biskuitteig die Stars von Zuckerbäcker Teobaldo Méndez. Zu süß? Abends stehen in den Restaurants "Papas arrugadas", in Meerwasser gekochte Kartoffeln mit Salzkruste, Safranfisch oder kräftige Knoblaucheintöpfe auf dem Tisch. Und natürlich Gofio, das geröstete Gerstenmehl der Guanchen, der Urbewohner der Kanaren.

Spanisch lernen in schönem Ambiente

Hola? Ich wollte doch schon immer Spanisch lernen! Die zahlreichen Sprachenschulen liefern den Grund für meinen nächsten Aufenthalt auf Teneriffa, bei dem ich das Nützliche mit dem Schönen verbinden werde. Schließlich sprechen weltweit rund 388 Millionen Menschen diese wunderbar melodische Sprache.

Ich habe mich in die Schule Don Quijote in Puerto de la Cruz verguckt, die seit knapp 15 Jahren Sprachkurse vermittelt. In einem typisch kanarischen Gebäude mit schmucken Innenhof, lichtdurchfluteten Hörsälen, der charmanten Leiterin Salomé Torrs und nur drei Fußminuten von der Playa de Martiánez an der Flaniermeile Avenida Colon entfernt. Es gibt übrigens auch Kurse für Schüler der Generation 50Plus. Wäre das nichts für Euch, liebe Eltern?

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