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Florida Keys: Amerikas schönste Endstation

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Florida Keys  

Amerikas schönste Endstation

27.02.2015, 09:00 Uhr | Brigitte von Imhof, srt

Florida Keys: Amerikas schönste Endstation. Der Overseas Highway verbindet das Festland Floridas mit den Keys. (Quelle: imago/United Archives International)

Der Overseas Highway verbindet das Festland Floridas mit den Keys. (Quelle: United Archives International/imago)

Auf der 170 Kilometer langen Inselkette vor der Küste Floridas prägt karibische Lässigkeit das Leben entlang des Overseas Highways. Entdecken Sie die Keys auch in unserer Foto-Show.

Key West ist die südlichste Stadt des US-amerikanischen Festlandes und das letzte Glied der 170 Kilometer langen Inselkette - der Florida Keys. Das 25.000 Einwohner zählende Städtchen zieht Paradiesvögel, Aussteiger, Althippies, Yuppies und Exzentriker an. Es ist der schrille, laut-fröhliche Schlusspunkt auf der Fahrt über den Overseas Highway. Dieser verbindet die 32 Koralleninseln miteinander, von 42 Brücken wird er getragen.

Der Highway ist völlig ungeeignet, um möglichst flott von A nach B zu kommen. Denn die Straße an sich ist ein Kuriosum, und der Urlauber tut gut daran, sich mehr Zeit zu nehmen als die dreieinhalb Stunden Fahrzeit, die man bis Key West benötigen würde. 2009 wurde der 205 Kilometer lange Highway in den Straßen-Adelsstand einer sogenannten All-American Road erhoben. Er verbindet einige der schönsten Inseln Floridas miteinander - wobei es natürlich noch weitere Inseln des Staates gibt, die diese Bezeichnung verdienen würden.

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Restaurants und typische Gerichte

Hinter dem Ort Homestead ist das kontinentale Florida zu Ende. Der Highway führt über viele Kilometer und schnurgerade durch eine riesige Mangroven-Sumpflandschaft - ein Ausläufer der Wasserwildnis des Everglades-Nationalparks - zur ersten und größten Insel der Keys: Key Largo, selbsternannte Taucher-Welthauptstadt mit dem John-Pennekamp-Unterwasser-Nationalpark mit Hunderten verschiedener Fisch- und Korallenarten. Die ganze Unterwasserpracht lässt sich besonders schön bei einer Fahrt mit dem Glasbodenboot erkunden.

In den Bars erinnern Fotos an den großen Hollywoodfilm "Gangster in Key Largo" mit Humphrey Bogart und Lauren Bacall aus dem Jahr 1948. Key Largo ist auch der ideale Platz, um sich in einem der Strandlokale für die Weiterfahrt zu stärken. Fisch und Meeresfrüchte sind die Renner: Langusten und Snapper, Barsch und Mahi Mahi sowie die Stone Crabs. Unbedingt Platz im Magen sollte man sich für den erfrischend süß-sauren Key Lime Pie aufheben, den "Offiziellen Staatskuchen Floridas". Sein Geschmack gehört zum Lebensgefühl der Florida Keys.

Mit dem Boot zum Hochsee-Fischen

Weiter westwärts sind rechts neben dem Highway Fragmente der alten Eisenbahn zu sehen, die der schwerreiche Unternehmer Henry Flagler ins türkisfarbene Meer hinein bauen ließ. Tatsächlich keuchten 1912 die ersten Züge nach Key West. Doch 1935 zerlegte der verheerende Labour Day Hurrikan dieses Meisterwerk der Ingenieurskunst in seine Einzelteile. Anstatt die Eisenbahnstrecken wieder aufzubauen, beschloss die Regierung, sie durch eine Autobahn zu ersetzen.

Wenn sich am Straßenrand Schilder mit der Aufschrift "boat rentals", "fishing charters" und "diving cruises" häufen, ist Islamorada nicht mehr weit entfernt. Schon wieder erwartet die Reisenden eine Welthauptstadt, nämlich die der Sportfischerei. Am Spätnachmittag laufen die weißen, oft haushohen Boote am Pier ein, und Skipper präsentieren den staunenden Zuschauern ihre Beute: Riesenbarsche, Sägefische, Grouper oder Marlins.

