Startseite
Sie sind hier: Home > Reisen > Specials >

Flanderns Kulturstädte trumpfen auf (Anzeige)

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Von Mittelalter bis Moderne  

Flanderns Kulturstädte trumpfen auf

23.05.2016, 10:29 Uhr | t-online.de

Flanderns Kulturstädte trumpfen auf. Die Grafenburg Gravensteen. (Quelle: VISITFLANDERS)

Die Grafenburg Gravensteen. (Quelle: VISITFLANDERS)

Eine Reise in Flanderns Städte ist auch immer eine Reise zu großer Kunst: zu alten Meistern ebenso wie zu Street Art und Design, zu Zeugnissen des Mittelalters ebenso wie zu moderner Architektur. Hier entdeckt man die neuesten Innovationen in direkter Nachbarschaft zu jahrhundertealter Tradition. Schauen Sie sich die Kulturstädte auch in unserer Foto-Show an.

Weltkulturerbe und große Meister in Brügge

Das flämische Brügge gilt als eine der schönsten historischen Städte der Welt. So lag es nur nahe, dass die UNESCO die ganze Innenstadt im Jahr 2000 in ihre Weltkulturerbeliste aufnahm. Brügge ist die einzige Stadt Belgiens und eine der wenigen Europas, denen diese Ehre zuteilwurde.

Im 15. Jahrhundert war Brügge eine blühende Handelsstadt. Die reichen Kaufleute wohnten in majestätischen Stadtpalästen, die sie über und über mit Kunstwerken füllten. Und auch die Burgunderherzöge förderten die Schönen Künste. Brügge wurde zu einem Treffpunkt und einer Inspirationsquelle der größten Maler des Spätmittelalters, darunter die "Flämischen Primitiven" Jan van Eyck und Hans Memling. In 26 Museen in Brügge entdecken Sie ihre weltberühmten Meisterwerke. Besonders hervorzuheben sind hier das Groeningemuseum mit Werken von unter anderem Hieronymus Bosch, Jan van Eyck und Rogier van der Weyden und die Memling-Sammlung des Sint-Jans-Hospitals. Sogar eine "Madonna mit Kind" von Michelangelo fand den Weg nach Brügge.

Von der Straße ins Museum

Brüssel ist eine Metropole am Puls der Zeit. Das spiegelt sich in der regen Kunstszene aber auch in der Museumslandschaft wieder. Ein europaweit einzigartiges Konzept verfolgt das „Millenium Iconoclast Museum of Art“ (MIMA). Das Museum, das im März seine Pforten öffnete, möchte fortan den verschiedenen Subkulturen unserer Zeit eine Bühne bieten. Einer der inhaltlichen Schwerpunkte ist das Internet, oder genauer gesagt: das sogenannte "Web 2.0". Thematisiert werden unter anderem das "Hacken" und das Videospiel als Kunstform. Ein weiterer Schwerpunkt sind die verschiedenen Spielarten der Street Art, die sich Dank Künstlern wie Invader oder Swoon einer stetig wachsenden Fangemeinde erfreut. Nicht zuletzt wollen die Betreiber der wiedererstarkten Skateboard-Szene und anderen Trendsportarten Entfaltungsspielraum einräumen. Das MIMA befindet sich in den Gemäuern der einstigen Belle-Vue-Brauerei. Erklärtes Ziel ist neben der Schaffung eines Podiums für unterrepräsentierte Kunstformen auch die Bereicherung der kulturellen Landschaft der europäischen Hauptstadt.

Die Grafenburg von Gent

Zeigen wer der Meister ist - das wollte Philipp von Elsaß. Deshalb baute er anno 1180 die imposante Grafenburg Gravensteen im Herzen von Gent. Das Gefühl von Reichtum und Macht, das er in seiner Burg verewigen wollte, wird auf sensationelle Weise fühlbar, wenn man über dem Kerker zwischen den Zinnen steht und über die Stadt schaut. Denn einmalig an der Genter Grafenburg ist nicht nur ihre imposante Größe und der über die Jahrhunderte erhalten gebliebene authentische Zustand sondern auch die Lage mitten in der Stadt. Und richtig gruselig kann es hier auch werden. Das Museum beherbergt eine eindrucksvolle Sammlung alter Waffen und Folterwerkzeuge einschließlich einer authentischen Guillotine.

Um den Besuch der Grafenburg so anschaulich wie möglich zu gestalten, wurde eigens ein Movieguide (im Eintrittspreis inkludiert) entwickelt, welches das Mittelalter wieder zum Leben erweckt. Auf insgesamt 13 Etappen begleiten zwei historische Figuren den Besucher mit auf eine Entdeckungstour und bringen ihm die Sitten und Gebräuche des 12. Jahrhunderts näher. Natürlich darf auch eine romantische Intrige nicht fehlen...

5 Jahre Museum am Strom

Im Frühjahr 2011 wurde auf dem Hanzestedenplaats im Alten Hafen von Antwerpen (Eilandje) das neue "Museum am Strom" (MAS) eingeweiht. Schon der Ort ist symbolisch: Hier treffen Stadt und Hafen aufeinander. Das Museum ist der Geschichte von Stadt, Hafen und Region gewidmet. Gezeigt werden hier vor allem Exponate aus den industriearchäologischen und hafengebundenen Sammlungen der Stadt Antwerpen und einiger städtischen Museen wie z.B. dem Nationalen Schifffahrtmuseum, dem Volkskundemuseum oder dem Vleeshuis. Das Spektrum der ausgestellten Objekte reicht von Gemälden über archäologische Funde bis zu ganzen Schiffen. Mit dem MAS ist Antwerpen im wahrsten Sinne des Wortes zu neuen Ufern aufgebrochen: Seit das spektakuläre Gebäude eröffnet wurde, hat sich das einst wenig ansehnliche Hafenviertel "Het Eilandje" zum neuen Trendviertel der flämischen Metropole gemausert.

Im Mai feierte das 62 Meter hohe Ausstellungshaus bereits den fünften Jahrestag seiner Eröffnung. Anlässlich des halbrunden Geburtstages läuft noch bis 18. September eine Schau mit Bildern von Luc Tuymans. Der Ruhm des wohl bedeutendsten belgischen Gegenwartsmalers basiert auf seinen Porträtarbeiten. Im MAS zeigt Tuymans unter dem Titel "Glasses" all seine Werke, auf denen Menschen mit Brillen zu sehen sind.



Anzeige
shopping-portal