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Wellness in Japan: Entspannung pur in heißen Quellen

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Japan  

Entspannung pur in heißen Quellen

08.01.2009, 10:26 Uhr

Japan: Zu heißes Wasser wird "kalt geklopft" (Foto: JNTO)Japan: Zu heißes Wasser wird "kalt geklopft" (Foto: JNTO) Die japanische Badekultur blickt auf eine jahrhundertealte Tradition zurück. Über 3000 sogenannte Onsen sorgen für ausreichend Badespaß. Diese natürlichen Warmwasserbäder, gespeist von heißen Quellen, befinden sich zumeist in reizvoller Umgebung: mitten im Wald, an einem Fluss, an einem rauschenden Wasserfall, am Meer oder auf 2300 Meter Höhe. Manche sind sogar so heiß, dass sie erst einmal auf eine kältere Temperatur "runter geklopft" werden müssen.

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Zu heißes Wasser muss erst "kalt geklopft" werden

Ein japanisches Volkslied besagt, dass ein Onsen alles heilen kann, nur die Liebe nicht. Und so dienen diese heißen Quellen nicht nur der Entspannung, sondern auch der Heilung von Krankheiten, je nach der Zusammensetzung des Wassers. Die Temperaturen reichen von sehr heiß (über 42 Grad), heiß und warm bis kühl (unter 25 Grad). Sicherlich nicht das gesündeste, aber das “heißeste“ Badevergnügen bietet die Quelle von Kusatu. Wegen der extrem hohen Temperaturen (über 60 Grad) wird das Wasser erst einmal eine halbe Stunde von Bediensteten mit großen Holzpaddeln auf circa 47 Grad „kalt geklopft“, bevor die Mutigen eintauchen können, um nach genau drei Minuten das Bad krebsrot wieder verlassen zu dürfen.


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Schlichte Gästehäuser mit japanischen Gärten und Bädern

Die landesüblichen Übernachtungsmöglichkeiten sind die Ryokan. Der Ursprung der Ryokan reicht ins 10. Jahrhundert zurück, als sie Pilgern, Kaufleuten und Wanderarbeitern eine Schlafstätte boten. Heutzutage zeichnen sich diese „Gästehäuser“ aus durch hervorragendes Essen, elegante japanische Gärten, schöne Bäder, teilweise mit heißem Quellwasser gefüllte Badelandschaften, und nicht zuletzt exzellenten Service. Die Zimmerausstattung mutet für den westlichen Besucher meistens recht schlicht an: auf den Böden liegen dicke Tatami (Reisstroh)- Matten; niedrige Lacktische mit Sitzkissen sind oft die einzigen Möbelstücke; die Betten werden in einem Wandschrank aufbewahrt, und nur in einer Nische des Raumes hängt ein sogenanntes Rollbild. Darunter steht vielleicht ein Blumengesteck (Ikebana). Abends werden dann die Matratzen (Futons) auf dem Fußboden ausgebreitet.


Onsen unter freiem Himmel

Das erst vor kurzem eröffnete Kaichoro Ryokan in der Präfektur Gunma nordwestlich von Tokyo setzt neue Maßstäbe. Hier treffen japanische und westliche Architektur aufeinander: vom Zen-Stil inspiriertes Design verbindet sich mit dem technischen Komfort eines Fünf-Sterne-Hotels: hochwertige Musik- und Sound-Systeme, Flachbildfernsehschirme, moderne Lichtgestaltung und Schiebetüren für die Privatsphäre. Jedes Zimmer verfügt über ein eigenes abgeschlossenes, mit Thermalwasser gespeistes Onsen unter freiem Himmel. 

Baden vor Gebirgspanorama

Inmitten der Kii Mounntains südlich von Kyoto liegt direkt an einem Berghang das Ryokan Yumoto Hounoya. Von hier aus genießen die Besucher überwältigende Ausblicke auf das herrliche Gebirgspanorama. Im Frühjahr schweift der Blick beim Bad im Onsen auf ein Meer von Kirschblüten, und im Herbst fasziniert die wunderschöne Laubfärbung.

Eine Insel voller heißer Quellen

Die Ortschaft Kurokawa-Onsen auf der Insel Kyushu bietet besonders viele heiße Quellen. Holzhäuser, Bogenbrücken und zahlreiche Gässchen mit alten Laternen versetzen die Besucher über hundert Jahre zurück. Hier erholte sich der einheimische Adel bereits vor langer Zeit von seinen Amtsgeschäften. Die hiesigen Ryokan sind zumeist klein und verfügen nur über wenige Zimmer. In besonders eindrucksvoller Lage erhebt sich das kleine Ryokan Wakaba oberhalb des kleinen Gebirgsbaches, der durch Kurokowa fließt.  

Quellen direkt am Meer

Äußerst beeindruckend zeigt sich die Landschaft auf der Insel Yakushima. 7000 Jahre alte Baumriesen, umwuchert von Moosen und Schlingpflanzen erheben sich im Inneren der Insel. Der Wald gehört mit seinen uralten Zedern zum Weltnaturerbe der UNESCO. Hier sprudeln die heißen Quellen teilweise direkt am Meer. Das erst im Jahr 2006 eröffnete Ryokan Jomon No Yado Manten verwöhnt seine Gäste mit einem großem Thermal-Badebereich im Freien. 

Weitere Informationen www.jnto.de und www.japaneseguesthouses.com/index.htm


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