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Las Vegas: Reisetipps für Kasino-Flüchtlinge

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Las Vegas  

Ausflüge für Kasino-Flüchtlinge

27.08.2008, 13:39 Uhr | dpa-tmn

Hoover Dam: 6,6 Millionen Tonnen Beton wurde für die bis zu 201 Meter dicke Betonwand verbaut (Foto: Imago)Hoover Dam: 6,6 Millionen Tonnen Beton wurde für die bis zu 201 Meter dicke Betonwand verbaut (Foto: Imago) Wem einarmige Banditen und andere Glücksspiele auf Dauer zuviel sind, der kann seinen Las Vegas Aufenthalt auch durch Ausflüge in die Umgebung unterbrechen. Die Metropole im US-Staat Nevada ist zwar längst viel mehr als eine Kasinohochburg, doch Glücksspiel, bunte Lichter und schrille Farben sind weiterhin allgegenwärtig. Nicht jedermann erträgt das rund um die Uhr. Ausgleich und Entspannung sind nur einen Tagesausflug entfernt - etwa am Hoover Dam und im Red Rock Canyon. Sehen Sie selbst in unserer Foto-Serie.

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6,6 Millionen Tonnen Beton bilden den Hoover Dam

Alan Clabeaux macht ein bedeutungsvolles Gesicht. "Jetzt sind wir gerade von 6,6 Millionen Tonnen Beton umgeben", sagt er. "Das ist die größte Menge Beton, die jemals an einem Ort zusammengetragen wurde." Clabeaux steht mit seinen Begleitern im Sockel des Hoover Dam, der an der Grenze der Staaten Nevada und Arizona den Lake Mead aufstaut. Auch der ist ein Rekordhalter: Er ist der größte Stausee der USA. Von Las Vegas aus ist der Hoover Dam schnell erreicht, die Fahrt mit dem Auto dauert weniger als eine Stunde.

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Die Betonmauer ist 221 Meter hoch und 201 Meter dick

Gut 221 Meter hoch spannt sich die hellgrau-beige Wand durch die Schlucht. Ganz unten bringt es die Staumauer auf eine Stärke von gut 201 Metern, nach oben verjüngt er sich auf fast 14 Meter. Über die Krone der Mauer verläuft eine stark befahrene Fernstraße, manchmal bilden sich hier lange Staus. Wie lange das noch so bleibt, ist unklar: Von der Staumauer aus gut zu sehen ist die Baustelle einer Brücke, die den US-Highway 93 an anderer Stelle über den Black Canyon leiten wird. Die Eröffnung ist für das Jahr 2010 geplant. "Wir wissen noch nicht, ob es weiterhin Autos auf dem Damm geben wird", sagt Walsh.

Drei wichtige Aufgaben für den Hoover Dam

Doch auch wenn es angesichts der großen Parkplätze und der vielen Menschen im Besucherzentrum anders aussieht: Der Tourismus spielt im Alltag am Hoover Dam eine Nebenrolle. Drei Aufgaben hat die Betonwand zu erfüllen: Sie kontrolliert den Pegel des Colorado River, sie bietet ein Wasserreservoir für die Landwirte flussabwärts in Südkalifornien, und sie dient der Stromerzeugung. All das erfahren Besucher bei den Führungen, die täglich von neun bis etwa 17 Uhr angeboten werden.

Beim Bau starben 96 Menschen

Alan Clabeaux ist anzumerken, wie stolz er auf die Leistung der Ingenieure und Arbeiter ist, die während der Weltwirtschaftskrise von 1931 an hart schuften mussten, um den Damm zu bauen. 96 Menschen kamen auf der Baustelle ums Leben, bis die Mauer im Jahr 1935 fertig war - immerhin 26 Monate eher als eigentlich geplant. "Der Damm kann ein Erdbeben der Stärke 8,6 überstehen", erzählt der Gästeführer. "Gäbe es ein solches Beben hier im Süden von Nevada, dann wäre die Damm vermutlich der sicherste Ort im Südwesten der USA."


Spaziergang durch das Tunnelsystem

Das Spazieren durch die engen Tunnel im Damm ist manchmal ein Ausflug in die Vergangenheit - die Herausforderungen der Gegenwart haben Besucher dagegen besser von der Mauerkrone aus im Blick. Sie sehen von dort die steilen Felswände, gegen die das Wasser des Lake Mead schwappt. Darüber ist das Gestein gut 30 Meter hoch hell eingefärbt - die obere Kante des "weißen Kragens" markiert das Wasserniveau von 1999, als der Lake Mead zu 97 Prozent gefüllt war.


