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ADAC-Raststättentest: Erstmals gewinnt ein Autohof

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ADAC-Raststättentest  

Reifen im Restaurant

19.06.2008, 11:51 Uhr | ADAC, dpa, t-online.de

Die Raststätte Spreenhagen ist der Verlierer des zehnten ADAC-Raststättentests (Foto: ADAC)Die Raststätte Spreenhagen ist der Verlierer des zehnten ADAC-Raststättentests (Foto: ADAC) Der ADAC hat in seinem Raststättentest 65 Anlagen in Deutschland und dem Ausland überprüft. Während viele Raststätten und Autohöfe gut abschließen konnten, bekamen immerhin 10 Betriebe die Bewertung "mangelhaft" oder schlechter. Die Zustände sind hier teils erschreckend: Beim Verlierer des Tests beispielsweise gibt es im Restaurant für Besucher keinen Platz - dort ist seit rund einem Jahr ein Reifenhändler einquartiert.

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Sehen Sie sich das Video zum ADAC-Raststättentest im rechten Bereich an.

ADAC-Infografik (zum Großklicken)
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Im Fokus: Familienfreundlichkeit

Die Tester achteten vor allem auf die Familienfreundlichkeit der Betriebe. So wollten sie beispielsweise herausfinden, wie teuer die angebotenen Speisen und Getränke sind und welche Spielmöglichkeiten es gibt. Darüber hinaus wurden auch die Sauberkeit der Toiletten sowie der Service insgesamt überprüft. Die Aufholjagd der deutschen Autohöfe gegenüber den Raststätten hat sich gelohnt: Erstmals in der zehnjährigen Geschichte des ADAC-Raststättentests steht mit Burghaslach an der A 3 zwischen Nürnberg und Würzburg ein Autohof ganz oben auf dem Siegertreppchen. Insgesamt punkten deutsche Raststätten bei der Familienfreundlichkeit.

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65 Raststätten im Test

Als beste deutsche Raststätte findet sich auf Platz drei die an der A 4 bei Chemnitz gelegene Anlage Auerswalder Blick Nord. Testverlierer ist der Autohof Spreenhagen an der A 12 Berlin – Frankfurt/Oder. Das Gesamtergebnis: Zwei der insgesamt 65 Testkandidaten aus fünf Ländern erhielten die Note „sehr gut“, jeweils etwa 40 Prozent wurden mit „gut" und „ausreichend“ bewertet. Zehn Anlagen und damit 15 Prozent sind durchgefallen. Im Vergleich der Konkurrenten an der Autobahn haben sich die Autohöfe insgesamt zwar stark verbessert, konnten aber immer noch nicht ganz zu den Raststätten aufschließen.

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Testsieger: Autohof Burghaslach

Der Testsieger, der Autohof Burghaslach, lässt kaum Wünsche offen. Die gepflegte und gut beschilderte Anlage bietet fast alles, was eine Pause erholsam macht. Das Restaurant bietet eine große Auswahl an warmen und kalten Gerichten und Kinder kommen im Innen- wie im Außenbereich auf ihre Kosten.

Der Verlierer bietet Reifen im Restaurant

Welch ein Unterschied dagegen beim Verlierer, dem Autohof Spreenhagen: Einzige Pluspunkte im ADAC-Urteil gab es für die optisch sauberen Toiletten und die günstigen Preise. Besucher werden in einem winzigen Bistro abgespeist, im Restaurant selbst wurde ein Reifenhändler einquartiert. Eine Zumutung auch deshalb, weil Besucher aufgrund der Beschilderung an der Autobahn von einem kompletten Service-Angebot ausgehen müssen. „Eine Frechheit“, empörte sich der ADAC-Experte, „vor allem, weil der Autofahrer nach einem Autohof-Schild auf der Autobahn und zusätzlich auf dem Weg einem Schild mit gekreuzten Messer und Gabel von einem kompletten Service-Angebot ausgehen muss.“ Sein Rat: „Auf jeden Fall meiden!“

Raststätten in Italien und Frankreich sind wenig familienfreundlich

Als größter Mangel im Test hat sich die Familienfreundlichkeit herausgestellt – knapp zwei Drittel aller Anlagen sind in dieser Kategorie durchgefallen. Am wenigsten mit Ruhm bekleckert haben sich dabei die italienischen und französischen Raststätten sowie die Autohöfe. Erfreulich: Acht der insgesamt neun Mal vergebenen „sehr gut“ gingen an deutsche Raststätten.

Viele Anlagen haben sich verbessert

22 der 65 Anlagen wurden in diesem Jahr zum wiederholten Mal getestet, fast drei Viertel konnten sich dabei verbessern. „Unsere Tests zeigen offenkundig Wirkung – der Trend zum Positiven ist eindeutig feststellbar“, so ADAC-Präsident Peter Meyer. „Grund genug für den ADAC, die Rastanlagen auch weiter kritisch zu begleiten und ihnen bei Bedarf unsere Hilfe anzubieten.“

Wenn Sie wissen wollen, wo genau es eng wird, können Sie sich mit unserem aktuellen Staumelder über die Verkehrslage auf Ihrer Route informieren.


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