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PC-Games: Die Spiele-Flops der letzten Jahre

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Spiele-Flops  

Viel heiße Luft

26.09.2007, 17:39 Uhr | Medienagentur plassma / tz

Manchmal sind die Gesetze des Marktes undurchschaubar. Wenn ein PC-Spiel zum Flop wird, kann es an der Qualität liegen, muss aber nicht. Es gibt Games-Gurken, die völlig zu Recht ganz schnell in der Versenkung verschwunden sind. Aber es gibt auch Software-Perlen, denen man mehr wirtschaftlichen Erfolg gewünscht hätte. Wir stellen eine Auswahl der größten PC-Flops der letzten Jahre vor.

Foto-Show Die Flops unter den PC-Spielen

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Daikatana - Viel Lärm um Nichts

Daikatana sollte bereits zu Weihnachten 1997 auf den Markt kommen, der Release verschob sich dann schließlich bis in den April 2000. Neben unglücklichen Umständen bei der Entwicklung selbst verursachte der rasante technologische Fortschritt die Verzögerung: Daikatana musste komplett auf die damals neue und bahnbrechende Quake 2-Engine portiert werden, um in Sachen 3D-Grafik konkurrenzfähig zu bleiben. Bei Daikatana sorgte im Vorfeld übertriebener Hype für überzogene Erwartungen an das Spiel: John Romero, einer der Väter des Spiels Doom, wurde zum Star hochstilisiert, und Facetten seines Privatlebens wie die Liaison mit dem Playboy-Model Stevie Case schienen die Presse zeitweilig mehr zu interessieren als seine Tätigkeit als Spieledesigner. Letztendlich floppte das Spiel aufgrund zahlreicher technischer Mängel und einer veralteten Grafik.

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Lula 3D - Pralle Blondine sucht Käufer

„Sex sells“ - aber eben nicht immer. Da stampfte der Publisher CDV zu Anfang des neuen Jahrtausends ein digitales Busenwunder aus dem Boden, und keiner wollte es haben. Lula sollte die Lara werden, die hielt, was ihre Kurven versprachen: „Ich will, ich will, ich will!“. Von der halbseidenen Wirtschaftssimulation Wet Attack bis zu Lula 3D, dem digitalen Abenteuer für ganz Verzweifelte, suchte die dralle PC-Blondine nach sabbernden Käufern. Doch sie musste feststellen: Ganz so primitiv sind Männer wohl doch nicht gestrickt! Wenn das Spiel an sich miserabel ist, nützt auch eine ausladende Oberweite als Verkaufsargument nichts.

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Simon the Sorcerer 3D - Adventure ohne Rätsel

Simon war in den 90ern des vorigen Jahrhunderts fast so etwas wie ein kleiner Harry Potter: ein frecher, aufgeweckter Junge, der zaubern konnte, sich aber mit allerlei seltsamem Volk herumschlagen musste. So hatten Adventure-Freunde den Sumpfling besonders in ihr Herz geschlossen. Aber als plötzlich alle Spiele-Genres anfingen, mit Dreidimensionalität zu experimentieren, blieb auch Simon nicht von diesem Trend verschont. Über all den 3D-Polygonen vergaßen die Entwickler die Tugenden von gutem Adventure-Design. Und so irrte Simon stundenlang durch karge 3D-Welten, ohne in regelmäßigen Abständen ordentliche Puzzles zu lösen. Er langweilte sich buchstäblich zu Tode - und der Spieler mit ihm.

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Battlecruiser 3000AD - Eierlegende Wollmilchsau

Der amerikanische Entwickler Derek Smart aus Fort Lauderdale in Florida wollte in den 90er Jahren mit Battlecruiser 3000AD das ultimative Space-Game für den PC erschaffen. Strategie, Weltraumkampf und Bodenschlachten sollten eine ebenso spannende wie anspruchsvolle Mischung bilden. Leider scheint der als Exzentriker bekannte Smart seine Fähigkeiten überschätzt zu haben, denn als Battlecruiser 3000AD 1997 über den Publisher Gametek in die Läden kam, war es nicht nur äußerst fehlerbehaftet, sondern mit seinem überbordenden Interface auch äußerst benutzerunfreundlich. Das Schlimmste: Von packendem Gameplay gab es keine Spur. Da nützte dann auch eine schlüpfrige Werbekampagne mit dem britischen Model Jo Guest nichts mehr, das seine Reize nur dürftig mit einer Battlecruiser-Spielepackung verdeckte.

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Bundesliga Manager 97 - Fehler ohne Ende

Der Deutsche liebt Tabellen. Deshalb galt das Land der Dichter und Denker auch lange Zeit als das Eldorado der Wirtschaftssimulationen und Managerspiele. Der legendäre Eutiner Publisher Software 2000 machte sich denn auch vor gut zehn Jahren einen Namen mit Sportmanagement-Programmen (Bundesliga Manager-Reihe) und Wirtschaftssimulationen (Pizza Connection). Doch mit dem Fußball-Titel Bundesliga Manager 97 setzte sich Software 2000 dann gründlich in die Nesseln. Das Spiel kam völlig verbuggt auf den Markt und sorgte mit seinen vielen Software-Fehlern damals noch für einen handfesten Skandal. Halbherzige Beschwichtigungspolitik und schlechter Kunden-Support machten den vormals guten Ruf von Software 2000 mit einem Schlag zunichte. Die Spieler griffen nicht mehr so beherzt nach den Produkten des Publishers, und so musste die Spieleschmiede 2002 ihre Büros räumen.

Paraworld - Zu Unrecht verschmäht

Der Saurier unter den Echtzeitstrategiespielen: Überall war er zu sehen auf der Games Convention 2006, der riesige Tyrannosaurus Rex, mit dem das Berliner Spiele-Entwicklungs-Kombinat SEK für sein Strategie-Epos Paraworld warb. Die Hintergrund-Story des aufwändig mit Orchester-Soundtrack produzierten Werks vermengte Elemente aus Jurassic Park mit Indiana Jones und einem Schuss Jules Vernes, das Gameplay orientierte sich am Genre-Klassiker Command & Conquer. Ein teuer produzierter, hochwertiger Titel von einem engagierten Team, der leider keine Käufer fand. Die Zeit der Saurier scheint endgültig vorbei zu sein - und auch SEK ist mittlerweile ausgestorben.

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Gothic 3 - Enttäuschte Fans

Das Rollenspiel-Debakel des vergangenen Jahres. Im Vorfeld waren die Erwartungen an Piranha Bytes‘ Gothic 3 durch einen enormen Hype ins Unermessliche gestiegen. Eine atmosphärische Spielwelt in Verbindung mit State-of-the-Art-Technik sollte für das ultimative Rollenspielerlebnis sorgen. Schon vor der Veröffentlichung machten jedoch immer wieder Gerüchte über die exorbitanten Hardware-Anforderungen die Runde. Als das Spiel dann schließlich im Herbst 2006 auf den Markt kam, war es alles andere als fertig. Die Enttäuschung und der Ärger der Fans über mangelhaftes Balancing und grobe Software-Fehler, die Gothic 3 auf manchen Systemen komplett unspielbar machten, wollten kein Ende nehmen. Auch eine Reihe von Patches haben bis heute das Spiel nicht komplett fehlerbereinigt. Mittlerweile hat sich das Entwicklerteam Piranha Bytes vom Gothic 3-Publisher Jowood getrennt und arbeitet nun mit Deep Silver zusammen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es irgendwann einen finalen Gothic 3-Patch geben wird, ist somit äußerst gering.

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