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Adventure: "Fahrenheit" - Ungewollt schuldig

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Fahrenheit  

Ungewollt schuldig

18.10.2005, 18:57 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Die US-Metropole New York ist der Schauplatz des Adventures "Fahrenheit", das für PC, Playstation 2 und Xbox erschienen ist. Eine facettenreiche Story rund um mysteriöse Morde, zwei spielbare Helden, eine neuartige Steuerung und eine opulente Präsentation machen das Spiel zum Abenteuer-Innovation des Jahres 2005.

Download Demo zu "Fahrenheit" (297,1 MB)

Foto-Show Szenen aus "Fahrenheit"
Foto-Show Weitere Szenen aus "Fahrenheit"

Chaos in der Stadt
Seltsame Dinge passieren in New York City. Obwohl der Winter laut Kalender noch in den Kinderschuhen steckt, wird die Stadt von enormen Schneemassen heimgesucht. Meteorologen stellen beängstigende, kontinuierliche Temperaturabfälle fest. Schlimmer noch: Harmlose Bürger ermorden wie aus heiterem Himmel wildfremde Personen an öffentlichen Orten. Alle Morde geschehen nach ein und demselben Ritual: Mit drei Stichen verletzt der Täter die wichtigsten Blutbahnen zum Herzen des Opfers tödlich, dann ritzt er der sterbenden Person etwas auf den Arm, anschließend begeht er Selbstmord oder dreht total durch.

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Mörderischer Held
Lucas Kane, eine der beiden Hauptfiguren des Spiels, wird ebenfalls ungewollt zum brutalen Mörder. In einem Moment sitzt er noch seelenruhig in einem Restaurant, nur um kurz darauf wie in Trance nach dem Messer zu greifen und auf das WC zu laufen. Dort angekommen, peinigen ihn beunruhigende Wahnvorstellung von einem Kind und einem anderen Mann mit einem Messer. Kurze Zeit später stürmt er wie ein willenloser Zombie aus seiner Toilettenkabine hervor und attackiert den nichts ahnenden Gast vor dem Spiegel. Es dauert nur Sekunden, bis der glatzköpfige Mann mit der unscheinbaren Brille seinen Verletzungen erliegt. Das Spiel beginnt, nachdem Lucas bewusst wird, was er soeben aus nicht freiem Willen angerichtet hat. Jetzt ist Handeln angesagt. Die meisten Situationen können auf unterschiedlichste Art und Weise angegangen werden. Mordwaffe verstecken und flüchten? Oder wäre es vielleicht doch sinnvoller, vorher noch den toten Körper in einer Toilettenkabine zu verstecken? Alle Handlungen haben Einfluss auf den weiteren Verlauf der intelligent gestrickten Handlung.

Ungewöhnliche Steuerung
Gesteuert wird Lucas dabei auf Xbox und Playstation 2 primär mittels der beiden Analog-Sticks; auf dem PC ist das Gamepad klar favorisiert. Mit dem linken Stick bewegt er sich, der rechte dient zum Ausführen von Aktionen. Türen werden recht simpel durch "Nach unten"-Drücken geöffnet. Ein Hemd zieht man an, indem man nach oben drückt und im Anschluss eine 180-Grad-Drehung nach rechts vollführt. Dialoge werden ähnlich abgewickelt. Wie sich der Gesprächsverlauf entwickeln soll, beeinflusst man abermals durch Betätigen der Steuerknüppel. Ständig präsente Menüs und Icons wie in vielen anderen Abenteuer-Spielen gibt es bei "Fahrenheit" nicht. Lediglich Untertitel und Aktionssymbole erscheinen bei Bedarf auf dem Bildschirm.

Spannende Intermezzi
Typisch für "Fahrenheit" sind die ständig eingestreuten Mini-Events. Kurz nach dem Mord wacht Lucas beispielsweise in seiner Wohnung auf. Es dauert nicht lange, bis ein Polizist an seiner Haustür klopft und unangenehme Fragen stellt. Der Polizist lässt sich auch durch geschickte Auswahl von Antworten nicht abwimmeln und beginnt mit einer Hausdurchsuchung. Als Lucas realisiert, dass im Schlafzimmer ein Beweisstück liegt, sprintet er los und versperrt dem Polizisten den Zugang. Passagen wie diese initiiert das Spiel teils automatisch, und sie verlaufen nur dann vorteilhaft für den Spieler, wenn er die zeitgleich auf dem Bildschirm angezeigten Knöpfe in der richtigen Reihenfolge beziehungsweise bestimmte Tasten abwechselnd oder sehr schnell drückt. Gelingt ihm dies nicht, droht im schlimmsten Fall der Bildschirmtod. Ob dieses Konzept auf Dauer für Spannung oder eher für Frusterlebnisse sorgt, bleibt abzuwarten.

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Foto-Show Szenen aus "Fahrenheit"

Wechsel der Protagonisten
Alle Spuren, die Lucas hinterlässt, sind Hinweise für Protagonist Nummer zwei: Carla Valenti. Von Beruf Detektiv beim New York Police Department, wurde sie zusammen mit ihrem Kollegen Tyler Miles auf den mysteriösen Mordfall im Restaurant angesetzt. Die Steuerung von Carla funktioniert analog zu der ihres Co-Stars Lucas. In ihrer Rolle untersucht der Spieler zunächst einmal den Ort des Geschehens und befragt anschließend mögliche Zeugen. Speziell dieses ständige Wechseln zwischen den beiden Charakteren verleiht "Fahrenheit" einen ganz besonderen Reiz. Der Spieler ist über Dinge informiert, die die jeweils andere Hauptfigur nicht weiß und kann darauf seine Handlungen ausrichten. Um Spannung zu erzeugen, benutzt "Fahrenheit" das Splitscreen-Verfahren. Beispiel: Lucas flüchtet aus dem Restaurant, das Bild teilt sich und zeigt im gleichen Augenblick, wie ein Polizist die Leiche in der Toilette erspäht und seine Kollegen verständigt.

Foto-Show Weitere Szenen aus "Fahrenheit"

Empfindliche Helden
Die Action-Passagen mit den fix auszuführenden Tasten-Kombinationen sind eine schwierige Herausforderung. Immerhin: Geht der erste Anlauf schief, hat man abhängig davon, wie viele Extra-Leben vorher eingesammelt wurden, bis zu fünf weitere Versuche. Danach kehrt der gerade abgetretene Pixel-Held am letzten automatisch angelegten Speicherpunkt ins Leben zurück. Acht geben sollte man in jedem Fall auf das Nervenkostüm der Protagonisten, das nicht sehr strapazierfähig ist. Sinkt der "Sanity Level" unter ein bestimmtes Niveau, ist Feierabend. Hier helfen kleine, von Zeit zu Zeit gezielt eingestreute Erfolgserlebnisse weiter.

Fazit
Brillant: "Fahrenheit" schafft den dramaturgischen Kunstgriff und lässt den Spieler sowohl in die Rolle des Jägers als auch die des Gejagten schlüpfen. Das Bedienkonzept ist intuitiv und einfach, die Story reich an Gänsehaut-Sequenzen, unberechenbaren Wendungen und packenden Dialogen. Präsentiert wird das Ganze in einem ansprechenden technischen Gewand und mit toller Sprachausgabe.

Titel: Fahrenheit
Genre: Abenteuer
Wertung: Sehr gut
System: Windows-PC, Playstation 2, Xbox
Hersteller: Quantic Dream
Publisher: Atari

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