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Playstation 2, Gamecube und Xbox im Bickpunkt

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Konsolen-Vergelich  

Playstation 2, Gamecube und Xbox im Bickpunkt

20.12.2004, 14:03 Uhr | Richard Löwenstein / kro

Wer sich eine Spielekonsole unter den Weihnachtsbaum wünscht, steht vor der Qual der Wahl: Playstation 2, Gamecube oder Xbox - welche Daddelmaschine ist die Beste für mich? Die Frage lässt sich nicht pauschal beantworten, denn jedes System hat seine Stärken und Schwächen. Wir sagen, was Sache ist und welche Spieler-Natur mit welchem System am meisten Spaß hat.
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Playstation 2: Der Dominator

Alles Gute zum Geburtstag: Vor zehn Jahren, präzise am 3. Dezember 1994, schaffte Sony mit der Playstation den Einstieg in den Videospielmarkt. Bis heute ist der Name der Konsole zum Synonym für das Videogaming an sich geworden. Seit 2000 baut Sony mit dem Nachfolgesystem Playstation 2 (kurz: PS2) den Erfolg aus. Die schwarze Spieleflunder dominiert mit 30 Millionen verkauften Einheiten unangefochten den Markt. Das Urmodell, zwischenzeitlich in PSone umgetauft, hat mittlerweile aufgrund des fehlenden Spiele-Nachschubs seine Bedeutung verloren.

Komplett ausgestattet

Die PS2 präsentiert sich nach dem vor kurzem erfolgten Facelifting frischer denn je; sie ist schlanker als die erste Version, verzichtet auf den surrenden Lüfter und hat eine Buchse zum Zugang ins Internet via Breitband-Netzwerk fest integriert. Der Nachkauf eines Internet-Adapters entfällt damit. Video-DVDs und Musik-CDs startet die Konsole nun ebenfalls, damit ist sie für einen Preis von 150 Euro in Sachen Multimedia ziemlich gut ausgestattet. Lediglich eine Memory-Card zum Speichern von Spielständen muss man für zirka 25 Euro zukaufen. Ein Manko wurde leider nicht nachgebessert: Ab Werk verfügt die PS2 weiterhin über nur zwei Controlleranschlüsse. Wer zu dritt oder zu viert spielen will, muss sich einen so genannten "Multitab"-Verteiler (Preis: zirka 15 Euro) zulegen.

Alte Technik

Auf dem Papier mag es so aussehen, als läge die PS2 mit ihrem 295-Mhz-Prozessor, 32 MB RAM und eigener Grafiktechnologie technisch hinter Gamecube und Xbox zurück. Tatsächlich sehen die meisten Spiele nicht oder nur unwesentlich schlechter als auf Gamecube und Xbox aus. In der Praxis fallen nur das Kantenflimmern und die manchmal nervtötenden Ladezeiten negativ auf. Trickreiche Programmierer kitzeln heute noch oft Erstaunliches aus dem dienstältesten aller aktuellen Videospielsysteme.

Paradies für Zocker

Das Hauptargument für die Playstation 2 ist die riesige Spiele-Auswahl. Die Palette umfasst mittlerweile rund 700 Titel, fast alle Genres sind vertreten. Viele Top-Spiele wie zum Beispiel die "GTA"-Reihe erscheinen zuerst exklusiv für die Sony-Konsole, bevor sie auf andere Plattformen konvertiert werden. Herausragende Strategie- und Egoshooter-Titel fehlen allerdings. Neben den PS2-Spielen kann man auf der die Playstation 2 auch PSone-Games zocken. Mit dieser Abwärts-Kompatibilität vergrößert sich das Spiele-Repetoire um weitere tausende Games. Diese sehen zwar schlicht aus, dafür kosten sie aber meist nur noch 20 Euro oder weniger. Der Preis für Playstation-2-Neuveröffentlichungen liegt bei rund 55 Euro. Leider fällt die schwankende Qualität der Spiele auf. Deswegen sollte man sich unbedingt vor dem Kauf anhand von Testbesprechungen informieren.

