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Die gefährlichsten Inseln der Welt

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Trügerische Idylle  

Die gefährlichsten Inseln der Welt

10.02.2016, 11:52 Uhr | A. Jäger

Die gefährlichsten Inseln der Welt. Blick auf die Insel Riems. (Quelle: dpa)

Blick auf die Insel Riems. (Quelle: dpa)

Urlaub auf einer Insel, auf der sonst niemand seine Ferien verbringt - eine Wunschvorstellung vieler. Doch, Vorsicht: Hier trügt die Idylle! Auf diesen Inseln macht aus gutem Grund keiner Urlaub. Der englische "Telegraph" hat die gefährlichsten Inseln der Welt gekürt, die wir Ihnen auch in unserer Foto-Show vorstellen.

Viren auf Riems

Auf den ersten Blick wirkt diese Insel in der Ostsee äußerst idyllisch. Doch sie beherbergt die älteste virologische Forschungsstätte der Welt, gegründet 1910 von Friedrich Loeffler. In den 90er Jahren waren die wenigen Wohnhäuser noch für die Öffentlichkeit zugänglich, doch dies ist mittlerweile unterbunden. Wer hier hinein oder hinaus will, muss sich einer aufwändigen Prozedur unterziehen. Aktuell wird dort ein Tiergesundheitsforschungsinstitut gebaut und im Zuge dessen entstanden weitere Hochsicherheitslabors.

Die Schlangeninsel: Ilha da Queimada

Eine pittoreske kleine Insel vor der Küste Brasiliens - keine Menschenseele weit und breit. An der steinigen Küste steht ein Leuchtturm - in der Nähe liegt das verlassene Haus des ehemaligen Leuchtturmwärters. Die ideale Gelegenheit zum Entspannen? Weit gefehlt! Denn die brasilianische Regierung hat aus gutem Grund das Betreten der Insel untersagt: Hier leben tausende Exemplare der Goldenen Lanzenotter - einer der giftigsten Schlangen der Welt. Aus diesem Grund trägt das Eiland auch den Spitznamen "Schlangeninsel".

Giftige Gase auf Miyake-jima

Die nächste gefährliche Insel heißt Miyake-jima und liegt im Pazifischen Ozean südlich von Japan. Auf der elf Kilometer langen Vulkaninsel leben rund 2300 Einwohner. Doch da der Vulkan in seiner Geschichte schon öfter ausgebrochen ist und seit 2005 ständig giftige Gase austreten, sind die Einwohner dazu angehalten, ständig eine Gasmaske parat zu haben - für den Notfall.

Saba - Insel der Hurrikans

Saba ist die kleinste Insel der Niederländischen Antillen in der östlichen Karibik. Sie beträgt rund 4,5 Kilometer im Durchmesser. "Oh wie süüüß!" - Achtung, diese Insel ist zwar klein, aber oho. Denn das winzige Eiland ist in den vergangenen 150 Jahren öfter von einem Hurrikan heimgesucht worden als jede andere Region des Erdballs.

Bikini-Atoll besser nicht betreten

Bikini-Atoll... Das klingt nach palmenreicher Insel im Pazifischen Ozean, Puderzuckerstrand und türkisblauem Wasser. Stimmt. Also rein in den Badeanzug und ab ins Wasser? Lieber nicht! Das Bikini-Atoll ist gleich wegen zwei gefährlicher Faktoren bekannt. Zum Einen war das Atoll Schauplatz gesundheitsschädlicher Kernwaffentests der USA zwischen 1946 und 1958. Erst 1997 kamen die ersten Siedler zurück, als die Insel für "sicher" erklärt wurde. Und da in den Gewässern nun kaum jemand fischt, hat sich die Population der ansässigen Haie vervielfacht. Badevergnügen? Fehlanzeige!

Milzbranderreger auf Gruinard Island

Ein paar Kilometer vor der schottischen Küste liegt Gruinard Island: grün, unbewohnt, idyllisch. Doch auch hier gilt: Vorsicht ist die Mutter der Porzellan-Kiste! Auf Gruinard Island wurden während des Zweiten Weltkrieges Versuche mit Milzbranderregern gemacht. Nach Abschluss der Versuche wurde festgestellt, dass die Sporen des Krankheitserregers in den Boden gesickert waren und diesen dauerhaft verseucht hatten. In den Achtzigern wurde die Insel dann mit Tonnen Formaldehyd "entseucht". 1990 erklärte das britische Ministerium die Insel für erneut bewohnbar - hin getraut hat sich bisher trotzdem niemand.

Nukleare Mülldeponie mit unbekanntem Risiko: die Farallon-Inseln

43 Kilometer westlich von San Franciscos Sehenswürdigkeit Nummer Eins, der Golden Gate Bridge, liegen die Farallon-Inseln im Golf der Farallones. Zwischen den Vierziger und Siebziger Jahren wurden vor den Inseln jedoch radioaktive Abfälle entsorgt. Doch laut "The Telegraph" sind genaue Lage sowie Umfang und Risiko ausgehend der Nuklearabfälle unbekannt. Angeblich solle es ungefährlicher sein, die Umweltsünden dort liegen zu lassen, als sie zu verlagern. Bis auf Forschungsstationen sind die Inseln unbewohnt. Nur eine große Population Seelöwen nutzt die Inseln - was wiederum andere Gäste anlockt: weiße Haie.

"Das größte an Menschen verübte Unglück durch Tiere"

Dieser Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde hört sich zunächst merkwürdig an. Doch auf Ramree Island vor Myanmar ist 1945 ein Desaster passiert, das an diesem Eintrag Schuld ist. Im Zweiten Weltkrieg kämpften auf Ramree Island britische gegen japanische Truppen. Rund 400 japanische Soldaten waren gezwungen, in die Sümpfe der Insel zu fliehen. Doch der Morast wurde ihnen zum Verhängnis, denn hier trafen sie auf die riesige Anzahl Salzwasserkrokodile, die auf Ramree Island leben.

Kokospalmen auf Danger Island

Rund 800 Kilometer südlich der Malediven liegt Danger Island. Die unbewohnte Insel ist rund zwei Kilometer lang und bietet Kokospalmen günstige Bedingungen zum Wachsen. Wer die Kokosnüsse jedoch ernten will, hat es schwer. Denn die Insel hat ihren Namen daher, dass Schiffsreisende vor ihr kaum ankern können. Besonders für die frühen Entdecker war dies ein großes Hindernis.



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