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Knabbernde Fische pflegen die Füße

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Singapur  

Knabbernde Fische pflegen die Füße

30.06.2009, 10:21 Uhr | B. Schwertfeger, srt, srt

. Singapur: Fischmassage (Foto: Singapore Tourism Office)

Singapur: Fischmassage (Foto: Singapore Tourism Office)

Fischmassage? Was soll das sein? "Lass Dich überraschen", gibt sich Touristenführer Danny geheimnisvoll und bringt mich auf die Insel Sentosa, Singapurs großen Freizeitpark mit Golfplatz, Luxushotels, künstlich angelegten Sandstränden und der "Unterwasserwelt". Dort kann man Stachelrochen und Haie beobachten, bunte Korallen bestaunen, mit Delphinen schwimmen oder sich eine Fischmassage gönnen. Sehen Sie selbst in unserer Foto-Serie.

Angriffslustige Fische

"Ziehen Sie Ihre Schuhe aus und waschen Sie Ihre Füße", weist mich eine Mitarbeiterin an. Dann führt sie mich zu zwei quadratischen, mit Holzbänken umgebenen Wasserbecken. "Die Fische im ersten Becken sind größer und weniger aggressiv, die kleineren im zweiten Becken sind angriffslustiger", erklärt sie. "Überlegen Sie sich gut, wohin Sie wollen. Sie können nicht wechseln. Das verwirrt die Fische zu sehr."

Tierische Masseure

Also gut, wenn schon, dann richtig. Ich setze mich auf die Holzbank des zweiten Beckens und tauche meine Beine vorsichtig bis zur Wade ins Wasser. Blitzartig stürzen sich Hunderte von winzigen Fischen auf meine Füße. Es kitzelt, ziept und kribbelt. Akribisch knabbern sie an der Hornhaut, zupfen an den abgestorbenen Hautteilen. Nach ein paar Minuten habe ich mich an das Ziepen gewöhnt und beobachte die tierischen Masseure, wie sie sich um meine großen Zehen drängen. Nach fünf Minuten verlieren die ersten das Interesse und als auf der anderen Seite des Beckens eine Amerikanerin ihre Beine ins Wasser hängt, stürzen sich alle wie auf Kommando auf das Frischfleisch. Das neue Opfer stößt einen spitzen Schrei aus, dann beginnt die ältere Dame zu kichern. "Oh mein Gott, das kitzelt ja furchtbar", stammelt sie. Nach ein paar Minuten kommen die ersten Fische wieder zu mir zurück und knabbern weiter an meinen Zehen, manche wagen sich sogar bis zum Knöchel vor.

Ratgeber Massagearten

Fische ersetzen Pediküre

Nach zwanzig Minuten sind die Füße samtig weich. Die Nagelhaut ist überall fein säuberlich abgefressen, die Hornhaut an den großen Zehen geglättet - besser und sanfter als nach einer Pediküre. Die tierischen Masseure wurden erstmals im Mittleren Osten entdeckt, wo sie in heißen Quellen, Seen oder Flussbecken leben. In der Türkei heißen sie Doktorfische und werden auch bei Hautproblemen wie Schuppenflechte eingesetzt.

Streicheleinheiten nach der Knabber-Tortur

Nach so viel Nervenkitzel soll auch der Körper ein paar Streicheleinheiten bekommen. Schließlich liegt das mehrfach preisgekrönte Spa Botanica gleich um die Ecke. Singapurs erstes Garten-Spa ist ein 6000 Quadratmeter großes Wohlfühlparadies, in dem man unter künstlichen Wasserfällen schwimmen, ein Schlammbad nehmen oder beim Weg durch ein mit Steinen gelegtes Labyrinth zu sich finden kann. Dazu kommt ein ebenso umfangreiches wie exotisches Angebot an Körperbehandlungen und Massagen. Zur Reinigung kann man sich Wasserkresse-Milch auf den Körper aufgetragen lassen, entgiftet wird mit tibetischem Öl und Heilerde-Wickel, poliert mit einer Paste aus grünem Tee und entspannen kann man sich dann im Kokosnussmilch-Bad. Aber auch das "Signature Treatment" - eine Mischung aus sanfter Aroma- und kräftiger Sport-Massage und Akupressur - hat es in sich. Nach einer Stunde sind alle Verspannungen gelöst, die Muskeln gelockert und ich fühle mich wohlig entspannt.