Originelle Spielideen

Seit gut einem Jahr punktet Sony mit originellen Spielideen, die es so auf keinem anderen System gibt. "Eyetoy" ist das beste Beispiel: Nach Anschluss dieser Minikamera können Spieler ihr Bild ins Spiel projizieren lassen. Kein Wunder, das "Eyetoy: Play" innerhalb kürzester Zeit zum Feten-Hit avancierte. Mit Hilfe der "Singstar"-Mikrofone wird die Playstation 2 zudem zur vielseitigen Karaoke-Maschine. Durch konstanten Nachschub an neuen Herausforderungen und Musikstücken für "Eyetoy" und "Singstar" untermauert Sony die Position der Konsole als ultimative Partymaschine.

Gamecube: Spaß im Quadrat

Nintendos aktuelle Spielekonsole heißt Gamecube. Dem handlichen Gerät hängt das Image eines Kinderspielzeugs an. Ein Grund dafür mag das Gehäuse sein: Die Würfelform erinnert an einen "Lego Duplo"-Baustein. Doch das hat auch sein Gutes. Das kompakte System findet immer ein Plätzchen irgendwo beim Fernseher. Der Gamecube arbeitet praktisch lautlos und lässt sich mit Hilfe eines nützlichen Tragegriffs schnell mal zu Freunden tragen.

Keine Video-DVD

Der Gamecube setzt auf Mini-DVDs als Datenträger. Das hat den Vorteil, dass die Spiele deutlicher schneller als auf Xbox oder PS2 geladen sind. Der Nachteil: Normale CDs oder DVDs passen nicht ins Laufwerk und können somit auch nicht abgespielt werden. Mit einem 485-Mhz-Prozessor, 40 MB RAM und dem 3D-Grafikprozessor von ATI malt der Gamecube Bilder auf den Fernseher, die ähnlich gut aussehen wie bei der technisch etwas überlegeneren Xbox.

Großartiger Spaß für Jung und Alt

Der Gamecube hat ähnlich viel Party-Potential wie die Playstation 2. Durch die vier integrierten Controller-Anschlüsse sind gesellige Abende eher die Regel als die Ausnahme unter Cube-Besitzern. Viele Spiele unterstützen die Möglichkeit zum gemeinsam Daddeln an einem Bildschirm, einige davon mit sehr witzigen Spielideen: Aktuell macht beispielsweise der temporeiche Musikspaß "Donkey Konga" die Runde, bei dem bis zu vier Spieler auf Bongotrommeln zum Rhythmusvergleich antreten. Auch wenn Online-Gaming gerade voll im Trend liegt, wird dieses Feature von Nintendo mehr als stiefmütterlich behandelt. Nur mit dem Rollenspiel "Phantasy Star Online" können sich europäische Cube-Spieler online messen.

Fantastische Spielehighlights

Der Gamecube ist weniger weit verbreitet als die PS2, deshalb werden weniger Spiele hierfür entwickelt. Dafür stimmen Auswahl und Qualität. Jedes Genre ist mit einer ganzen Reihe von Highlights für Kids und Erwachsene besetzt. Vor allem Nintendos eigene Produktionen wie die "Mario"-, "Zelda"- und "Metroid"-Spiele begeistern mit Liebe zum Detail, intelligenten Spielwitz und anspruchsvolle Herausforderungen. Der Gamecube ist die Investition von knapp 100 Euro allein deshalb wert. Die Preise für die Spiele liegen zwischen 30 Euro für ältere und 55 Euro für aktuelle Titel.

Fragliche Zukunft

Die Zukunft für Gamecube-Fans sieht durchwachsen aus. Momentan scheint es, als würde der Spielenachschub ab 2006 versiegen. Der Grund ist wiederum die mangelnde Verbreitung des Spielewürfels im Vergleich zur PS2 und der Xbox. Das Jahr 2005 ist aber noch gut gefüllt mit High-End-Produktionen wie beispielsweise dem Horrorthriller "Resident Evil 4" und dem Fantasy-Abenteuer "Legend of Zelda".

