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Urlauber wegen Bingo-Spiels festgenommen

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Urlauber wegen Bingo-Spiels festgenommen

24.10.2007, 13:47 Uhr | AFP, dpa

Die Polizei im westtürkischen Badeort Didim hat sieben britische Urlauber vorübergehend festgenommen, weil sie Bingo gespielt haben. Nach einer sechsstündigen Befragung auf der Polizeiwache musste jeder der Touristen eine Geldbuße von umgerechnet etwa 70 Euro zahlen, wie die Zeitung "Milliyet" am Dienstag meldete. Glücksspiele sind in der Türkei seit 1998 verboten; nur die staatliche Lotterie und Wettbüros sind zugelassen. Die in Didim festgenommenen Urlauber zeigten sich entrüstet. Eine Betroffene, Sarah Holland, sagte in "Milliyet", sie spiele seit 15 Jahren während ihres Urlaubs in der Türkei Bingo und könne nicht verstehen, warum dies plötzlich verboten sein solle. Als die Polizisten bei den Briten in einer Bar auftauchten und sie zur Wache mitnahmen, habe sie zuerst an einen Scherz mit versteckter Kamera gedacht. Der Landrat von Didim, Ali Katirci, rechtfertigte den Polizeieinsatz. Bingo sei nun einmal ein Glücksspiel und damit verboten.

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Weltweit: Immer wieder Touristen im Gefängnis
Dabei hatten die Briten noch Glück. Immer wieder müssen auch deutsche Urlauber im Ausland ins Gefängnis - mitunter auch für Vergehen, die in Deutschland keine Straftaten sind oder weniger streng geahndet würden. Majestätsbeleidigung in Thailand, illegale Jobs zur Aufbesserung der Reisekasse in den USA, zu schnelles Autofahren in der Schweiz - die Liste der Vergehen, die Touristen ins Gefängnis bringen, ist lang. Die häufigsten Delikte betreffen Drogenbesitz, heißt es beim Auswärtigen Amt (AA) in Berlin. "Pro Jahr betreuen die Mitarbeiter der deutschen Konsulate weltweit 2500 bis 3000 inhaftierte Deutsche", sagt ein Sprecher des Ministeriums. Untersuchungsgefangene sind ebenso darunter wie zu langer Haft verurteilte Straftäter. In der Türkei zum Beispiel stehen auf die Einfuhr von Rauschgiften 10 bis 20 Jahre Gefängnis, erläutert das Auswärtige Amt. In Tunesien reiche schon der Besitz von weniger als einem Gramm Rauschgift für mindestens ein Jahr Haft. Hart bestraft werden Drogenhändler in Indonesien und Singapur - in dem Stadtstaat könnten 500 Gramm Marihuana in der Tasche genügen, um zum Tode verurteilt zu werden. Selbst das Rauchen von Zigaretten in Bussen und Bahnen wird in Singapur mit hohen Bußgeldern verfolgt.

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Majestätsbeleidigung in Thailand ist ebenfalls strafbar
Während die Betroffenen bei Drogenbesitz meist ahnen dürften, dass ihnen das Gefängnis droht, schlittern andere Urlauber eher aus Ahnungslosigkeit hinter Gitter. Als in Thailand ein angetrunkener Schweizer Bilder von König Bhumibol mit Farbe bespritzte, wurde er im März zunächst zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt, dann allerdings bald in seine Heimat abgeschoben. Und sicher nicht allen Türkei- und Griechenland-Urlaubern dürfte bewusst sein, dass sie archäologische Fundstücke wie alte Münzen oder behauene Steine besser nicht mitnehmen - auch ihnen drohen nach AA-Angaben langjährige Haftstrafen.

Schweizer kennen keine Gnade bei unbezahlten Knöllchen
In der Schweiz wiederum kommt es nach Erfahrungen des ADAC immer wieder dazu, dass nicht bezahlte Bußgelder für zu schnelles Fahren in Haftstrafen umgewandelt werden. Wer zwei Mal erfolglos zum Zahlen aufgefordert wurde, müsse dabei pro 30 Franken Bußgeld mit einem Tag Gefängnis rechnen, so ADAC-Auslandsjurist Michael Nissen in München. Bei 600 Franken für einen Tempoverstoß kommen somit 20 Tage Haft zusammen. Wer als Ausländer dann keinen Bogen um die Schweiz macht, müsse bei der Einreisekontrolle mit der Festnahme rechnen, so Nissen.

Haftstrafe auch für homosexuelle Handlungen
In Malaysia etwa sind Schwule laut AA mit bis zu 20 Jahren Gefängnis und mit Stockschlägen bedroht, wenn sie angezeigt werden. Auch in Tunesien oder auf der Karibikinsel Jamaika ist Homosexualität strafbar. Und in den USA reicht es unter Umständen aus, am Strand Fotos von den nicht vollständig bekleideten eigenen Kindern zu machen, um in Untersuchungshaft zu landen. "Die Grenzen zwischen harmlosen Familienfotos und strafbaren 'sexuell suggestiven' Fotos verlaufen in den Augen der Ermittlungsbeamten fließend", heißt es im Online-Reisehinweis des Auswärtigen Amtes. Mancher Gerichtstermin im Ausland wäre wohl vermeidbar, wenn sich Urlauber besser auf ihre Trips vorbereiteten, meinen Experten. "Jeder Urlauber sollte sich vor der Abreise intensiv mit dem besuchten Land beschäftigen, und wenn er es noch so gut kennt", sagt Sibylle Zeuch vom Deutschen Reiseverband (DRV) in Berlin.

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