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"World of Warcaft": Das große Geschäft mit dem Gold

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Das große Geschäft mit dem Gold

05.06.2007, 16:35 Uhr | Michael Radnitz / kro, t-online.de

Goldfarming in WoW (Montage: T-Online)Goldfarming in WoW (Montage: T-Online)Jeder World of Warcaft-Spieler kennt diese Situation: Man steht beispielsweise in Orgrimmar vor dem Auktionshaus oder spielt gerade eine Instanz, als plötzlich innerhalb von Sekunden der gesamte Chat zugemüllt wird von Spielern, die kryptische Namen wie "Dfgsdfgasd" tragen. Hintergrund dieser Spam-Aktion ist die Werbung für Websites, auf denen man für echtes Geld Spielgold einkaufen kann. Doch Ende Mai bekamen diese Störenfriede einen empfindlichen Schuss vor den Bug verpasst. Am 23. Mai veröffentlichte Blizzard den lang erwarteten WoW-Patch 2.1, der gravierende Neuerungen mit sich brachte. Zwei neue, großartige Instanzen für das Endspiel wurden eingeführt, eine neue Arena für den "Player vs. Player"-Kampf sowie zahlreiche neue Quests. Nicht zuletzt hat Blizzard mit diesem Patch den Goldverkäufern den Krieg angesagt. Denn verbesserte Schutzmechanismen und neue Spamfilter haben einem Großteil der Goldspammer Sendeverbot erteilt. Lediglich im Handels-Channel in den Hauptstädten muss man die Werbung im Moment noch ertragen. Doch auch hier hat Blizzard Abhilfe geschaffen: Mit einem Rechtsklick auf einen Spielernamen im Chat kann man diesen sofort als Goldspammer melden - viel leichter und schneller, als es früher mit dem Ticket-System ging. Doch damit werden nur die Symptome bekämpft, was ist mit der Ursache?

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Gold für alle!
Über das Für und Wider des Goldkaufs kann man lange streiten. Fakt ist jedoch, dass dies von Blizzard in den Geschäftsbedingungen ausdrücklich verboten wird. Damit riskiert jeder, der Gold kauft, dass sein Spiel-Account gebannt wird und damit all seine Charaktere für immer verloren sind. Trotzdem boomt das Goldgeschäft, denn täglich kaufen Tausende Spielgeld für echtes Geld. Offensichtlich benötigen sie im Spiel viel Gold und haben keine Lust oder Zeit, sich dieses ehrlich zu verdienen. Aufgrund dieser großen Nachfrage nach schnellem Gold ist ein realer, neuer Wirtschaftszweig entstanden: Goldfarming. So sitzen Hunderte Menschen, meist in China, Südkorea oder Japan, unter menschenunwürdigen Bedingungen zehn oder mehr Stunden am Tag vor dem PC, um in World of Warcraft Reichtümer zu sammeln. Dieses Gold wird dann von international agierenden Firmen für echtes Geld verkauft - dank steigender Nachfrage zu immer höheren Preisen. An diesem Punkt setzt der neue Patch an und schafft Lösungen.

Foto-Show WoW: Burning Crusade - XL-Screenshots
Foto-Show WoW: Burning Crusade -Screenshots
Artikel-Show WoW: Burning Crusade - So spielt es sich

Tägliche Quests
World of Warcraft (Bild: Blizzard)World of Warcraft (Bild: Blizzard)Mit dem Upgrade auf Version 2.1 hat Blizzard mit den so genannten "Daily Quests“ eine legale Möglichkeit zum Geldverdienen eingebaut. Dabei handelt es sich um wiederholbare Aufgaben, die man einmal täglich erledigen kann. Bis zu zehn Quests pro Tag sind erlaubt. Wer hier Erfolg hat, füllt seine Taschen: Als Belohnung winken dem Spieler pro erfüllter Aufgabe zwölf Goldstücke. Die meisten Aufgaben sind sehr einfach und dauern im Schnitt etwa zehn Minuten. Also kann jeder Spieler pro Tag locker mehr als 100 Gold verdienen, ohne dafür viel Aufwand treiben zu müssen. Damit sollten die Geldprobleme über kurz oder lang gelöst sein. Selbst Leute, die gerade sehr viel Gold benötigen (etwa 5000 Goldstücke für das epische Flugtier) dürften es sich zweimal überlegen, ob sie auf einen Schlag viel echtes Geld ausgeben oder lieber noch ein bis zwei Wochen warten, und es sich dann auf ehrlichem Wege verdienen.

FotoShow WoW: Burning Crusade - Bilder vom Verkaufsstart

Aktive Kampfansage 
Damit nicht genug: Blizzard greift Goldverkäufer nicht nur in World of Warcraft, sondern auch in der realen Welt an. So verklagte die Firma letztlich einen der größten Goldverkäufer, um dessen Geschäfte zu verhindern. Sogar die WoW-Spieler greifen nun zu drastischen Mitteln. So wurde etwa in Florida Ende Mai eine Sammelklage gegen den Goldverkäufer "IGE“ eingereicht. Es bleibt zu hoffen, dass Blizzard und die Fans es mit all diesen Maßnahmen schaffen, World of Warcraft unattraktiver für Goldverkäufer zu machen, um so allen ein ehrlicheres und faires Spiel zu ermöglichen.

News Maus-Trojaner zielt auf WoW-Spieler


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