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Mehrspieler-Partien mit wenig Aufwand

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Spielen im Heim-Netzwerk  

Mehrspieler-Partien mit wenig Aufwand

29.11.2004, 17:51 Uhr | Anja M. Wagner / T-Online

Packende Autorennen, spannende Shooter-Gefechte oder taktische Scharmützel - die meisten Spiele machen wesentlich mehr Spaß, wenn sie gemeinsam gezockt werden. Statt gegen einen vom Computer simulierten Gegner anzutreten, bei dem man irgendwann weiss, wie er tickt, ist es viel spannender, sich mit Freunden und Kollegen zu messen, deren Reaktionen man nicht vorhersehen kann. Wer sich zuhause als Meister seines Fachs erwiesen hat, der findet auf großen LAN-Parties neue Herausforderungen. Die Spiele-Hersteller haben diesen Trend erkannt und bieten mittlerweile fast jedes Game mit eingebauter Multiplayer-Funktion für zwei oder mehr Spieler an. Probieren Sie es aus - wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie ihre Rechner im Heimnetzwerk zusammenbringen und eine Mehrspieler-Partie einrichten.

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Schritt für Schritt: "Die Siedler" im Netzwerk spielen

Für unsere Konfigurations-Beispiele haben wir das aktuelle Strategie-Spiel "Die Siedler: Das Erbe der Könige“ von Ubisoft ausgewählt. Die Demo gibt es hier zum Herunterladen. Durch einen Patch wird die Einzelspieler-Version um die Mehrspieler-Variante erweitert. Achtung: Wer nicht nur die Demo, sondern die Vollversion eines Spieles im Netzwerk zocken will, sollte beachten, das sich in jedem Rechner eine Original-CD des jeweiligen Spiels befinden muss.

Diese Hardware wird benötigt

Bevor man sich ins große LAN-Party-Abenteuer stürzt, sollte man erste Erfahrungen bei einer Multiplayer-Partie zuhause sammeln. Dafür reichen zwei Rechner, in denen jeweils eine Netzwerk-Karte steckt. Viele aktuelle Computer besitzen bereits einen so genannten "Onboard-Ethernet-Adapter“ (integrierter Netzwerk-Anschluss). Somit muss keine Extra-Netzwerkkarte gekauft werden. Wer über den schnellen DSL-Breitbandanschluss im Internet surft, verfügt ebenfalls meist bereits über den notwendigen Netzwerk-Adapter. Jetzt muss für das einfache "Peer-to-Peer"-Netzwerk nur noch die direkte Verbindung zwischen den beiden Computern hergestellt werden. Dazu wird ein "Cross-Over"-Kabel (Preis: fünf bis zehn Euro) benötigt. Ein solches Kabel ist speziell zur Verbindung zwischen zwei Rechnern konfektioniert und unterscheidet sich in der Stecker-Belegung von normalen Netzwerk-Kabeln.

Verwechselungsgefahr

ISDN- und Netwerk-Karten sind leicht zu verwechseln, da sie den selben "RJ45"-Stecker-Typ (auch "Western"-Stecker genannt) verwenden. Der Unterschied lässt sich aber schnell erkennen: Eine Netzwerk-Karte ist mit mindestens einer Leuchtdiode ausgestattet. Auf der Rückseite der ISDN-Karten ist meist das Wort "ISDN" oder ein Telefon-Symbol eingestanzt. Wer trotzdem das Netzwerk-Kabel in die falsche Karte einsteckt, braucht sich keine Sorgen zu machen. Zwar wird die Verbindung nicht funktionieren, ein Schaden ist aber nicht zu befürchten. Wer seine interne Netzwerk-Karte bislang für das DSL-Modem benutzt hat, kann dieses vorübergehend ausstöpseln und die Buchse für das Spiele-LAN verwenden. Allerdings ist es dann erforderlich, einige DSL- Verbindungseinstellungen wie zum Beispiel den automatischen Bezug der IP-Adresse zu verändern. Hieran sollten sich nur erfahrene User wagen. Der einfachere Weg ist es, eine zusätzliche Netzwerk-Karte fürs Spielvergnügen zu kaufen. Ein preiswertes Modell für etwa 20 Euro reicht dafür aus. Nach der in der folgenden Foto-Show beschriebenen Installation ist die neue Netzwerk-Karte im Windows-Gerätemanager unter "Netzwerk-Adapter" zu finden. Steht ein gelbes Ausrufezeichen vor dem neuen Eintrag, konnte Windows die Karte nicht korrekt einbinden. In diesem Fall legen Sie die Treiber-CD des Netzwerkkarten-Herstellers ein. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Eintrag, wählen aus dem Kontextmenü den Befehl "Treiber aktualisieren" und folgen den weiteren Installationshinweisen.

