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Tunneltest: Jede dritte Röhre fällt durch

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Tunneltest  

Jede dritte Röhre fällt durch

19.06.2008, 09:47 Uhr | t-online.de, ADAC

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen müssen die Autofahrer im Tunnel besonders vorausschauend fahren (Foto: ADAC)Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen müssen die Autofahrer im Tunnel besonders vorausschauend fahren (Foto: ADAC)Der diesjährige Tunneltest weist das schlechteste Ergebnis der letzten fünf Jahre auf. Jeder dritte der 31 im Rahmen des European Tunnel Assessement Programme (EuroTAP) getesteten Tunnel fiel durch. Zwei Röhren stuften die Experten als "bedenklich“ ein, siebenmal mussten sie sogar ein "mangelhaft“ vergeben. Testverlierer wurde zum vierten Mal in Folge ein italienischer Tunnel.

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Sieger und Verlierer beim Tunneltest

Der Verlierer aus Italien ist der 1983 in Betrieb genommene und 2,4 Kilometer lange Cernobbio am Comer See. Der Tunnel weist erschreckende Missstände auf: keine Tunnelleitzentrale, keine Notrufeinrichtungen, kein automatisches Brandmelde- und Lüftungssystem, nicht gekennzeichnete Fluchtwege und zu wenige Notausgänge. Ganz anders der Sieger aus Andorra: 2006 eröffnet und rund 1,3 Kilometer lang - beim Pont Pla in Andorra la Vella gab es kaum Kritik. Zweitplatzierter im europäischen Vergleich und bester deutscher ist der Heidkopf-Tunnel bei Friedland auf der A 38 zwischen Göttingen und Halle. Testverlierer hier zu Lande ist der Universitätstunnel auf der A 46 in Düsseldorf. Trotz bereits begonnener Modernisierung konnte er noch nicht vollständig überzeugen und wurde erneut nur mit "bedenklich“ bewertet. Bis 2010 sollen jedoch alle Mängel beseitigt sein.

ADAC-Infografik (zum Großklicken)

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Minimalstandards bis spätestens 2019

Immerhin zehn der getesteten Straßentunnel dürfen sich im aktuellen Test über das ADAC-Urteil "sehr gut“ freuen, fünf über die Auszeichnung "gut“. Sieben schnitten mit "ausreichend“ ab und verfügen somit immerhin über die Mindeststandards der EU-Richtlinie. Besonders erfreulich ist das Ergebnis des Schweizer San-Bernardino-Tunnels: 1999 fiel er mit einem "bedenklich“ durch, danach wurde er für 240 Millionen Schweizer Franken modernisiert. Pünktlich zum 10jährigen Jubiläum der ADAC-Tunneltests kann er jetzt mit dem Traumergebnis "sehr gut“ brillieren. Bis 2014, in Ausnahmefällen bis 2019, müssen laut europäischer Richtlinie alle wichtigen Straßentunnel Minimalstandards erfüllen. Mindestens sieben Milliarden Euro werden, so der ADAC, europaweit in die Tunnelnachrüstung fließen. Allein in Deutschland werden bis 2012 mindestens 570 Millionen Euro investiert.

Die schlechtesten Röhren gibt es in Italien

Seit Beginn der Tunneltests 1999 wurden vom ADAC rund 300 Röhren in 20 europäischen Ländern auf Herz und Nieren überprüft. Dabei gab es viele Gewinner, aber auch viele Verlierer im Rennen um die Sicherheit. Insgesamt fiel im Laufe der Jahre jeder vierte Tunnel (26 Prozent) mit "bedenklich" oder "mangelhaft" durch. In Deutschland waren es nur 14 Prozent. Die Bestnote "sehr gut" konnten europaweit 26 Prozent für sich verbuchen, bei den deutschen Röhren waren es sogar 36 Prozent. Damit sichert sich Deutschland, dank seiner hohen Sicherheitsstandards im europäischen Vergleich eine gute Platzierung. Die Schlusslichter seit 1999 sind Italien und Norwegen, die Länder mit den meisten Tunneln in Europa überhaupt. Im diesjährigen ADAC-Test kommt der Verlierer erneut aus Italien. 

Gravierende Fehler konnten so beseitigt werden

Als 1999 der Startschuss zum ersten Tunneltest viel, stand der ADAC noch allein auf weiter Flur. Die tragischen Ereignisse im Montblanc- und im Tauerntunnel, die im März beziehungsweise Mai 1999 51 Menschenleben forderten, schärften das Bewusstsein der Öffentlichkeit für die Tunnel-Sicherheit. Mittlerweile testet der ADAC im Rahmen des EuroTAP zusammen mit 18 Automobilclubs aus 17 Ländern die Sicherheit in europäischen Röhren. Der ADAC-Tunneltest geht nach dem  Prinzip "Testen - Bewerten - Informieren - Verbessern" vor. So werden zum einen gravierende Fehler in den europäischen Röhren beseitigt, zum anderen geben auch kleinere Mängel den Tunnelbetreibern Anstoß die Sicherheitsstandards immer weiter zu erhöhen.


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