Bars auf Islamorada

In der von den Beach Boys besungenen "Kokomo Bar" und der benachbarten "Tiki Bar" am Strand von Islamorada legen Reggae- und Hardrock-Bands bereits am frühen Nachmittag los. Weiter westlich beherrschen Graslandschaften und Mangrovenwälder die Szenerie. Von Key zu Key hangeln wir uns weiter. Mit jeder Meile wird die Szenerie karibischer, das Türkis des Wassers intensiver. Die Mile Marker am Straßenrand zeigen an, wie weit es noch bis "MM 0", nach Key West, ist.

Big Pine Key ist ein wildes, bewaldetes Natur-Kleinod, auf dem ein paar hundert der seltenen kleinen Key-Rehe leben. Unbeeindruckt von den begeisterten Autofahrern äsen sie am Straßenrand. Während einer Kajaktour kann man sich vom Wasser aus der mit Mangroven umwucherten Insel nähern.

Die Seven Mile Bridge

Hinter dem Städtchen Marathon spannt sich die Seven Mile Bridge wie ein gigantischer Strahl übers Meer, an dessen Ende die Ortseinfahrt von Key West wartet. Entlang dem South Roosevelt Boulevard stehen die für Key West typischen Conch Houses (sprich: konk) Spalier: weiße oder pastellfarbene Holzvillen mit verspielten Verzierungen, großen Veranden, Balustraden und spitzen Dachgiebeln.

Zu beiden Seiten der Duval Street breitet sich die Old Town mit einer Vielzahl an witzigen Läden, T-Shirt-Boutiquen und Kneipen aus. In Key West hat offenbar ein Teil der Flower-Power-Szene aus den 1960er-Jahren überlebt. Hippies prägen das Bild genauso wie die geschniegelten Sportwagen-Yuppies und die bulligen Motorrad-Rocker mit ihren Bräuten. Jedes Jahr Ende Oktober steigt dort das karnevalsähnliche Fantasy-Fest. Doch eigentlich ist Key West eine ganzjährige Faschingsparty.

Eine beliebte Sehenswürdigkeit in Key West ist der Southernmost Point, der als südlichster Punkt der kontinentalen USA gilt. Ihn trennen nur rund 90 Meilen (umgerechnet rund 145 Kilometer) bis Kuba.

Sonnenuntergang am Mallory Pier

Einigkeit herrscht beim allabendlichen Sonnenuntergangs-Ritual, dem sich alle unterwerfen: Lange bevor der rot glühende Ball in den Golf von Mexiko eintaucht, pilgern Heerscharen hinunter zum Mallory Pier, wo zahlreiche Artisten, Musiker und Entertainer die Wartezeit kurzweilig mit kleinen Vorführungen aufpeppen - um dann ehrfürchtig innezuhalten, wenn die Sonne im Meer versinkt.

Noch weiter westlich von Key West - rund elf Kilometer - liegt der Dry Tortugas National Park im Golf von Mexiko. Er umfasst sieben kleine Sand- und Koralleninseln und ist mit Fort Jefferson, einem ehemaligen Gefängnis, ein beliebtes Ausflugsziel. Eine Fähre fährt die Dry Tortugas von Key West aus an. Tagestouren kosten pro erwachsenem Fahrgast rund 150 Euro.

Weitere Informationen:

  • Anreise: Nonstopflüge von Deutschland nach Miami ab etwa 600 Euro, beispielsweise mit Lufthansa oder United Airlines.
  • Preisbeispiel: Eine 15-tägige Mietwagen-Rundreise "Florida Intensiv" ab/bis Miami, mit Stationen in Orlando, der Westküste und den Florida Keys, kostet beispielsweise im April ab etwa 1600 Euro, buchbar bei Dertour. Drei-Sterne Doubletree Grand Key Resort in Key West, ab 48 Euro p.P., buchbar bei Canusa.
  • Informationsbüro Florida Keys & Key West: Tel. 0211/2336451, www.fla-keys.de
  • Tagestouren zu den Dry Tortugas: www.drytortugas.com

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