Wasser in der Wüste

Nicht nur am Hoover Dam mit seiner kargen, felsigen Umgebung ist das ein großes Thema. Auch im Erlebniszentrum Springs Preserve gehört der Umgang mit dem kostbaren Nass zu den Schwerpunkten der Ausstellung. Die im Mai 2007 eröffnete Anlage ist eine Mischung aus interaktivem Museum und Bildungsstätte, die ihren Besuchern ein nachhaltiges, umweltfreundliches Leben ans Herz legen möchte. Sie liegt im Stadtgebiet von Las Vegas, ein Besuch kann für Gäste der Kasinohotels aber trotzdem ein Tagesausflug sein - denn in der Springs Preserve gibt es eine Menge zu entdecken. In der Ausstellung erfahren Besucher, dass der Wasserverbrauch in Las Vegas in den 40er Jahren bei 2,65 Milliarden Liter jährlich lag - heute sind es gut 662 Milliarden Liter. "Den Verbrauch pro Person haben wir schon senken können, aber die Stadt wächst halt sehr schnell", erzählt Kendall Christian, der das "Desert Living Center" in der Anlage leitet. Zum Museumskomplex gehören außerdem gut
2,4 Kilometer Wanderwege durch eine Sandhügel-Landschaft, die den Besuchern die Tier- und Pflanzenwelt der Wüste Nevadas nahebringen.

Naturschutzgebiet Red Rock Canyon

Wer dabei Lust auf mehr bekommt, muss die Stadt von der Springs Preserve aus nur in Richtung Westen verlassen. Der Highway 159 führt zunächst mehrspurig aus Las Vegas heraus, doch sobald die letzten Häuser im Rückspiegel erscheinen, verjüngt er sich auf eine Fahrbahn pro Richtung, und der Verkehr nimmt schlagartig ab. Das Ziel dieses Tagesausflugs ist das Naturschutzgebiet Red Rock Canyon mit seinen vielen Wanderwegen. Erschlossen werden sie durch eine fast 21 Kilometer lange Ringstraße, an deren Beginn die Autofahrer fünf Dollar (3,40 Euro) Maut zahlen müssen. An mehreren Parkplätzen zweigen dann Pfade von der Straße ab. Sie führen über staubigen Wüstenboden, durch manches ausgetrocknete Bachbett und hinauf auf die bunten Sandsteinfelsen.


Naturschauspiel im stillen Canyon

Vor allem für Hobbyfotografen interessant sind die "Calico Hills" gleich am Beginn der Route, deren rote Färbung immer intensiver zu werden scheint, je länger der Nachmittag dauert. Populär sind auch die Wanderwege in den "Ice Box Canyon" hinein sowie zum "Lost Creek". Dort sorgt in den Wintermonaten ein leicht erreichbarer Wasserfall für etwa Abkühlung, der im Sommer aber bestenfalls tröpfelt. Rund eine Million Menschen besuchen das Schutzgebiet jedes Jahr. Auf den Parkplätzen stehen zwar fast immer einige Autos, doch auf den Pfaden kann es passieren, dass Wanderer nur alle halbe Stunde jemandem begegnen. Da lässt sich dann in Ruhe der Rucksack ablegen, während der Blick zu den Hochhäusern von Las Vegas schweift, die in gut 20 Kilometer Entfernung zu erkennen sind. Nur der warme Wüstenwind pfeift einem hier oben am Berg um die Ohren, sonst ist es still - während da unten in den Hotels bestimmt schon wieder Tom Jones aus der Kasinodecke plärrt und vor den "einarmigen Banditen" ein Spieler in einem karierten Hemd nervös an seiner Zigarette zieht.


Weitere Informationen

Anreise und Formalitäten Condor fliegt je nach Saison zwei- bis dreimal pro Woche nonstop von Frankfurt/Main nach Las Vegas. Die tägliche Anreise ist mit Fluggesellschaften wie Lufthansa und United Airlines möglich, jedoch nur mit Umsteigen etwa in San Francisco, Los Angeles, Washington oder Chicago. Der Interstate Highway 15 verbindet Los Angeles und Las Vegas in gut 4,5 Stunden. Keine Visumspflicht besteht für Deutsche, solange sie maximal 90 Tage im Land bleiben. Benötigt wird ein maschinenlesbarer Reisepass. Pässe, die nach dem 26. Oktober 2005 ausgestellt wurden, müssen über biometrische Daten verfügen.

Klima und Reisezeit Wüstenklima. Im Juli und August wird tagsüber oft die Marke von 40 Grad Celsius erreicht oder sogar übertroffen. Im Winter kann es nachts kalt werden, Regen fällt das ganze Jahr wenig. Angenehme Reisemonate sind Oktober/November sowie Februar bis Mai.

Zeitunterschied Zeit in Deutschland minus neun Stunden.

Währung Ein Euro sind 1,47 US-Dollar (Stand: August 2008). Das Bezahlen auch kleiner Beträge per Kreditkarte ist weit verbreitet.

Gesundheit In der trockenen Luft muss regelmäßig viel Wasser getrunken werden. Auch ein effektiver Sonnenschutz ist ein Muss.

Unterkunft Die Auswahl ist riesig: Schon jetzt gibt es beinahe 135.000 Hotelzimmer in Las Vegas, bis Ende 2010 sollen weitere 32.000 hinzukommen. Geld kann sparen, wer nicht freitags oder samstags in der Stadt übernachtet: Die Auslastung der Hotels in Las Vegas ist an den Wochenenden am höchsten, die Zimmerpreise steigen dann stark an.

Informationen Las Vegas Convention & Visitors Authority, Aviareps Mangum, Sonnenstraße 9, 80331 München, Tel.: 089/23 66 21 62.

Internet www.visitlasvegas.de, www.visitlasvegas.com, www.springspreserve.org, www.usbr.gov/lc/hooverdam.


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