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Prozessor: Ein neues Her(t)z für Spiele-PCs

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Prozessoren  

Ein neues Her(t)z für Spiele-PCs

06.06.2005, 12:27 Uhr | Kai Schwarz / kro

Moorhuhn 3 (Bild: Phenomedia)Moorhuhn 3 (Bild: Phenomedia)Eine schnelle Grafikkarte und ein flotter Arbeitsspeicher sind nicht alles, was man zum ruckelfreien Zocken braucht. Wenn der Hauptprozessor (CPU = Central Processing Unit) lahmt, kommt das ganze System und somit die Spiele ins Stocken. Welche CPU Sie für welche Art Game brauchen, was hinter den kryptischen Typenbezeichnungen steckt und was der kleine Rechenkünstler bei PC-Spielen so treibt, erfahren Sie hier.

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Ohne CPU bleibt alles schwarz

Die CPU wird oft einfach als Prozessor bezeichnet und ist die zentrale Recheneinheit des Computers. Hier laufen die meisten Informationen zusammen, werden berechnet und an Komponenten wie Arbeitsspeicher und Soundkarte sowie an die Peripheriegeräte (Drucker, Scanner etc.) zurückgegeben. Arbeitet die CPU zu langsam, macht sich das beim Spielen mit einem "Stottern" des Bildaufbaus bemerkbar. Darum sollte man sich vor dem Kauf eines neuen Games über die Systemanforderungen, welche auf der Verpackung stehen, genau informieren. Vorsicht: Die Mindestanforderungen sind meist untertrieben und reichen nur für eine geringe Grafikauflösung mit wenigen Details. Reicht die eigene CPU-Power nicht aus, sollte man von einem Kauf absehen oder seine Hardware entsprechend aufrüsten – ansonsten entsteht nur Frust beim Spielen.

Was steckt drin?

Nicht jeder PC-Besitzer weiß, welche Rechenpower in seinem Computer steckt. Darum ist es für viele User relativ schwer zu sagen, ob der heimische Rechner den Systemanforderungen eines PC-Spiels gewachsen ist. Doch auch für den Laien ist es kein Problem, die Spezifikationen seiner CPU herauszufinden. Beispielsweise zeigen die meisten Systeme bereits beim Hochfahren an, welcher Prozessor im PC steckt. Hersteller und Typ werden unter dem Punkt "Main Processor" angezeigt. Aber Vorsicht: Bei schnellen Rechnern saust diese Information in nur wenigen (Milli-)Sekunden über den Bildschirm. Einfacher kann man den Prozessortyp nach dem Booten auf die Schliche kommen. In der Windows-Systemsteuerung unter „System“ erfährt man auf dem Reiter „Allgemein“, welche CPU verbaut wurde. Hier gibt es Infos zum Hersteller, Prozessortyp und der Taktfrequenz. Die gleichen Informationen findet man auch im Windows-Geräte-Manager unter „Prozessoren“ oder alternativ mit Hardware-Analyse-Tools wie zum Beispiel „SiSoftware Sandra“.

Fachbegriffe ohne Ende

Die beiden großen CPU-Hersteller im PC-Markt sind Intel und AMD. Intels Prozessoren-Reihen heißen "Celeron" und "Pentium", AMD hält mit "Sempron" und "Athlon" dagegen. Während "Celeron" und "Sempron" für preisgünstige CPUs stehen, bieten "Pentium" und "Athlon" satte Leistung für einen entsprechenden Preis. Neben dem Prozessor-Typ gibt noch die Taktrate (in Gigahertz, kurz: GHz) Aufschluss, wie schnell ein CPU (theoretisch) ist.
Der derzeit am häufigsten verbaute Prozessor ist der "Pentium 4" (kurz „P4“ genannt), den es mit Taktraten bis zu 3,8 GHz gibt. Bei AMD arbeitet das schnellste Athlon-Pferd im Stall mit 2,6 GHz. Info: Trotz der geringeren Taktzahl schneiden die AMD-CPUs bei vielen Spiele-Tests besser ab.

