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Rasante Winzlinge

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Barebone-PC  

Rasante Winzlinge

16.03.2005, 17:25 Uhr | Kai Schwarz / kro

Klein, schick und leistungsstark – diese Eigenschaften zeichnen die Mini-PCs, im Fachjargon "Barebones" genannt, aus. Sie sind der optimale Begleiter für LAN-Partys und machen auch als edle Life-Style-Zockerkiste fürs Wohnzimmer eine gute Figur. Trotzdem kommt dabei die Leistung nicht zu kurz - die meisten Minis haben genausoviel Power wie ihre großen grauen Tower-Brüder.

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Das Barebone-Prinzip

Es gibt nur wenige Barebones, die vom Start weg funktionstüchtig sind. Die meisten werden lediglich mit Gehäuse, Netzteil, Mainboard und einem zum System passenden CPU-Kühler verkauft. Mit diesem Grundgerüst ausgestattet kann der Käufer seinen Mini-Rechner nach eigenen Wünschen vollenden. Soll der PC zum Zocken verwendet werden, muss eine leistungsfähige Grafikkarte wie beispielsweise eine "Radeon X850" in den Rechner gebaut werden. Für einen Office-PC reicht eine lüfterlose und somit leise "Radeon 9600" oder die zum Teil vorhandene Onboard-Grafikkarte. Zusätzlich werden CPU, Laufwerke, Software, Arbeitsspeicher und Festplatte benötig. Komponenten wie Sound, Netzwerk oder Schnittstellen für USB-Geräte sind meist auf den Mainboards vorhanden und müssen nicht nachgerüstet werden.

Optimale Hardware

Wer sein Barebone-Gehäuse (zirka 200 Euro) für Games optimieren möchte, der sollte neben einer leistungsstarken Grafikkarte auch eine schnelle CPU mit mindestens 2 GHz verwenden. Zusätzlich braucht der Mini-PC mindestens 512 MB Arbeitsspeicher . Hier bietet sich bei Dual-Channel-fähigen Rechnern der Einsatz von zwei 256- oder 512-MB-RAM-Modulen, die am besten vom selben Hersteller stammen, an. Bei dieser Technologie werden die Daten schneller verarbeitet. Als dritte wichtige Komponente muss noch eine schnelle Festplatte in das System integriert werden. Außerdem darf ein DVD-Laufwerk nicht fehlen. Dann fehlt nur noch die Software und die externen Komponenten wie Monitor, Boxen, Maus und Tastatur. Unterm Strich kostet ein so aufgebautes System rund 700 Euro plus Betriebssystem, Software und Zubehör.

Vorsicht beim Eigenbau

Nicht alle Barebone-Gehäuse verfügen über einen AGP-oder PCI-Express-Steckplatz für Grafikkarten. Wer seinen Mini zum Zocken benutzen will, benötigt jedoch eine schnelle Pixelschleuder, da die Onboard-Grafik meist nicht für aktuelle Games ausreicht. Probleme kann es auch bei besonders großen Grafikarten in den engen Gehäusen geben. Überprüfen Sie vor dem Kauf Steckplätze und Platzverhältnisse. Wer zusätzliche PCI-Karten in sein System stecken will, der muss sich genau überlegen, für welche Karte er sich entscheidet. Die meisten Barebones bieten zur Erweiterung lediglich einen PCI-Steckplatz an. Alternativ kann man externe USB-Geräte verwenden. Vorsicht mit zusätzlichen Festplatten: In dem engen Gehäuse ist oft nur Platz für einen Datenspeicher. Darum sollte man von Anfang an auf genügend Speicherplatz achten. Ein weiteres Problem, das bedacht werden muss, ist der Hitzestau. High-End-Komponenten werden extrem heiß und sorgen für hohe Temperaturen im Gehäuse. Beim Eigenbau sollten ausschließlich runde IDE-Kabel oder S-ATA-Laufwerke mit entsprechenden Rundkabeln verbaut werden. So wird der Luftstrom der systemeigenen Kühlung nicht behindert. Achten Sie auch darauf, dass alle Kabel sauber verlegt werden.

Der Mini zum Spielen

Für Anwender, die technisch vielleicht nicht so versiert sind oder den Aufwand eines Eigenbaus vermeiden wollen, geht es auch anders: Der Hersteller Shuttle bietet beispielsweise mit dem "XPC P 8100G" ein zum Zocken optimiertes Barebone-Komplettsystem an. Der "P 8100G" ist mit einem Pentium 4 mit 3,4 GHz, ATI X600 Pro (256 MB) Grafikkarte, 1 GB Arbeitsspeicher und 7.1-Sound sowie Windows XP für den sofortigen Start ganz ohne Bastelei ausgestattet. Zusätzlich verfügt der Winzling über eine 250 GB große Serial-ATA-Festplatte, 16x-Dual-Layer-DVD-Brenner und ein Kartenlesegerät. Bei diesem High-End-System kommt kein aktuelles Game ins Stocken. Der Straßenpreis für den "XPC P 8100G" von Shuttle liegt allerdings bei satten 1.400 Euro.

Zum Zocken geeignet

Trotz der kompakten Abmessungen stehen die kleinen Barebone-Systeme vergleichbaren großen Tower-PCs in punkto Leistung in nichts nach. Einzig die beschränkten Erweiterungsmöglichkeiten für Speicherkarten und die Beschränkung auf spezielle Netzteile und Kühlkörper für CPU und Grafikkarte bringen dem Barebone Minuspunkte ein. Aber die kompakten Abmessungen und das edle Design lassen einen die Nachteile eines Mini-PCs schnell vergessen.

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