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Buzz Aldrin weiht Aussichtsplattform ein

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Buzz Aldrin weiht Aussichtsplattform ein

28.03.2008, 12:04 Uhr | dpa

Besucher des Grand Canyon können künftig in luftiger Höhe über dem Abgrund wandeln. Am Rande der Schlucht im US-Bundesstaat Arizona wurde am Dienstag eine spektakuläre hufeisenförmige Aussichtsplattform eingeweiht, durch deren gläsernen Boden Touristen beinahe 1300 Meter in die Tiefe blicken können. Als Erster durfte Astronauten-Legende Buzz Aldrin einen Spaziergang hoch über der weltberühmten Schlucht machen. Der 77-jährige Apollo-11-Raumfahrer, der 1969 als zweiter Mensch nach Neil Armstrong den Mond betrat, war begeistert: "Ich fühle mich wunderbar. Es ist zwar nicht genauso wie durch die Luft fliegen oder im Weltall spazieren, aber es war wunderbar." Die Aussichtsplattform ist ab dem 28. März für Besucher zugänglich und der Eintritt kostet 25 Dollar (19 Euro).

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25 Meter über dem Nichts
Die Plattform ragt knapp 25 Meter vom Hochplateau über dem Tal in die Schlucht hinein. Unter ihr fließt winzigklein der Colorado River. Der Boden ist aus zehn Zentimeter dickem und besonders verstärktem Glas, das von einem mittelständischen Betrieb in Berlin geliefert wurde. Rund 500 Tonnen wiegt der bis zu 14 Meter tief im Gestein verankerte Koloss. Große Stoßdämpfer sollen Vibrationen verhindern. Der Bau wurde mit rund 30 Millionen Dollar (23 Millionen Euro) von dem Investor David Jin aus Las Vegas finanziert. Ein Abkommen mit den Hualapi-Indianern sieht vor, dass er dafür in den kommenden 25 Jahren die Hälfte der Einnahmen erhält. Die Vorschriften sind strikt: Höchstens 120 Besucher werden gleichzeitig auf die Plattform gelassen, ohne Kameras, Handtaschen und hohe Absätze. Es soll nichts über den Rand fliegen oder beschädigt werden. Stöckelschuhe könnten in den schmalen Ritzen zwischen den Glasplatten stecken bleiben.



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Zwischen Akzeptanz und Ablehnung
An dem "Skywalk" scheiden sich allerdings die Geister. Kritiker unter den Hualapi bemängeln, die Konstruktion entweihe geheiligten Boden. "Wir bringen die Erde durcheinander", sagte die 70-jährige Indianerin Dolores Honga. "Unsere Ahnen sind hier gestorben, dieser Boden ist heilig." Andere Hualapai hoffen dagegen auf Touristen, die vom rund 190 Kilometer entfernten Las Vegas wegen des "Skywalks" ins Reservat kommen sollen. "Unsere Leute haben jahrelang unter Armut und Arbeitslosigkeit gelitten", sagte Sheri Yellowhawk. Der Vorsitzende des Stammesrates, Charlie Vaughn, sagte, er habe das Schweigen der Stammesmitglieder bei der Vorstellung des Projekts als Zustimmung gedeutet. Der "Skywalk" sei eine Perspektive für die Zukunft.

Umweltschützer skeptisch
Auch Naturliebhaber und Umweltschützer haben den "Skywalk" als Schandfleck an der bisher unberührten Canyon-Wand angegriffen. Er störe eine der spektakulärsten Landschaften der Erde. "Es ist eine regelrechte Travestie", schimpfte Robert Arnberger, früherer Leiter des Grand Canyon Nationalparks in der "Washington Post". Doch Sheri Yellowhawk vom Wirtschaftskomitee des Stammes nimmt das Projekt gegen derartige Vorwürfe in Schutz. "Wir bauen kein Kraftwerk. Dies ist keine Achterbahn und niemand wird herumgeschleudert". Dies sei vielmehr "ein natürlicher Weg", den Grand Canyon zu sehen. Die umstrittene Konstruktion wurde im Hoheitsgebiet des Stammes gebaut und kam so um striktere Auflagen des Staates herum.


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