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Honolulu: Wo schon Queen Mum Hula tanzte

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Honolulu: Wo schon Queen Mum Hula tanzte

27.02.2014, 13:41 Uhr | Brigitte von Imhof, srt

Honolulu: Wo schon Queen Mum Hula tanzte. Honolulu bietet für jeden Besucher das Richtige. (Quelle: Thinkstock)

Honolulu bietet für jeden Besucher das Richtige. (Quelle: Thinkstock)

Hawaii macht süchtig, dem tropischen Aloha-Zauber der Südseeinseln kann und will sich niemand entziehen. Die Hauptstadt mit ihrer Schlagader Waikiki ist die Einstiegsdroge – und die haut selbst Royals und Rock'n Roller um. Schauen Sie sich Honolulu auch in unserer Foto-Show an.

Als der Taxifahrer erfährt, dass wir aus Deutschland kommen, erhellt sich seine Miene und er wechselt die CD. Sogleich erschallt die Nachtigall-Stimme von Nana Muskouri: "Guten Abend, gut Nacht, mit Rosen bedacht..." Nun ja, so groß ist das Heimweh nun auch wieder nicht. Aber wir bedanken und für die musikalische Aufmerksamkeit, und Nana stellt "Morgen früüüüüüh, wenn Gott will..." in Aussicht.

Jetzt sind wir also in Honolulu, der 370.000-Einwohner-Hauptstadt Hawaiis. Das "Manhattan in der Südsee“ wird Honolulu oft ein bisschen despektierlich genannt. Doch trotz himmelstürmender Wolkenkratzer und Highway-Staus springt und der Aloha-Zauber sofort an. Das liegt an den Palmen, die sich in der Abendbrise wiegen. Am betörenden Blütenduft und natürlich an den herrlichen 24 Grad um 21 Uhr.

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Das Jetlag holt uns schon am nächsten Morgen aus den Federn, kein Wunder bei elf Stunden Zeitverschiebung. Gleich neben unserem Hawaii Prince Hotel liegt der Ala Moana Park, der wie eine riesige grüne Faust in den Pazifik hineinreicht und das westliche Ende des berühmten Strand-Stadtteils Waikiki bestimmt. Wir sind längst nicht die einzigen, die den jungen Tag hier begrüßen: Jogger und Power-Walker mit und ohne Hund überholen uns. Auf den Rasenflächen haben sich Grüppchen zum Tai-Chi oder Yoga versammelt. Auf dem Meer liegen die ersten Surfer auf ihren Brettern und warten auf die perfekte Welle. In einer Lagune ziehen drei Stand-up-Paddler ihre Bahnen und am Ufer macht ein Tauchlehrer mit seinen Schülern Trockenübungen. Ein Stück weiter laufen die Vorbereitungen zu einer Outrigger-Regatta. Die jungen Ruderer bringen ihre Auslegerboote zu Wasser und werden von ihren Coaches auf die erfolgversprechendste Taktik eingeschworen. Unzählige Zuschauer, darunter viele lautstarke Familien und Freunde der jungen Athleten, sorgen für WM-reife Stimmung.

Surfboard für 35 Dollar

Mitten im Trubel treffen wir Bene aus Köln mit seinem Vintage-Surfboard, das er auf einem Flohmarkt am Aloha-Stadium für 35 Dollar erworben hat und gleich mal testen wollte. Leider musste er sich von Einheimischen seinen Anfangsverdacht bestätigen lassen, dass dieses Board für einen Surfanfänger wie ihn total ungeeignet sei. Stattdessen trägt er nun sein Brett unterm Arm spazieren und darf sich fühlen wie einer, der dazu gehört.