Xbox: Groß und stark

Die dritte Konsole im Bunde fällt als Schwergewicht auf: Groß und mächtig steht sie da, die Xbox von Microsoft. Schraubt man sie auf, fällt der Blick auf Innereien, die an einen PC erinnern: 733-MHz Intel-Prozessor, Grafikchip von Nvidia, Festplatte und 64 MB Arbeitsspeicher bekommt man für einen Preis von rund 150 Euro. Mit ihrem Plus an Technik liefert die Xbox auf dem Papier eine etwas bessere Bild- und Tonqualität als PS2 und Gamecube, doch davon machen nur wenige Spiele Gebrauch. Was im täglichen Einsatz eher auffällt: Obwohl die Festplatte schnelles Nachladen unterstützen sollte, wartet man vor der Xbox tatsächlich oft genauso lang wie vor der PS2. Der Vorteil dieses Laufwerks beschränkt sich darauf, dass man Spielstände darauf speichern kann und nicht zwingend eine Memory Card extra kaufen muss. Zudem können in einigen Spiele eigene MP3s als Soundtrack eingebunden werden. Wer über einen Online-Zugang verfügt, kann wie beim PC Patches auf die Festplatte laden.

Teures Zubehör

Wer alle Möglichkeiten der Xbox nutzen will, kommt um den Zukauf von teurem Zubehör nicht herum. Zum Beispiel gibt die Konsole ihren hervorragenden Sound erst dann in Dolby-Digital-Qualität aus, wenn man ein zusätzliches Kabel für 30 Euro nachkauft. Video-DVDs startet die Xbox erst nach Investition von weiteren 30 Euro für ein so genanntes "DVD Playback Kit". Auch das Tor zum besten Onlineportal für Videospieler, "Xbox Live", öffnet sich erst nach Kauf eines "Xbox Live Kits" für etwa 60 Euro.

Prima Onlinegaming

"Xbox Live" ist ein Onlinedienst, der ausschließlich über das Breitbandnetz (zum Beispiel T-DSL) funktioniert. Im Gegensatz zum PS2-Online-Dienst klappt die Bedienung von "Xbox Live" komfortabler und zuverlässiger. Man darf chatten, sich per Headset unterhalten und Freunde zum Spiel einladen. "Xbox Live" ist für ein Jahr gratis, schlägt danach aber mit 7,99 Euro monatlich zu Buche. Ein weiterer Wermustropfen: Ohne Kreditkarte lässt sich der Dienst gar nicht erst frei schalten.

Harte Actiongames

Vom Design und den Preisen her zielt die Konsole eher auf Erwachsene, das Spiele-Angebot ist dementsprechend. Wer Action-Games und Ego-Shooter liebt, kommt um die Xbox nicht herum. Die technische Verwandtschaft zwischen Windows-PCs und Xbox ist einer der Gründe, warum so viele Umsetzungen erfolgreicher PC-Spiele für diese Konsole erscheinen. Die meisten Genres sind gut besetzt, der Nachschub an neuer Software scheint zunächst gesichert. Laut Gerüchten will Microsoft bereits Ende 2005 den Xbox-Nachfolger in den Handel bringen. Ob danach noch Software  für die aktuelle Xbox erscheint, wird sich zeigen.

Keine Familiensoftware

An kinderfreundlicher und familientauglicher Kost mangelt es bei der Xbox-Auswahl, genauso wie an Software im beliebten Anime- bzw. Manga-Stil. Und obwohl die Xbox standardmäßig über vier Controller-Anschlüsse verfügt, sind richtige Party-Games Mangelware. Dafür hat sich die Xbox als Lieblingsobjekt der Bastler etabliert. Findige Tuner betreiben "Case-Modding" und rüsten beispielsweise das Gehäuse mit Effekt-LEDs zur Lichtshow um. Oder sie schrauben größere Festplatten rein und bringen der Konsole Multimedia-Fähigkeiten bei, die sie ab Werk nicht beherrscht.

Fazit

Kein Videospielsystem vereint alle Pluspunkte, die "Eier legende Wollmilch-Sau" gibt es also nicht. Die Entscheidung für und wider PS2, Gamecube und Xbox hängt von den persönlichen Vorlieben ab. Die Playstation 2 bewährt sich als guter Allrounder und als Abspielgerät für originelle Gesangs- und Tanzwettbewerbe. Einen Gamecube braucht, wer einige der besten Videospiele aller Zeiten genießen mag und dafür auf Online-Gaming und DVDs-Anschauen verzichten kann. Wer auf rasante Action-Games mit brillanter Bilderqualität und Surround-Sound steht, der sollte zu einer Xbox greifen.

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