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Spielhallen-Klassiker "Sega Rally": Das Remake im Test

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Test: Sega Rally  

Vollgas im Schleudergang

| Richard Löwenstein / vb, t-online.de

Sega Rally (Bild: Sega)Sega Rally (Bild: Sega)Einmal tüchtig einsauen, bitte: Knapp zwölf Jahre nach dem Spielhallen-Klassiker Sega Rally Championship schiebt der japanische Videospiel-Hersteller Sega ein Remake des Originals auf die Piste. Das Vorbild ist Kennern als Driftgranate im Gedächtnis geblieben, aufgebaut auf einer ernst zu nehmenden Fahrphysik. Jetzt baut das Remake auf genau diesen Stärken auf, ergänzt um zeitgemäße Grafik und Online-Gameplay. Das wesentliche Merkmal sind die für eine Rallye-Veranstaltung ja eigentlich untypischen Positionskämpfe, bei denen man auf der Jagd nach hundertstel Sekunden Seite an Seite mit dem Konkurrenten durch Schnee und Matsch schlittert. Vier Spielmodi stehen zur Wahl, den Kern bildet die Meisterschaft mit geradlinig aneinander gereihten Rennen. Der Wettkampf findet zwischen sechs Autos statt. Basis ist die mit "Premier" betitelte Einsteiger-Klasse, wo es sich die Spieler in flotten Rallye-Boliden in 34 Rennen ordentlich geben. Anfänglich sind neun Rundkurse freigegeben, den Rest muss man sich erarbeiten.

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Hoher Schwierigkeitsgrad

Sega Rally (Bild: Sega)Sega Rally (Bild: Sega)Es folgen weitere 34 Rennen in der "Modified"-Klasse mit Tuning-Fahrzeugen, dann das "Masters" mit ziemlich bunt gemischten Autos, auch Oldtimern. Hüben wie drüben ergeben sich Positionskämpfe, die Spaß machen und einen herausfordern, aber stellenweise auch frustrieren. Die gesteckten Ziele erreichen ist ein hartes Stück Arbeit. Spielmodus Nummer zwei verspricht "Schnelle Rennen" vor vier Kulissen - Safari, Alpen, Canyon und Arktis. Der Spielmodus drei namens "Zeitrennen" setzt einem eine Tabelle vor die Nase, die die Bestzeiten anderer Sega Rally-Gamer aus aller Welt zeigt. Die Tabellen werden online aus dem Netz geladen. Wer eine heiße Runde drehen und dabei sein Können mit dem eines Tabellenbesten vergleichen mag, kann sich dessen schnellste Runde als interaktive Wiederholung aus dem Netz laden, als so genannter "Ghost". Diese Wiederholung wird dann in das laufenden Bild eingeblendet.

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Herausforderung im Schlamm

Sega Rally (Bild: Sega)Sega Rally (Bild: Sega)Die Grafik macht einen tollen Eindruck. Sofort fallen handwerklich minutiös ausgearbeitete Feinheiten auf, beispielsweise die plastisch modellierten Speichen an den Felgen eines Subaru WRX. So eine Wettfahrt sieht aus wie der Trip durch ein Bilderbuch: Traumhafte Sonne, Palmen und Strände, vorbei an glitzernden Wasserfällen. Nur der Boden ist versaut, Schlick und Dreck überall. Das Zeug bleibt am Fahrzeug kleben, sieht plastisch aus, wie zum Anfassen. Der schicke Schlamm ist nicht zum Selbstzweck da, sondern dient als Basis für ein interessantes Fahrerlebnis. Die Grafiktechnologie arbeitet mit so genannten "deformable surfaces", also verformbaren Oberflächen. Die Reifen graben sich also mit jeder Runde tief in den Schlick, dabei entstehen Rillen und Rinnen. Sind die Spuren tief genug, können sich die Räder verkanten und das Auto ausheben. Pfützen bremsen den Wagen spürbar aus, und verlangen nach gekonnten Ausweich-Schlenkern. Durch den veränderlichen Untergrund muss man seinen Fahrstil Runde für Runde anpassen. Einige Kurven lassen sich durch Gaswegnehmen meistern, andere verlangen nach einem kurzen Tritt in die Bremse, enge Ecken nötigen einem reaktionsschnellen Umgang mit der Handbremse ab.

Fazit

Was oberflächlich betrachtet wie ein simpler Arcade-Racer aussieht, entfaltet sich durch die anspruchsvolle Fahrphysik und die motivierenden Positionskämpfe zu einer schnittigen und anspruchsvollen Renn-Simulation. Wer die fahrerischen Qualitäten zu schätzen weiß, wird den Schwierigkeitsgrad, das fehlende Tuning, das fehlende Schadensmodell und den untauglichen - weil englisch nuschelnden - Copiloten wegstecken können.

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