Am weltberühmten Waikiki Beach habe die coolen Typen mit ihren schnittigen Brettern Position bezogen. Ein Surflehrer macht mit einer Familie Trockenübungen. Immer locker in den Knien bleiben, optimale Position auf dem Brett finden, die Arme zum Balance-Halten einsetzen, die Spitze des Boards nicht ins Wasser tauchen lassen... Ach wenn das nur alles so einfach wäre, wie es die drahtigen Burschen mit ihren sonnengebleichten Haaren aussehen lassen! Eine mit einem frischen Blütenkranz (Lei) verzierte Bronzestatue erinnert an Duke Kahanamoku, den Erfinder des modernen Wellenreitens und Godfather aller Surfer. Der Duke war ein Idol, schwamm bei den Olympischen Spielen 1912 Weltrekord und brachte Queen Mum den Hula bei.

Das Strand-Stadtviertel Waikiki, Dukes Wirkungsstätte, war bis weit ins 20. Jahrhundert hinein Sumpfland, das erst durch den Bau des Ala Wai Kanals trockengelegt werden konnte. Der Tourismus setzte 1901 mit der Eröffnung des Moana Hotels ein, dem heutigen Sheraton Moana Surfrider, und nahm in den 1920ern raketenartig Fahrt auf, als das rosafarbene Royal Hawaiian Hotel in den Sand von Waikiki gesetzt wurde. Im "Pink Palace“ gaben sich Hollywood-Größen und Staatspräsidenten die Klinke in die Hand, Rockstars feierten wilde Partys. Elvis Presley wohnte hier während des Drehs zu dem Schmachtfetzen "Blue Hawaii“ aus dem Jahr 1961, in dem der Rock'n Roller mit "I can't help falling in love with you" einen auf Schmusesänger machte.

Shoppen, Cocktails und Strand 

Eingerahmt von modernen Hotelriesen, wirkt das Royal Hawaiian heute wie eine niedliche Sandburg – was seinem Glamour aber keinen Abbruch tut. Noch immer steigen hier die Celebrities ab, schwelgen in Nostalgie und lassen sich die Illusion nicht nehmen, dass Liz Taylor und Richard Burton jeden Moment durch die Drehtür kommen. Wir lassen uns an der Strandbar nieder, bestellen einen Mai Tai und einem Teller mit leckeren Pupus (Vorspeisen) und sehen dem bunten Treiben zu. Hier schon wieder ein japanisches Brautpaar im Fotostress, dort ein Typ mit seinem Papagei und dazwischen ein bimmelnder Weihnachtsmann – noch einen Mai Tai, bitte!

Hinter den Strandhotels, parallel zum Waikiki-Strand verläuft die Kalakaua Avenue mit ihren vielen Shops und Boutiquen (von edel bis trashig), Bars und Restaurants. Da man von diesen Aloha-Shirts und -Kleidern nie genug haben kann, ebbt der Reiz des Shoppens so schnell nicht ab – und flutet in den Edel-Shoppingzentren wie der Ala Moana Mall (einst größte ihrer Art in den USA) vollends über.

Was Rio sein Zuckerhut, ist Honolulu sein Diamond Head, ein erloschener Vulkan, der am östlichen Ende Waikikis in den Himmel ragt und durchaus das Zeug zu einem Wahrzeichen hat. Man kann zu Fuß vom Strand zum Eingang des Parks wandern, von dort geht es rund 45 bergauf zum Gipfel. Die Landschaft um den erloschenen Krater erinnert ein wenig an die Savanne Afrikas. Auf einem schmalen Pfad, teilweise auf steilen Treppen, geht es hinauf zum 232 Meter hohen Gipfel. Lohn der Mühe ist ein fantastischer Blick auf Waikiki, auf Honolulu und ihre Nobel-Randbezirke, die an den grünen Berghängen hochkriechen. Irgendwo da unten im Straßenrevier kurvt wahrscheinlich ein Taxifahrer umher, der mit Nana Muskouri im Duett deutsche Volksweisen singt. Wir halten uns lieber an Elvis: "I can't help....“.

Weitere Informationen: Internet: www.gohawaii.com

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