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"Burj Dubai": Höchstes Gebäude der Welt eingeweiht

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"Burj Dubai"  

Krönender Abschluss für den Turmbau zu Dubai

01.03.2010, 10:00 Uhr | dpa-tmn, dapd, dpa

"Burj Dubai": Höchstes Gebäude der Welt eingeweiht. Dubai eröffnet das höchstes Gebäude der Welt (Foto: Reuters)

Dubai eröffnet das höchstes Gebäude der Welt (Foto: Reuters)

Der höchste Wolkenkratzer der Welt ist eröffnet: 828 Meter misst der Burj Chalifa in Dubai. Der Herrscher des Emirats, Mohammed bin Raschid Al Maktum, enthüllte am Montag vor tausenden staunenden Einwohnern und Touristen eine Tafel am Fundament des 1,5 Milliarden Dollar (970 Millionen Euro) teuren Turms. Bewundern Sie die Eröffnung auch in unserer Foto-Serie.

Turm wurde umbenannt

Benannt ist der Turm nach dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Chalifa bin Sajed al Nahjan, wie die amtliche Nachrichtenagentur WAM berichtete. Bei der Feier am Montagabend traten arabische Tänzer auf, und Fallschirmspringer in den Farben des Emirats landeten am Fuß des gigantischen Turms. Medienberichten zufolge waren mehr als 1000 Sicherheitskräfte im Einsatz. Das neue Hochhaus sticht alle bisherigen Superlative unter den Wolkenkratzern aus: Der nächste Rivale unter den Bürotürmen, Taipeh 101, wurde längst übertrumpft - dieses Hochhaus in der Hauptstadt von Taiwan bringt es ohne Antenne "nur" auf 508 Meter.

Die Krönung aller Superlative

Der Burj Dubai übertrifft auch das bislang höchste Bauwerk der Welt überhaupt - den Sendemast im US-Staat North Dakota mit einer Höhe von 629 Meter. Noch höher war früher nur der Warschauer Sendemast mit 646 Metern, doch der stürzte schon 1991 ein. Der Burj Dubai mit einer glitzernden Fassade aus Metall und Glas weist noch weitere Rekorde auf: Der Büroturm hat die meisten Stockwerke, nämlich mehr als 160, und die höchste bewohnte Etage eines Gebäudes weltweit. Auch die Aussichtsplattform im 124. Geschoss setzt neue Maßstäbe.

Mehr als 160 Stockwerke für 12.000 Menschen

Die ersten Entwürfe für den Rekordturm sahen lediglich eine Höhe von rund 518 Metern vor, wie ein Vertreter des US-Architekturbüros Skidmore, Owings & Merrill mitteilte. "Wir waren uns nicht sicher, wie hoch wir gehen konnten", sagte der Ingenieur Bill Baker. "Es war wie eine Entdeckungsreise." Der leitende Architekt, Adrian Smith, hatte zuvor bereits den 420 Meter hohen Jin-Mao-Tower in Shanghai entworfen. Die Arbeiten an dem Wolkenkratzer begannen 2004. Zeitweise waren nach Angaben der Immobilienfirma Emaar Properties rund 12.000 Arbeiter pro Tag beschäftigt. Große Teile der Glasfassade lieferte eine ostdeutsche Fabrik: Das Unternehmen Guardian Glas in Thalheim bei Bitterfeld (Sachsen-Anhalt) erklärte, für den Burj Dubai sei Spiegelfassadenglas für fast 200.000 Quadratmeter hergestellt worden. Rund 90 Prozent der Büros und Wohnungen sind Emaar zufolge bereits verkauft. In dem Hochhaus ist auch ein von Giorgio Armani gestaltetes Hotel untergebracht. Letztlich sollen dort in einer Art "vertikalen Stadt" bis zu 12.000 Menschen wohnen und arbeiten.

Zeitweise Quadratmeterpreis von 20.000 Dollar

Die Luxus-Apartments im Burj Dubai wurden zu Boom-Zeiten zu einem Quadratmeterpreis bis zu 20.000 Dollar vorab verkauft. Seit der Krise hat sich dieser Betrag allerdings mehr als halbiert, wie aus Maklerkreisen zu vernehmen war. Der Stadtstaat Dubai hat sich im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise hoch verschuldet. Das benachbarte Emirat Abu Dhabi kam Dubai Ende vergangenen Jahres mit Krediten in Höhe von insgesamt 25 Milliarden Dollar zu Hilfe. Die Staatsverschuldung Dubais wird auf 80 Milliarden Dollar geschätzt, das entspricht etwa dem Bruttoinlandsprodukt.

Tickets für den Burj Dubai im Internet

Die Luxus-Hotelzimmer und edlen Appartements im höchsten Haus der Welt dürften für die meisten Dubai-Besucher unerreichbar bleiben. Doch viele Touristen werden sich die Liftfahrt zur rundum verglasten Aussichtsetage des Burj Dubai oder einen Spaziergang durch den Park am Fuße des Turms nicht nehmen lassen. Tickets für das "At the Top" genannte 124. Stockwerk des mehr als 800 Meter hohen Rekord- Bauwerks sollten auf der Seite www.burjdubai.com vorbestellt werden, rät Uta Becker von Dubais Tourismusvertretung DTCM in Frankfurt. Die Plattform öffnet noch im Januar. Preise standen zunächst nicht fest. Der einstündige Besuch der Aussichtsetage beginnt mit Multimedia-Präsentationen entlang eines 65 Meter langen Rollbandes, das zu den Aufzügen führt. Diese fahren mit einem Tempo von zehn Metern in der Sekunde zur Aussichtsetage hinauf. Dort gibt es auch eine Open-Air-Terrasse, die den Blick auf Dubai ganz ohne schützendes Glas erlaubt.

Aussicht vom höchsten Gebäude der Welt

Von Sonntag bis Mittwoch hat "At the Top" den Angaben zufolge zwischen 10 und 22 Uhr geöffnet, donnerstags bis samstags nur zwischen 10 und 12 Uhr. Für Schüler und Studenten gibt es täglich von 9 bis 10 Uhr ein Zeitfenster mit billigeren Tickets. Auch Gruppen können mit Preisnachlässen rechnen. "Souvenir- Shops gibt es auf der Aussichtsplattform und im Erdgeschoss", sagt Becker. Ein Spaziergang durch den mehr als zehn Hektar großen Park ist auch ohne Ticket möglich. Zwischen den Grünflächen sind Teiche und Wasserspiele angelegt. Das größte Fontänenbecken ist 900 Meter lang. "Die Anlage ist auch unter Umweltaspekten herausragend", erklärt Becker. Die 15 000 Liter Kondenswasser, die täglich im und am Wolkenkratzer entstehen, werden gesammelt und zum Bewässern der Dattelpalmen, Feigenbäume, Kassien, Holunder, Mönchspfeffer und Agaven im Park eingesetzt.

Weitere Informationen: www.burjdubai.com; www.burjdubaiskyscraper.com

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