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Venezuela: Neuer Name für höchsten Wasserfall der Welt

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Salto Angel  

Neuer Name für höchsten Wasserfall

21.12.2009, 14:31 Uhr | AFP, t-online.de, srt

Der Salto Angel (Foto: AFP)Der Salto Angel (Foto: AFP) Der höchste freifallende Wasserfall der Welt, der Salto Angel in Venezuela, soll wieder seinen ursprünglichen Namen zurückbekommen. Der Wasserfall solle entsprechend der Bezeichnung durch die Ureinwohner wieder Kerepakupai Meru heißen, forderte Staatschef Hugo Chávez. Der Wasserfall war 1937 von dem US-Piloten Jimmy Angel entdeckt worden und trägt seither seinen Namen. Bewundern Sie den Wasserfall auch in unserer Foto-Serie.

Den Wasserfall gab es schon vor Angel

Laut Chávez kann es aber nicht angehen, dass der Wasserfall den Namen seines Entdeckers trägt: "Wie könnten wir die Idee anerkennen, dass der Wasserfall von einem Jungen entdeckt wurde, der aus den USA angeflogen kam? Wenn wir das machen, dann tun wir ja so, als hätte dort niemand gelebt. Niemand sollte mehr von Salto Angel sprechen. Das ist unser Wasserfall und es gab ihn, bevor Angel jemals drüberflog." Der Name "Kerepakupai Meru" heißt übersetzt in etwa "Wasserfall der tiefsten Stelle". Der Salto del Angel (Engel-Wasserfall) befindet sich im Südosten Venezuelas und ist mit 978 Metern (größte Einzelstufe 805 Meter) Fallhöhe der höchste freifallende Wasserfall der Erde. Er ist zugleich eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten des Canaima-Nationalparks, der von der UNESCO zum Weltnaturerbe ernannt wurde. Doch Venezuela hat noch mehr Wasserfälle zu bieten. Von den Tafelbergen stürzen zum Beispiel die Wassermassen des Salto Kukenam mit unglaublicher Wucht hinab.

Im Einbaum gegen den Strom

Nicht weniger beeindruckend ist der Salto Hacho. Laut tosend bricht das Wasser des Salto Hacho über die Bruchkante und prallt auf den See. Überall sprüht Gischt und lässt kleine Regenbögen entstehen. Spannender gestaltet sich die Tour dorthin per Boot, besser gesagt im Einbaum. Dabei geht es mitten durch den unbewohnten Regenwald, immer den Río Carrao und schließlich den Río Churún stromaufwärts. Anders gesagt: Mitten durch das Niemandsland, das nahtlos übergeht in das Amazonasgebiet und so Teil der "grünen Lunge der Welt" ist. Allein nach Canaima, der einzigen nennenswerten Siedlung im Umkreis von hunderten von Kilometern und dem Ausgangspunkt der Tour, gelangen Urlauber nur per Flugzeug.

Eine Nummer kleiner gefällig?

Wem diese Naturgewalt zu heftig erscheint, kann auch andere Experimente wagen: kleine Wanderungen zu und hinter benachbarte Wasserfälle, Baden und Sonnenbaden an den sandigen Gestaden der Lagune, Jeep-Touren in die nähere und weitere Umgebung der Gran Sabana oder ein Cessna-Flug zum Salto del Angel. Aber das Schönste ist wahrscheinlich der Ausblick auf die majestätischen Tafelberge im Hintergrund, die die Indianer für den Sitz der Götter halten.

Raus aus dem Hotel?

Diese ursprüngliche Landschaft, großteils als Nationalpark und UNESCO-Welterbe geadelt, ist wie geschaffen für Abenteuertouren. Und das Beste: Die Tour eignet sich auch für diejenigen, die eigentlich Badeurlaub auf der Isla de Margarita verbringen, aber Abwechslung zum geordneten Hoteldasein suchen. Und die bekommen sie, denn der Trip hat mit pompösen All-you-can-eat-Buffets und klimatisierten Hotelzimmern nichts zu tun. Die Mahlzeiten werden vielmehr auf Gaskochern zubereitet und die Übernachtungen finden in offenen Holzhütten mitten im Urwald statt. Geschlafen wird standesgemäß in der Hängematte, der Skorpione und Schlangen wegen.

Ein göttlicher Anblick

Die letzte Strecke zu den Tafelbergen muss erwandert werden, wobei es wenig vergleichbar majestätische Momente gibt als den, wenn man nach eineinhalb Stunden Wanderung plötzlich aus dem Dickicht tritt und sich vor einem eine gigantische Felswand auftut, von der sich der welthöchste Wasserfall ergießt. Wem jetzt nach einer Abkühlung dürstet - bitte sehr, in den kleinen Pools unter dem Wasserfall kann man baden. Zumindest in der Trockenzeit zwischen Januar und März, denn dann kommen vom Fallwasser ohnehin nur geringe Mengen unten an. Der Rest wird vom Winde verweht...

Weitere Informationen
Einreise: Für einen Aufenthalt bis 90 Tage ist kein Visum erforderlich. Der Pass muss noch mindestens sechs Monate über das Ausreisedatum hinaus gültig sein.

Beste Reisezeit: Venezuela ist das ganze Jahr über ein attraktives Reiseziel. Die Regenzeit dauert von Mai bis Oktober, die Trockenzeit von November bis April.

Gesundheit: Zu empfehlen ist Impfschutz gegen Polio, Tetanus, Hepatitis A und B. Je nach Reiseart und –ziel empfehlen sich auch Impfungen gegen Gelbfieber und Typhus. Als Vorsorge gegen Malaria sollten Urlauber starke Insektenschutzmittel einpacken.

Weitere Auskünfte: Venezolanisches Fremdenverkehrsamt: c/o Botschaft der Bolivarischen Republik Venezuela, Schillstr. 9-10, 10785 Berlin, Tel. 030/832240-00, Fax 832240-20, E-Mail: info@visit-venezuela.com, Internet: www.visit-venezuela.com.

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