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Von Kanada nach Kalifornien

01.12.2011, 14:01 Uhr | Kerstin Seitz

. Von Kanada nach Kalifornien. (Quelle: Kerstin Seitz/Montage t-online)

Von Kanada nach Kalifornien. (Quelle: Kerstin Seitz/Montage t-online)

Die USA gelten als das Land der unbegrenzten Möglichkeiten. Unendliche Weiten, abwechslungsreiche Natur und Abenteuer. Doch wer schon den langen Flug auf sich nehmen muss, sollte auch so viel wie möglich erleben. Eine Sehenswürdigkeit, die sich gut mit einem Roadtrip durch die USA verbinden lässt, sind die Niagarafälle. Da sie von der kanadischen Seite besser zu bewundern sind, lohnt sich ein Zwischenstopp in Kanada. Wir verraten Ihnen, welche Reiseroute Sie nehmen sollten, um möglichst viel zu erleben. Schauen Sie sich Stationen der Reise auch in unserer Foto-Show an.

Abstecher zu den Niagarafällen

Egal wo die Reise in Deutschland startet - ein Zwischenstopp in Toronto (Kanada) muss sein. Direkt am Flughafen oder von Zuhause aus einen Mietwagen bis zum nächsten Tag buchen, in ein günstiges Hotel in Flughafennähe (Umkreis von höchstens 60 Kilometern empfehlenswert) einchecken und los geht es zu den Niagarafällen, die übrigens ziemlich schlecht ausgeschildert sind. Oft ist das erste Schild, das der Besucher zu Gesicht bekommt, ein Hinweis auf den 20 Dollar "Sightseeing"-Parkplatz. Eine wirkliche Alternative zu diesem Platz gibt es allerdings nicht. Die Fahrt vom Hotel zu den Wasserfällen dauert circa zwei Stunden (ON-403 West/ON420 East) und führt am Lake Ontario entlang. Bei einem Besuch des Wasserfalls bietet sich eine leichte, wasserabweisende Jacke an, da die Gischt bis zu den Spazierpfaden aufsteigt.

Ab in den Nebel

Für ganz Harte und Wasserunempfindliche ist eine Fahrt mit der "Maid of the Mist" Pflicht. Kleine Boote nähern sich den Wasserfällen von unten. Vom Aussichtspunkt ist aus sicherer Entfernung immer das gleiche Schauspiel zu beobachten: Erst fotografieren alle Mitfahrer fleißig, doch je näher sie dem brausenden Wasser kommen, desto schneller wird ihnen klar, dass die ausgeteilten Regencapes keinen wirklichen Schutz bieten. Aus lachenden Gesichtern werden skeptische und teilweise kippt der Ausdruck ins Panische. Schließlich flüchtet sich die durchnässte Masse auf die Rückseite des Bootes, das aufgrund der ungleichen Gewichtsverteilung in Schieflage gerät. Der Kapitän bekommt Mitleid und dreht wieder ab. Ein lustiges Schauspiel. Doch warum sollten sich Reisende das Spektakel von der kanadischen Seite aus ansehen? Weil man von Kanada aus einfach mehr sieht. Aber natürlich wären die USA nicht die USA, wenn es in der Nähe dieses Naturwunders nicht auch ein Unterhaltungsviertel gäbe, das bunt leuchtend und schrill tönend nach Besuchern schreit.

Weiter geht es in die USA

Nach diesem Ausflug geht es schnell zurück ins Hotel und dann ins Bett, denn am nächsten Tag startet der Flug nach Denver. Denver ist der perfekte Ausgangsort für Canyon-Freaks. Es empfiehlt sich für diese Tour einen SUV zu mieten, der gleichzeitig als Notfall-Übernachtungsmöglichkeit dient. Mit reichlich Wasser und Verpflegung im Gepäck kann es losgehen. Von Denver aus immer auf der Interstate 70 Richtung Westen geht es durch die wohl grünste Phase der Reise. Am berühmten Skigebiet Aspen vorbei, durch den White River National Forrest, auf die 191 (Richtung Süden) bis zum Arches National Park. Der Nationalpark gehört wohl zu den bekanntesten der USA. Die Steinbögen haben ihre rote Farbe durch Erosion und Verwitterung sorgt dafür, dass sich ihre Formen immer wieder verändern. Recht leicht zu finden ist der bekannte Balanced Rock. Es scheint, als schwebe eine Kugel auf einem Felsen. Eine etwa einstündige Wanderung, die nichts für Menschen mit Höhenangst oder einer schwachen Pumpe ist, führt zum berühmtesten Felsen des Parks. Der "Delicate Arch" befindet sich circa 2,5 Kilometer vom Parkplatz am östlichen Teil des Parks. Das klingt nicht viel, aber der Weg ist beschwerlich und führt teilweise über ein sehr glattes und steil abfallendes Steinplateau. Der Felsen selbst ist ganze 14 Meter hoch und das beliebteste Fotomotiv, wobei die Besucher für ein besonders schönes Foto auf das ständige Licht-und-Schatten-Spiel unter dem Bogen achten sollten. Im Park gibt es unzählige Gesteinsformationen, die fast alle mit kreativen Namen wie "Drei Klatschbasen", "Schafsfelsen" oder "Landschaftsbogen" gesegnet sind. Wer einen Felsen findet, der bisher unbenannt ist, darf ihm einen Namen geben.