Die ganze Vielfalt der chinesischen Heilkunde

Wellness macht hungrig. Kein Problem in der asiatischen Gourmet-Hauptstadt. Hier gibt es alle Küchen der Welt. Vom fränkischen Schweinswürstchen über australische Steaks und japanisches Sushi bis zum chinesischen Fischkopf-Curry. Und im Metropole Herbal Restaurant mitten im Vergnügungsviertel Clark Quay kann man sogar nach Anweisung des Arztes essen. Gleich beim Eintreten in das chinesische Restaurant stößt man auf einen Apothekentresen aus dunklem Holz, dahinter steht Dr Li Lian Xing. Auf einer Küchenwaage wiegt der Arzt für traditionelle chinesische Medizin ein paar getrocknete Wurzeln ab, die er aus den unzähligen Schubladen seines Schrankes genommen hat. Dort lagert die ganze Vielfalt der chinesischen Heilkunde: von allerlei Pilzen und Rindenstücken über getrocknete Seepferdchen bis zum Hirsch-Penis.

Krokodilschwanz und Schlangenkopfsuppe

Wer wissen will, welche Speisen ihm besonders gut tun, folgt dem Arzt in ein kleines Zimmer am hinteren Ende des Restaurants. Dort fühlt Dr. Li den Puls, schaut in die Augen und prüft die Haut. Dann weiß er, wie es um das Yin und Yang steht und verordnet das passende Gericht. Das kann dann sehr exotisch sein. Wem es an Energie mangelt, dem empfiehlt er eine doppelt gekochte Schlangkopf-Fischsuppe. Wer unter Asthma leidet, bekommt geschmorten Krokodilschwanz mit koreanischem Ginseng.

Ein Kilo Pilze für 5000 Euro

"Wir wollen, dass unsere Gäste erleben, wie die chinesische Küchenmedizin funktioniert", sagt Restaurantmanagerin Doris Ho. Dabei gehe es stets darum, das weibliche Yin und das männliche Yang auszubalancieren. Dabei scheut die Restaurantmanagerin weder Mühen noch Kosten, um ihren Gästen auch sehr seltene Heilmittel anbieten zu können. "Es ist manchmal ziemlich schwierig, die Sachen überhaupt zu bekommen", erzählt sie. So gedeiht zum Beispiel der chinesische Raupenpilz, der nur auf einer bestimmten Raupenart wächst, nur in Tibet auf einer Höhe von 5000 Metern. Wer mit dem Heilpilz sein Immunsystem stärken will, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen. Ein Kilo kostet fast 5000 Euro.

Weitere Informationen

Fischmassage Die Fischmassage gibt es in der "Underwater World ", Vorausbuchung: Tel. 0065/6279/9229, www.underwaterworld.com, 40 Minuten (20 Minuten Fischmassage plus 20 Minuten Fuß-Reflexzonen-Massage) kosten 38 Singapur-Dollar (13,50 Euro); Spa Botanica: Tel. 0065/6371/1288, Internet: www.spabotanica.com; Metropole Herbal Restaurant liegt im Vergnügungsviertel Clarke Quay, Tel. 0065/6333/0398, Internet: mhherbal@singnet.com.sg.

Klima Das Klima ist tropisch mit Temperaturen um die 30 Grad. Während der Monsunzeit von November bis Januar gibt es kurze und warme Regenfälle.

Einreise gültiger Reisepass, der bei der Ausreise noch mindestens sechs Monate gültig ist.

Anreise Flugverbindungen gibt es von mehreren deutschen Städten. Die Flugzeit beträgt etwa zwölf Stunden. Die Preise beginnen ab 600 Euro.

Pauschalreisen TUI bietet eine Woche mit Flug ab München am 10.Oktober im 4-Sterne-Hotel Furama City Center Übernachtung mit Frühstück für 1534 Euro pro Person an. FTI bietet eine Übernachtung mit Frühstück im extravaganten Design-Hotel Gallery ab 53 Euro pro Person im DZ an.

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