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Abu Dhabi: Übermorgenland war gestern

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Abu Dhabi: Übermorgenland war gestern

25.08.2009, 15:23 Uhr | Christian Boergen/srt

Modell des neuen Kulturdistrikts Saadiyat Island (Foto: srt/C.Boergen)Modell des neuen Kulturdistrikts Saadiyat Island (Foto: srt/C.Boergen)

Wer die 140 Autobahn-Kilometer aus dem Übermorgenland Dubai nach Abu Dhabi fährt, der bemerkt den Unterschied sofort: Abu Dhabi verfügt nicht nur über Ölvorräte bis ins nächste Jahrhundert und entsprechend volle Kassen, sondern auch über grüne Straßenränder. Palmen neben der von Dubai kommenden Scheich-Zayed-Road heißen den Besucher willkommen.

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Protzig aber nachhaltig

Bereits der 2004 verstorbene Herrscher Abu Dhabis und erste Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Zayed bin Sultan Al Nahyan, hat auf grüne Politik gesetzt. Scheich Khalifa, sein Sohn und Nachfolger, investiert die Erlöse aus der Ölförderung noch stärker in nachhaltige und regenerative Projekte. Gerade erst hat seine 16 Milliarden Euro teure Ökostadt Masdar Bonn und Wien im Wettbewerb um den Sitz der Internationalen Agentur für erneuerbare Energien (Irena) ausgestochen. Westlich von Abu Dhabis internationalem Flughafen soll Masdar als autofreie, CO2-neutrale Wissenschaftsstadt 47.500 Einwohner, 1500 Firmen und eine Universität vollständig mit erneuerbaren Energien versorgen. Der Verkehr fließt unterirdisch mit Elektroantrieb, kombiniert mit einer Hochbahn, die auch zum Airport führt.

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Foto-Serie Wüsten-Staat Abu Dhabi

Eine zehnspurige Brücke

Geradezu winzig muss Anfang Mai Hessens Regierungschef Roland Koch im Luxushotel Emirates Palace beim Besuch einer Ausstellung zum Kultur-Distrikt auf Saadiyat Island das Frankfurter Museumsufer vorgekommen sein: Nur einen halben Kilometer von der Hauptstadt-Insel Abu Dhabi entfernt, entfällt auf das Natur-Eiland ein Großteil der über 70 Milliarden Euro, die das kleine Emirat in nur fünf Jahren für Infrastruktur ausgibt. Eine zehnspurige Brücke mit Bahnverbindung bis nach Dubai soll Saadiyat binnen einer Viertelstunde vom Flughafen erreichbar machen. Abu Dhabi verfolge mit der Insel das Ziel, mehr Urlauber anzuziehen, sagt Mahra Khalid Al Qassimi. Die Sprecherin der Tourism Development & Investment Company (TDIC) des Emirats, hat starke Argumente: Voraussichtlich 2012 soll das Zayed-Nationalmuseum von Sir Norman Foster zu Ehren des Gründungspräsidenten eröffnet. Auf 12000 Quadratmetern soll es kulturelles Erbe, Umwelt, Entwicklung und Veränderung der Emirate präsentieren sowie ein Bildungszentrum, ein Theater, ein Café und zahlreiche Geschäfte beherbergen.

Kultur in Abu Dhabi

Und auch in Sachen Kultur will Abu Dhabi in Zukunft Besucher anlocken. Mit 32000 Quadratmetern Ausstellungsfläche wird schon bald Jean Nouvels erster Louvre außerhalb Frankreichs folgen, dessen Grundstein Staatspräsident Nicolas Sarkozy höchstpersönlich legte. Der besondere Clou: Unter dem UFO-Dach des Museums für Archäologie, bildende und schöne Künste aller Perioden bis zur Moderne entsteht ein Anlegeplatz für Boote. Ab 2013 soll nebenan das mit 42000 Quadratmetern Ausstellungsfläche weltgrößte Guggenheim-Museum zeitgenössische und moderne Kunst präsentieren. Wie bereits das Guggenheim-Museum in Bilbao, das von 1998 bis 2006 mehr als 9,2 Millionen Besucher angezogen hat, baut Frank Gehry derzeit die arabische Version des Museums - samt Zentren für Kinder-Kunsterziehung, Kunst-Technologie sowie Forschung und Konservierung.

Golfen bis zum Strand

Noch gewaltiger in seinen Ausmaßen wird mit 52.000 Quadratmetern das Zentrum für Darstellende Kunst der Architektin Zaha Hadid, inspiriert von Pflanzen-Strukturen unter einem Mikroskop. Das 62 Meter hohe Gebäude soll fünf Säle für Theater, Opern und andere Musik mit insgesamt 6300 Sitzplätzen bieten. Bis 2017 folgt das Maritime Museum des Japaners Tadao Ando mit Schwimm-Docks, die teils im Wasser, teils an Land errichtet werden. Am Saadiyat Beach sind außerdem neun Fünf-Sterne-Hotels sowie ein Gary-Player-Golfkurs mit Löchern bis zum Strand geplant.


Der größte Kronleuchter der Welt

Wie beeindruckend Gebäude in Abu Dhabi aussehen können, davon zeugt bereits die Scheich-Zayed-Moschee mit vier 107 Meter hohen Minaretten und 82 Kuppeln. Auf fünf Fußballfeldern überbauter Fläche können fast 41.000 Gläubige gleichzeitig beten. Mit 1192 Säulen, dem größten handgefertigten Teppich sowie dem größten Kronleuchter der Welt ist das Gotteshaus ein schönes Beispiel für Völkerverständigung. Reiseleiter Mohamed al Mahmoud strahlt: "Fast jedes Land ist hier mit Materialien oder Arbeitern vertreten." Nachts wechselt die Moschee-Beleuchtung und spiegelt sich in Reflexions-Pools rundum. Ein weiteres Riesen-Projekt stemmt das Emirat auf Yas Island: Dort startet am 1. November 2009 die Formel 1 auf dem Yas Marina Circuit ums und durch das Yas-Hotel. "Nirgends sind Sie so nahe an der Strecke wie hier", sagt Richard Cregan, Chef des Abu Dhabi Motorsport-Managements. Sechs weitere Hotels, ein Yachthafen, die Ferrari World als riesiger überdachter Themenpark mit der schnellsten Achterbahn der Welt, ein Wasser- sowie ein Warner-Brothers-Park umgeben den Rennkurs im Wüstensand.

Weitere Informationen:

Anreise: Mit Etihad Airways ab derzeit etwa 350 Euro inkl. Steuern und Gebühren von Frankfurt oder München in sechs Stunden nach Abu Dhabi. Auch Lufthansa, Emirates und Gulf Air fliegen die Emirate an. Beste Reisezeit: Die angenehmsten Reisemonate für Abu Dhabi sind September und Oktober sowie März bis Mai mit Tagestemperaturen von 25 bis 35 Grad. Grünes Abu Dhabi: Deutschsprachige Informationen zu Saadiyat Island finden sich im Internet unter www.saadiyatonline.com, englischspachige unter www.saadiyat.ae, www.tdic.ae und www.artsabudhabi.ae. Eine schöne Übersicht aller Attraktionen auf Yas Island gibt es im Internet unter www.yasisland.ae (nur auf Englisch). Weitere Auskünfte: Abu Dhabi Tourism Authority (ADTA), Sonnenstraße 9, 80331 München, Broschüren-Tel. 069/29925390, E-Mail: germany@adta.ae, Internet: www.visitabudhabi.ae

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