Canyon über Canyon

Mainstream-Canyons kann ja jeder erkunden. Also geht es weiter zum "Bryce Canyon". Doch nicht, ohne vorher einen Zwischenstopp in Moab und eine Kanufahrt auf dem Colorado-River zu erleben. Auf dem Weg zum "Bryce Canyon" kommt man zwangsläufig noch durch den "Red Canyon" im "Dixie National Forrest". Nach vielen kleineren Canyons wird es Zeit für eine richtige Steigerung, also geht es weiter in Richtung "Grand Canyon". Auf der 89 bis nach Tusayan - die Fahrt dauert in etwa sechs Stunden und Übernachtungsmöglichkeiten sind dort gegeben. Für den "Grand Canyon Nationalpark" sollte man sich zwei bis drei Tage Zeit nehmen, denn der Canyon ist riesig und die Aussichtspunkte alle faszinierend. Die Einfuhrerlaubnis ist sieben Tage gültig. Auch werden Wanderungen mit Rangern angeboten, die Wanderfreunde ein Stück in den Canyon führen, dabei die Geschichte erläutern und allen einimpfen, niemals auf die Idee zu kommen, an einem Tag hinunter und wieder hinauf wandern zu wollen. Die Strecke wird oft unterschätzt und immer wieder finden unvorsichtige Wanderer so den Tod. Zudem geht die Sonne rasch unter und ist sie weg, wird es auch sehr schnell sehr kalt.

Vegas Baby!

Nach so viel Natur wird es nun Zeit für ein wenig Luxus. Ab nach Vegas! Unterwegs auf der Interstate 40 gibt es immer wieder die Möglichkeit, auf die berühmte Route 66 abzubiegen. Beispielsweise ab Seligman geht es ein gutes Stück auf der legendären Straße, parallel zur Hauptroute. Ein Umweg der sich lohnt. Ein Halt in Hackberry ist ein Muss. Zwar sind am Rande der Route 66 immer wieder interessante alte Bauwerke zu bewundern und die Zeit scheint stehengeblieben zu sein, aber ein Highlight sticht hier besonders hervor. Von außen zuerst recht unscheinbar, offenbart sich bei Eintreten in den "Hackberry General Store" eine wahre Perle. Das Wort "Museum" kann nicht beschreiben, welche Schätze aus vergangenen Tagen hier versammelt sind. Autogrammkarten von Marlene Dietrich bis Clark Gable, ein altes Diner, unzählige Nummernschilder von der ganzen Welt und ein Flair, das sich mit Worten nicht beschreiben lässt. Auf die Frage, ob er alle diese Persönlichkeiten selbst getroffen hat, antwortet der Besitzer John stolz: "Yes. Miss Dietrich was a great Lady". Und wer sich den kleinen Scherz nicht verkneifen kann, legt sich einen der Führerscheine mit Elvis Presleys Daten zu. Verhaftung nicht ausgeschlossen. Autoliebhabern steigen die Tränen beim Anblick einer roten Corvette aus dem Jahre 1956 in die Augen.

Qual der Wahl

In welches der verrückten Themenhotels man sich in Las Vegas einmietet, ist im Grunde egal, denn das Leben spielt sich dort nicht im Hotelzimmer ab. Es lohnt sich hierbei von Zuhause aus zu schauen, welche Shows in Vegas laufen und diese direkt vor Ort zu buchen. Der Rest ergibt sich in der Stadt von ganz allein. Ein Casino reiht sich neben das andere und Zeit spielt keine Rolle. Wer nicht gerade an einem Freitag in Vegas ankommt, dürfte kein Problem bekommen, ein freies Zimmer zu finden. Zudem werden immer wieder Specials angeboten. Wenn die gesamte Kohle verprasst und die Akkus wieder aufgeladen sind, geht der Roadtrip weiter in Richtung Kalifornien, die Fahrt bis San Diego dauert in etwa sechs Stunden. Wer mutig ist, hat es von San Diego bis zur mexikanischen Grenze nicht mehr weit. Bei Tijuana geht es ganz unspektakulär durch eine Drehtür und schon ist man im Land der Drogenkriege. Keine Kontrolle, kein Stempel. Wer lieber auf Nummer sicher gehen möchte, nimmt sich kein Taxi in die Stadt, sondern atmet ein Mal tief durch und stellt sich dann wieder in die kilometerlange USA-Einreiseschlange. Wenn der Grenzbeamte einen passieren lässt, stellt sich Erleichterung und fast ein Gefühl der Heimatverbundenheit ein.

Vom Filmset direkt ins Meer

Eine Sehenswürdigkeit in San Diego ist die Coronado Bridge, die zum Hotel del Coronado führt. In dem weißen Prachtbau wurde unter anderem "Manche mögen's heiß" mit Marilyn Monroe gedreht und der weite, weiße Strand ist wundervoll anzusehen. An dieser Stelle endet der Roadtrip. Wer allerdings mehr als drei Wochen zur Verfügung und noch nicht genug hat, kann von dieser Stelle noch einen "Klassiker" erleben: Direkt an der Pazifikküste auf der Route Number 1 bis nach San Francisco. Die Strecke ist nicht zu unterschätzen, da die Straßenführung direkt an den Klippen sehr anspruchsvoll und nicht sehr schnell zu befahren ist. Sie führt an Los Angeles vorbei, wo nicht nur das "Hollywood-Sign" und das "Chinese-Theatre" jedes Jahr Unmengen an Touristen anlocken. Außerdem hat Los Angeles angeblich pro Kopf die meisten Museen der Welt. An den riesigen Klippen des "Big Sur" vorbei geht es schließlich bis nach San Francisco.


Weitere Informationen:

Hackberry General Store: http://hackberrygeneralstore.com
Moab: www.moab-utah.com
Las Vegas: www.visitlasvegas.de
Los Angeles, San Francisco, San Diego: www.visitcalifornia.com

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