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Spiele-PC: Der Arbeitsspeicher-Leitfaden

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RAM aufrüsten  

Der Arbeitsspeicher-Leitfaden

03.05.2005, 12:10 Uhr | Kai Schwarz / kro

Spieler kennen diese Situation: Man kauft sich ein neues Game, aber beim Spielen kommt es immer wieder zu unschönen Rucklern und Zucklern. Und das, obwohl eine schneller Prozessor und eine fixe Grafikkarte im Rechner stecken. Der Hauptgrund liegt hierfür oft an mangelndem Arbeitsspeicher. Der Arbeitsspeicher (RAM) ist der Dreh- und Angelpunkt vieler Daten, die gerade verwendet werden. Und das ist bei aktuellen Spielen eine Menge. Reicht der Platz nicht aus, greift das System auf die langsamere Festplatte zu und speichert die Daten in der so genannten Auslagerungsdatei – eine Notlösung, die das System ausbremst. Lange Wartepausen beim Laden, ein Zuckeln beim Spielen verbunden mit vermehrter Festplattenaktivität sind ein untrügliches Zeichen: mehr RAM muss her!

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Wieviel soll es sein?

Auch wenn auf vielen Spieleverpackungen 256 MB RAM als System-Voraussetzung angegeben sind, reichen diese für aktuelle Spiele in kaum einem Fall aus. Denn den Großteil davon benötigt schon das Betriebssystem Windows XP. Für das Game bleibt da kaum noch etwas übrig. Unter 512 MB sollte man als Spieler erst gar nicht anfangen, zum optimalen Spielfluss sollten es schon 768 MB oder besser 1 GB sein. Aber: Zuviel Arbeitsspeicher kann zu Problemen führen. Die Obergrenze liegt unter Windows XP bei 4 GB, Windows 98 und Windows Me können dagegen nur 512 MB verwalten.

Verschiedene Typen und Modelle

Will man seinem Rechner mehr Arbeitsspeicher spendieren, sollte man sich erstmals über die verschiedenen Typen und Modelle ein Bild verschaffen. Denn: RAM ist nicht gleich RAM. In heutigen Desktop-Systemen werden in der Regel DDR-Module (Double Data Rate) verbaut. Die verschiedenen Bezeichnungen wie DDR400 oder PC3200 sagen etwas über die Geschwindigkeit aus. Als Faustregel gilt: Je höher der Wert hinter den Buchstabenkürzeln, desto schneller ist der Speicher. So steht zum Beispiel DDR400 für ein Modul mit 200 MHz Taktrate. Es eignet sich für alle PC-Systeme, deren Front-Side-Bus (FSB, die Speicher-Anbindung) mit 200 MHz arbeitet. Dazu zählen die meisten neueren Athlon- oder Pentium-4-PCs – auch wenn Intel und AMD selbst gerne von FSB 400 oder FSB 800 sprechen. Da ein solches Modul bis zu 3,2 Gigabyte pro Sekunde übertragen kann, bezeichnet man es auch als PC3200-Modul.

Ältere Systeme aufrüsten

Hat der PC schon ein paar Jahre auf dem Buckel, kann er wahrscheinlich mit den heute üblichen DDR-Riegeln nichts anfangen. Bis etwa Mitte 2002 war SDRAM (Synchronous Dynamic Random Access Memory) nach der PC100- oder PC133-Norm Standard. SDRAM-Module sind noch erhältlich, kosten inzwischen aber meist doppelt so viel wie DDR-Module. Besitzer von Pentium-4-Systemen der ersten Tage (2000/2001) sind häufig an die teuren Rambus-Speicher gebunden (RDRAM). RDRAM hat sich auf dem Markt nicht durchgesetzt. Deshalb gilt hier: Nachrüsten lohnt aufgrund der Kosten kaum. In diesem Fall sollte man über eine Komplettsanierung - also neues Mainboard, neuer Prozessor und Speicher - nachdenken.

Ein oder zwei Module?

Die meisten Mainboards bieten Platz für zwei oder drei Arbeitsspeicher-Module. Vor dem Kauf sollten Sie überprüfen, wieviel Steckplätze noch frei sind. Bei den meisten Rechnern macht es keinen Unterschied, ob sich der Speicher auf ein oder zwei Module verteilt. Anders ist die Situation bei Computern mit Dual-Channel-Unterstützung, die in einigen Athlon-64- und neueren Pentium-4-PCs vorkommen. Solche Systeme arbeiten mit Modul-Paaren deutlich schneller.

Kombinationsmöglichkeiten

RAM-Module unterscheiden sich nicht nur in der Geschwindigkeit und im Typ, sondern auch in der Anordnung der Speichersteine. Hier unterscheidet man in „SingleSided“ und „DoubleSided“, also, ob die Speichersteine auf einer oder beiden Seiten des Moduls angebracht sind. Viele Mainboards vertragen bestimmte Kombinationen von ein- und zweiseitigen Modulen nicht. Ein Blick ins Handbuch und ein Gespräch mit einem Fachmann können hier weiterhelfen. Außerdem sollten Sie vor dem Kauf nachschauen, wie schnell die verbauten Module sind. Neue, schnellere Module können in der Regel zwar mit langsameren kombiniert werden, der Geschwindigkeitsvorteil ist allerdings dann dahin. Hier gilt der Leitspruch: Der Langsame bremst den Schnellen aus.

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