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Florida Keys: Karibik-Feeling in den USA

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Nordamerika  

Florida Keys: Karibik-Feeling in den USA

30.10.2009, 16:10 Uhr | srt

Florida: Über die Autobahn von Key zu Key (Foto: Florida Keys News Bureau/srt)Florida: Über die Autobahn von Key zu Key (Foto: Florida Keys News Bureau/srt) Die Lady hat sich ein schrilles Outfit verpasst. Eine safrangelbe Stretchhose mit schwarzen Punkten ziert die Beine, ein Pelz-BH den Oberkörper. So schnurrt sie auf ihrer Harley Davidson die Duval Street entlang. Ja, man muss sich schon etwas einfallen lassen, um in Key West aufzufallen. Die südlichste Stadt der USA ist ein geschütztes Biotop für Paradiesvögel, Individualisten und Exzentriker aller Couleur. Lernen Sie die Florida Keys in unserer Foto-Serie kennen.

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Foto-Serie Florida

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Die südlichste Stadt der USA

Der eigenbrötlerische Charakter des sympathischen Tropenstädtchens erklärt sich schon aus seiner geografischen Lage. Key West ist mit seinen 25.000 Einwohnern das letzte Glied einer 170 Kilometer langen Kette der Florida Keys, 32 größerer und kleinerer Koralleninseln, die südlich von Miami sichelförmig ins Karibische Meer hinaus schwingen. Wie eine Perlenschnur zieht sich der Overseas Highway, der von 42 Brücken getragen wird, durch diesen Inselschweif. In dreieinhalb Stunden ist die Strecke von Miami nach Key West mühelos zu schaffen. Doch für den Weg dorthin sollte man sich mehr Zeit nehmen.


Key Largo: Bekannt aus Film und Fernsehen

Nur ein paar Meilen hinter Homestead ist das kontinentale Florida zu Ende. Der Highway führt über viele Kilometer und schnurgerade durch eine riesige Mangroven-Sumpflandschaft zur ersten und größten Insel der Keys: Key Largo. Der gleichnamige Film mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall aus dem Jahr 1948 hat die rund 50 Kilometer lange Insel berühmt gemacht. Edle Ferienresorts, kleine Hotels, private Residenzen und Marinas säumen die Strände. Ein weiteres Requisit aus der Filmgeschichte hat ebenfalls vor Key Largo festgemacht: die "African Queen" aus dem gleichnamigen Filmklassiker mit Humphrey Bogart und Katherine Hepburn.


Von Key zu Key

Taucher haben eine ganz andere Assoziation, nämlich den John-Pennekamp-Unterwasser-Nationalpark mit Hunderten verschiedener Fisch- und Korallenarten. Von Key zu Key geht es weiter westwärts. Rechterhand sind noch Fragmente der alten Eisenbahn zu sehen, die der schwerreiche Unternehmer Henry Flagler in Key West bauen ließ. Tatsächlich keuchten 1912 die ersten Züge nach Key West. Doch 1935 zerlegte einer der verheerendsten Hurrikane aller Zeiten das Meisterwerk in 100.000 Stücke. Brücken wurden in Fetzen gerissen, große Teile der Strecke stürzten ins Meer und begruben einen vollbesetzten Zug unter sich.


Asphalt im offenen Meer

Anstatt die Eisenbahnstrecken wieder aufzubauen, beschloss die Regierung, sie durch eine Autobahn zu ersetzen. Mehr als 100 Meilen Asphalt wurden ins offene Meer hinaus gebaut. Wenn sich am Straßenrand Schilder mit der Aufschrift "boat rentals", "fishing charters" und "diving cruises" zu häufen beginnen, kann Islmorada nicht mehr weit entfernt sein. Die aus mehreren Keys bestehende Inselgruppe weist sich selbstbewusst als Welthauptstadt der Sportfischerei aus. Am späten Nachmittag laufen die weißen, oft haushohen Boote am Pier ein und rauschebärtige Skipper präsentieren den staunenden Zuschauern ihre Beute. Riesenbarsche, Sägefische oder Grouper. Ganz zu schweigen von den Marlins, die bei Hochsee-Exkursionen aus dem Meer gezogen werden.


Piña Coladas wie Softeis aus einer Maschine gezapft

Die Köstlichkeiten des Meeres lässt man sich am besten in einer der unzähligen Seafood-Restaurants schmecken, die den Overseas Highway säumen. Key-Spezialitäten wie die aromatischen Stone Crabs gibt es bergeweise für eine Handvoll Dollars. In der von den Beach Boys besungenen Kokomo Bar und der benachbarten Tiki Bar am Strand von Islamorada legen Reggae- und Hard Rock Bands bereits am frühen Nachmittag los. Man gibt sich dem süßen Nichtstun hin, nuckelt an Margaritas und Piña Coladas, die wie Softeis aus einer Maschine gezapft werden. Umwerfener Hangout zum Sonnenuntergang: die Rumrunners Island Bar, die aussieht wie ein windschiefes Piratennest.