Einfache Konfiguration

Damit die Rechner im Netzwerk miteinander kommunizieren können, muss ihnen eine jeweils eindeutige Adresse, die so genannte "Internet Protocol"-Adresse,  zugewiesen werden. Eine IP-Adresse besteht aus vier Ziffern-Blöcken, die jeweils mit einem Punkt voneinander getrennt sind. Für private Netze ist der Bereich von 192.168.1.1  bis 192.168.2.255 reserviert. Für die beiden verbundenen Rechner empfiehlt es sich, die Adressen 192.168.1.1 und 192.168.1.2 zu verwenden. Bei mehr als zwei Rechnern werden diese anhand der letzten Ziffer durchnummeriert.

Eine Frage des Protokolls

Nach der Konfiguration der LAN-Verbindung sollten Sie über "Start/Einstellungen" per Maus-Doppelklick die Windows-Systemsteuerung aufrufen. Doppelklicken Sie hier auf "Netzwerkverbindungen". Ein Klick mit der rechten Maustaste auf die gerade eingerichtete LAN-Verbindung ruft deren Kontext-Menü auf. Im Abschnitt "Diese Verbindung verwendet folgende Elemente" lassen Sie nur das Häkchen vor "Internetprotokoll (TCP/IP)" stehen. Bestätigen Sie zum Abschluss die vorgenommen Einstellungen durch Klick auf den "OK"-Button.

Multiplayer für mehr Spieler

Wollen mehr als zwei Spieler im LAN spielen, ist ein wenig mehr Aufwand nötig. Rechner mit Netzwerk-Karte sind natürlich auch hier die Voraussetzung. Darüber hinaus wird ein "Hub“ oder "Switch“ benötigt, damit mehrere Computer miteinander Kontakt aufnehmen können. Solche Geräte sind im Fachhandel schon ab etwa 30 Euro zu bekommen. Wer für sein Heimnetzwerk einen Router verwendet, hat es besonders einfach, da hier die Konfiguration wegfällt. Nachdem man die für das Multiplayer-Game vorgesehenen Rechner mit einem normalen Netzwerkkabel mit dem Router verbunden hat, weist dieser ihnen via DHCP ("Dynamic Host Configuration Protocol") automatisch ihre TCP/IP-Adressen aus einem Pool zu.

Hub oder Switch?

Der Unterschied zwischen beiden Geräten ist die Art des Datenversands. In einem Netzwerk, das über einen Hub vernetzt wird, kann es bei großen Datenmengen schnell zu "Staus“ und somit zu Rucklern oder Fehlern beim Spielen kommen. Bei Switches gibt es solche Probleme nicht. Für kleinere Mehrspieler-Partien von drei bis acht Spielern ist ein Hub ausreichend, bei mehr Spielern sollte auf jeden Fall ein Switch zum Einsatz kommen. Da Switches mittlerweile kaum noch teurer als Hubs sind, rentiert es sich im Zweifelsfall, sein Geld gleich in einen Switch zu investieren.

Wieviele Ports?

Wichtig bei der Auswahl eines Hubs oder Switchs ist die Anzahl der Anschlüsse (Ports). Für das Spiel in kleiner Runde genügen vier Ports. Wer größere Spiele-Sessions plant, greift am besten gleich zum 48-Port-Switch. Ein guter Kompromiss stellt ein 16-Port-Switch dar, den es ab zirka 50 Euro zu kaufen gibt. Wichtig: Bei einem Netzwerk über Hub oder Switch werden keine "Cross-Over-Kabel“ verwendet! Hierfür benötigt man ganz normale Netzwerkkabel.

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