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Busreisen: Busunternehmen wollen Bahn Konkurrenz machen

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Fernverkehr  

Busunternehmen wollen Bahn Konkurrenz machen

01.12.2009, 11:35 Uhr | M. Roman

Der Anbieter Autobahnexpress bietet Linienfahrten zwischen Leipzig und Kassel (Foto: autobahnexpress.de)Der Anbieter Autobahnexpress bietet Linienfahrten zwischen Leipzig und Kassel (Foto: autobahnexpress.de) Billig und umweltfreundlich: In vielen Ländern der Welt sind Busfernlinien eine selbstverständliche Alternative zum Bahnfahren, nicht so in Deutschland. Doch die schwarz-gelbe Regierung möchte den Markt bald öffnen. Busverbände und -anbieter stehen in den Startlöchern - und stellen für Reisende niedrige Preise in Aussicht.

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Fernbusse "bis 40 Prozent billiger" als Bahn

"Im Schnitt 30 bis 40 Prozent" könnten die Preise für den Bus unter denen für die Bahn liegen, schätzt Martin Kaßler, Sprecher des Verbands Deutscher Omnibusunternehmer. Wirtschaftlich interessant seien vor allem Verbindungen, die etwa 400 bis 500 Kilometer umspannen würden, etwa zwischen Ballungsgebieten wie der Rhein- und Ruhrregion, sagte Kaßler gegenüber t-online.de. Auf Strecken dieser Länge wäre die Reisezeit zwischen Bus und Bahn ähnlich, bei günstigeren Ticketpreisen. Zudem sei die Fahrt mit dem Reisebus bei entsprechender Auslastung umweltschonender als mit der Bahn, sagte Kaßler und verwies auf Studien des Umweltbundesamtes.

Busse deutlich billiger, aber auch langsamer

Bislang sind innerdeutsche Fernbuslinien nur auf Strecken zugelassen, die von der Bahn nicht ausreichend bedient werden. Eine Ausnahme bildet zudem der Linienverkehr von und nach Berlin, laut Kaßler ein "Relikt des Kalten Krieges". Ein Anbieter von Busreisen von mehreren deutschen Städten nach Berlin ist die Berlin Linien Bus GmbH, deren Strecken sich so auch für einen Preis- und Zeitvergleich anbieten. So kostet die Strecke Berlin-Hamburg bei der Bahn 55 Euro, während im Bus 26 Euro fällig werden, jeweils im Normaltarif. Dafür kommt man mit dem Zug aber auch deutlich schneller an: 2:22 Stunden auf Schienen stehen gegen dreieinhalb Stunden auf der Autobahn.

Frankfurt-Dortmund mit dem Bus

Ein weiteres Bus-Unternehmen in den Startlöchern ist die Deutsche Touring GmbH. Neben internationalen Verbindungen hat das Unternehmen auch die Strecke von Mannheim bis Hamburg im Programm. Die darf das Unternehmen bislang aber nur über Nacht bedienen, weil dann kein vergleichbares Angebot der Bahn vorliegt. Nach einer Öffnung des Marktes würde man diese Strecke auch gerne tagsüber anbieten, sagte Michael Svedek von der Deutschen Touring gegenüber t-online.de. Zudem könnte das Unternehmen dann ihre beantragte Strecke zwischen Frankfurt und Dortmund einrichten, über die momentan noch vor Gericht verhandelt wird. Man habe außerdem "weitere Pläne in der Schublade", deutete Svedek an.

Kostenloses W-LAN im Bus

Auch in Sachen Komfort sollen die Busse den Zügen in nichts nachstehen. Laut Kaßler habe man zwar nicht ganz so viel Bewegungsfreiheit wie im Zug, in Sachen Beinfreiheit und Sitzkomfort ließen die Reisebusse aber nichts zu wünschen übrig. Zudem seien Toiletten in allen und Küchen und Fahrtbegleiter - ähnlich Stewardessen - in den meisten Bussen eine Selbstverständlichkeit. Der Anbieter Autobahnexpress bietet auf einigen seiner Strecken bereits kostenloses Internet per W-LAN für die Fahrgäste an, und auch die Deutsche Touring will Schritt für Schritt ihre Busse vernetzen. Die Bahn bietet das drahtlose Internet gegen Gebühr (8 Euro für 60 Minuten) und lediglich auf vier ICE-Strecken an.

Gesetzesänderung erst 2011?

Noch steht einem flächendeckenden Ausbau des Busverkehrs das Personenbeförderungsgesetz aus dem Jahr 1934 im Weg. Dieses untersagt die Genehmigung einer Buslinie, wenn diese "Verkehrsaufgaben übernehmen soll, die vorhandene Unternehmer oder Eisenbahnen bereits wahrnehmen" - und macht im Fernverkehr die Bahn zum Quasi-Monopolisten. Im Koalitionsvertrag kündigt die Regierung an, den entsprechenden Paragraphen zu ändern und so Busfernlinien zuzulassen. Doch bis es soweit ist, könnte es noch eine Weile dauern: "Nicht vor 2011", schätzt Kaßler vom Verband Deutscher Omnibusunternehmer, werde die Änderung umgesetzt sein.

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