Der Karibik auf der Spur

Hinter dem umtriebigen Islamorada wird's ruhig. Sumpfige Graslandschaften und Mangrovenwälder beherrschen die Szenerie. Von Key zu Key hangelt man sich weiter. Mit jeder Meile wird die Szenerie karibischer, das Türkis des Wassers intensiver. So genannte Mile Marker am Straßenrand zeigen an, wie weit es noch bis "MM 0", nach Key West, ist. Bei Pine Key sollte man den Blinker nach rechts setzen. Die Insel ist ein wildes, bewaldetes Natur-Kleinod, auf dem ein paar hundert Mini-Rehe leben. Unbeeindruckt von den begeisterten Autofahrern, äsen sie am Straßenrand. Auf einer Kajaktour kann man sich vom Wasser aus der mit Mangroven überwucherten Insel nähern. Hinter dem Städtchen Marathon spannt sich die Seven Mile Bridge wie ein gigantischer Strahl übers Meer. Jetzt erreichen wir die Ortseinfahrt von Key West. Entlang dem South Roosevelt Boulevard stehen die für Key West typischen "Conch Houses" (sprich: konk) Spalier: weiße und pastellfarbene Holzvillen mit verspielten Verzierungen, großen Verandas, Balustraden und spitzen Dachgiebeln, wie man sie auch in der Karibik oder in Neuengland sieht.


Hemingways Haus als Pilgerziel

Margaritaville, wie Key West auch genannt wird, wirkt wie ein Magnet auf Künstler und Individualisten. Ernest Hemingway ließ sich 1931 mit seiner zweiten Frau Pauline in einer Villa nieder und brachte einige seiner berühmten Werke zu Papier. Das Haus in der Whitehead Street ist heute Museum und Pilgerziel für jährlich 1,5 Millionen Urlauber. Das Herz des 30000-Einwohner-Städtchens ist die Old Town rund um die Duval Street, die sich eine gute Meile schnurgerade vom Atlantik bis zum Golf von Mexiko erstreckt. Witzige Läden, T-Shirt-Boutiquen und Harley-Davidson-Shops verführen zum Leichtsinn - bei diesem Dollar-Kurs!


Am Ende des Tages den Sonnenuntergang genießen

Auf den lauschigen Terrassen der Cafés und Restaurants könnte man Stunden und Tage mit dem Studium des bunten Fußvolks zubringen. In Key West haben offenbar die Flower-Power-Jünger aus den 60er-Jahren überlebt. Mit langem Zottelhaar- und Bart, Latzjeans und Jesuslatschen sehen sie aus, als kämen sie gerade aus Woodstock zurück. Sie prägen das Bild genauso wie die geschniegelten Sportwagen-Yuppies und die bulligen Motorrad-Rocker mit ihren kessen Bräuten. Die immer überfüllte "Sloppy Joe's Bar" lebt von dem nicht eindeutig belegten Ruf, Hemingways Stammkneipe gewesen zu sein. Als Kneipengänger sollte man flexibel sein. Die Auswahl ist groß, ob schicke Cocktaillounge oder finstere Räuberhöhle. Ein besonderes Erlebnis sind die Ausflugsfahrten am späten Nachmittag. Mit einem Cocktail in der Hand genießt man die würzige Meeresbrise und den Blick auf die Küstenlinie. Rechtzeitig vor Sonnenuntergang legt das Schiff wieder an. Schließlich gibt es ein Pflichtritual, dem sich täglich Hunderte von Urlauber unterwerfen: das Zelebrieren des Sonnenuntergangs. Lange, bevor der rot glühende Ball in den Golf von Mexiko eintaucht, pilgern sie hinunter zum Mallory Pier, wo zahlreiche Artisten, Musiker und Entertainer die Wartezeit kurzweilig aufpeppen. Sobald die Sonne endgültig weggetaucht ist, brandet Applaus auf.


Weitere Informationen
Informationsbüro Florida Keys & Key West, Get it Across Marketing, Tel. 0221/ 233 64 51, www.fla-keys.com
Formalitäten: Deutsche Touristen brauchen einen maschinenlesbaren Reisepass und müssen sich vor dem Abflug bei den US-Behörden rechtzeitig unter https://esta.cbp.dhs.gov anmelden.
Klima und Reisezeit Florida: Subtropisches Klima mit Tageshöchstwerten im Schnitt zwischen 23 Grad (Februar) und 33 Grad (Juli/August). Der Sommer ist schwüler und regnerischer als die Wintermonate, in denen es bis zu 11 Grad kalt wird. Im Sommer besteht ein Hurrikan-Risiko.
Geld: Für einen Euro gibt es etwa 1,50 US-Dollar (Stand: Oktober 2009). Das Bezahlen mit Kreditkarten ist weit verbreitet.

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