Fast undurchschaubares Ziffern-Wirrwarr

Will man sich eine neue CPU kaufen, geht für den Laien das Problem los. Die Leistung ist leider nicht auf den ersten Blick erfassbar. Eine mit 3,8 GHz getakteter P4-Prozessor wird beispielsweise als „Pentium 4 / 670“ verkauft. Die „670“ gibt hier Auskunft über Prozessortyp, Features und Taktung. Genauso verschleierte Bezeichnungen nutzt AMD. Der "Athlon 64 4000+" ist beispielsweise eine 2,4-GHz-CPU, der aber mindestens die gleiche Leistung eines auf 4-GHz-getakteten Pentiums bringen soll. Welche Taktraten und Features hinter den Begriffen stecken, erfahren Sie auf den Internetseiten der Hersteller. Beim Kauf ist die Frage des Hersteller zum Glück relativ schnell geklärt. Viele Tests in Fachzeitschriften belegen: Für einen soliden Gamer-PC ist eine AMD-CPU die erste Wahl. Wer viel mit Multimedia-Anwendungen arbeitet, der kann leichte Vorteile bei einem Pentium-Prozessor haben. Die Leistungsunterschiede beider Hersteller sind jedoch in der Praxis nur gering und so bleibt die Kaufentscheidung eine Glaubens- oder Preisfrage.

Welche CPU macht Sinn?

Wer sich zum Zeitvertreib eine Runde "Tetris" oder "Solitär" gönnt, sollte selbst mit betagten Rechnern keine Probleme haben. Für einfache Jump&Run-Games oder eine zünftige Moorhuhnjagd reicht ein Prozessor der Pentium-II-Klasse mit 233 MHz aus. Wer sich älteren Rennspielen wie "Grand Prix 3" oder "Need for Speed: Porsche" hingibt, kann satten Spielspaß schon mit einem Prozessor der Pentium-III-Klasse haben. Anspruchsvollere Gamer, die sich aktuelle Titel wie "Die Siedler - Das Erbe der Könige", "FIFA 2005" oder "Die Sims 2" kaufen wollen, brauchen da schon mehr Rechenleistung. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte der PC über einen Prozessor mit mindestens 1,5-GHz verfügen. Für rasante Games wie "Need for Speed Underground 2", "Juiced" & Co. muss der Gamer tiefer in die Tasche greifen. Eine passende CPU mit 2,2 GHz sollte es schon sein. Bei grafisch aufwändigen Games wie "Half Life 2", "Doom 3" oder "Far Cry" kommt es aber auch bei solchen Top-Prozessoren zu Rucklern und Zucklern. Wer wirklich für alle neuen und kommenden Games gerüstet sein will, braucht einen High-End-Prozessor und somit einen leistungsstarken AMD "Athlon 64 4000+" oder einen "Pentium 4 / 660".

Weitere Kosten

Mit dem Kauf eines neuen Prozessors ist es oft nicht getan. Wechselt man in eine bessere Klasse oder zwischen AMD und Intel, wird in der Regel eine neue Hauptplatine (auch Motherboard oder Mainboard genannt) benötigt. Da jeder Chiptyp einen andere Steckverbindung besitzt (die Hersteller variieren die Art, Anzahl und Anordnung der Steck-Kontakte auf der Unterseite des Prozessors), wird hierfür ein spezieller Sockel und der entsprechende Steuer-Chipsatz benötigt. Informieren Sie sich also vor dem Prozessor-Kauf genau bei Ihrem Fachhändler. Sind Sie kein erfahrener PC-Schrauber, sollten Sie auch den Einbau dem Fachmann überlassen, da ansonsten viele teure Komponenten beschädigt oder zerstört werden können.

Mehr Tempo durch mehr Zwischenspeicher

Die in Megahertz bezifferte Rechenkapazität eines Prozessors ist wichtig für die Leistung des Systems. Eine bedeutende Rolle spielt aber auch der der CPU zur Verfügung stehende Cache-Speicher. Er dient als Puffer zwischen dem RAM-Arbeitsspeicher und dem Prozessor. Die hier zwischengelagerten Daten können blitzschnell verarbeitet werden, während es vergleichsweise sehr viel mehr Zeit braucht, wenn der Prozessor die Daten erst aus dem Arbeitsspeicher holen muss. Je nach CPU liegt die Cache-Größe in der Regel zwischen 512 KB und 2 MB. Je mehr Cache vorhanden ist, desto größer ist die Rechenleistung des Systems.

Die Doppelkern-Zukunft

Hetzten die CPU-Hersteller vor kurzem noch den Gigahertz-Werten hinterher, setzen Intel und AMD mittlerweile auf eine andere Strategie. Anstatt die Prozessoren immer höher zu takten und damit auch immer heißer werden zu lassen, kommen nun zwei separate und vollwertige CPUs in einer Prozessoreinheit zum Einsatz. So hat man doppelte Rechenpower bei niedriger Taktung. Diese "Dual Core"-Technik muss allerdings auch von der Software unterstützt werden, da diese sonst lediglich die Power eines Prozessors nutzt. Wann die ersten Spiele rauskommen, die diese neue Technik voll ausreizen, ist noch nicht nicht ganz klar. Mit den ersten ist frühestens Ende 2005 zu rechnen. Bis dahin fallen sicherlich auch noch die Preise.

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