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Spielekonsole - Xbox 360: Mit der Kraft der drei Herzen

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Xbox 360  

Konsole mit Mega-Power

24.11.2005, 10:21 Uhr | Richard Löwenstein / jr, t-online.de

Am 2. Dezember beginnt in Deutschland die neue Videospiel-Zeitrechnung: Mit der Xbox 360 von Microsoft erscheint an diesem Tag die erste Konsole der neuen Generation. Eine Milliarde User wolle man weltweit mit der neuen Konsole erreichen, sagte Microsofts Xbox-Guru J. Allard im Mai dieses Jahres. Ein hochgestecktes Ziel, aber erreichbar. Denn das System kann was. Videospiele stehen natürlich im Mittelpunkt, aber darüber hinaus versteht sich die Xbox 360 als Multimedia-Schaltzentrale für Musik, Video, Fotos und Internet-Gaming. Im Design spiegelt sich dieser Alleskönner-Anspruch wieder: Die runden Formen und die mattweiße Farbe ähneln den Designs aktueller HiFi-Hardware. Die Xbox 360 wirkt deutlich gefälliger als das kantige Vorgängermodell, die original Xbox. Praktisch auch, dass sich die Konsole in horizontaler und vertikaler Position aufstellen lässt, sofern einem das Netzteil dabei nicht in die Quere kommt: Das Ding ist immerhin knapp ein Drittel so groß wie die ganze Konsole.

Foto-Show Die Xbox 360 im Visier
Download Video-Trailer zur "Xbox 360" (40,6 MB)
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Handlicher Controller

Der Controller übernimmt die bewährte Ergonomie vom S-Controller für die erste Xbox-Generation. Mit sechs Aktionstasten, vier Schultertasten, zwei Analogsticks und Steuerkreuz hat man die Action voll im Griff. Ein paar schlaue Ideen fallen auf. So beispielsweise, das man per Einschalttaste auf dem Controller die Konsole starten kann, und dass die 2,5-Zoll-Anschlussbuchse im Controller neben dem "Xbox Live"-Headset auch Standard-Kopfhörer mit Klinkenstecker aufnimmt.

Farbenfrohe Oberfläche

Beim ersten Einschalten springt einem sofort die neue Benutzeroberfläche entgegen. Sie gibt sich sehr viel farbenfroher als die der ersten Xbox. Auf vier Schablonen sind alle wichtigen Funktionen zusammen gefasst. Einstellungen von Bild- und Tonformaten, Kumpel-Liste bei "Xbox Live", Musik auf Festplatte überspielen - das geht alles kinderleicht von der Hand. Apropos: Mit der Kindersicherung setzt Microsoft eine längst überfällige Neuerung im Videospielmarkt um. Auf Basis der USK-Alterseinstufung eines Games - frei ab sechs, zwölf, 16 Jahren oder ohne Jugendfreigabe - zieht man Grenzen, bis zu der die Konsole Software startet. Auf diese Weise kann beispielsweise Sohnemann den für alle Alterstufen tauglichen Fußballkick "FIFA" starten, aber nicht den erst ab 16 Jahren freigegebenen Ego-Shooter "Quake 4". Damit der anläuft, müssen Mami oder Papi erst mit einer griffigen Tastenkombination auf dem Controller den Start erlauben.

Konsole in zwei Versionen

Die Xbox 360 gibt's in zwei Versionen. "Core-System" nennt Microsoft ein grün lackiertes Light-Paket, das für 299 Euro allerdings nur das Notwendigste beinhaltet: Konsole, Netzteil, verkabelter Controller, Composite-Videokabel mit Scart-Adapter und 5.1-Audiobuchse. Kauft man sich jetzt noch eine 64-MB-Speicherkarte für etwa 40 Euro und Spiel dazu, dann reicht das, um Spaß zu haben, zumal ein Silber-Account für "Xbox Live" mit an Bord ist. Mit dem kann man schon mal in das Online-Universum der Xbox hinein schnuppern und sich gegen Gebühr beispielsweise neue Autos für "Project Gotham Racing 3" und neue Levels für "Perfect Dark Zero" aus dem Netz laden.

Die volle Packung

Die deutlich komplettere Ausstattung findet sich in einem weiß getünchten Paket. Diese volle Packung kostet 100 Euro mehr, sie bündelt dafür aber auch Konsole, Netzteil, 20 GB-Festplatte, drahtlosen Funk-Controller mit Batterien, ein "Xbox Live"-Headset, Netzwerkkabel, A/V-Kabel mit 5.1-Audiobuchse und Videokabel mit Composite- und Komponenten-Signal für Beamer- und HDTV-taugliche Bildschirme. Dazu kommt auch hier das Silber-Konto für "Xbox Live", mit dem man ein Jahr lang gratis spielen kann und nur die Kosten für den Online-Zugang trägt. Einer begrenzten Auflage dieses Deluxe-Pakets liegt außerdem eine Fernbedienung bei. Zu erkennen ist die "Limited Edition" am grün schimmernden Sticker an der Kante der Verpackung.

High-End-Technik

Die  Xbox 360 verfügt über modernste Technik, die der in neuesten PCs sehr ähnelt, dabei aber nur einen Bruchteil dessen kostet. Die Basis bildet eine zentrale Recheneinheit mit einer Variante des "IBM PowerPC"-Prozessors mit drei 3,2 GHz-Kernen. ATI steuert einen Grafik-Prozessor mit 500 MHz und Shader-Architektur bei, dessen Leistung bei 500 Millionen Polygonen und 48 Milliarden Shader-Operations pro Sekunde liegt. Alle Spiele unterstützen das gewohnte PAL-Video in den Bildformaten 4:3 und 16:9. Damit kommt jeder Fernseher klar. Das Highlight ist freilich Gaming in "High Definition"-Bildqualität, also auf einem HTDV-Gerät. Die Xbox 360 gibt hier Auflösungen bis maximal 1080 vertikalen Bildpunkten (720p/1080i) wieder.

Gaming in HDTV-Qualität

Xbox 360 RGB/Scart-Kabel (Bild: Microsoft)Xbox 360 RGB/Scart-Kabel (Bild: Microsoft)Zum Anschluss an ein HDTV-Gerät kann man das Komponenten-Kabel verwenden, das dem Premium-Paket der Xbox 360 beiliegt. Viele HDTV-Fernseher verfügen allerdings über einen VGA-Eingang anstelle von Komponenten-Buchsen. Besitzer eines solchen Modells kommen um den Kauf eines VGA-HD-Kabels für rund 30 Euro nicht herum. Die Anschaffung empfiehlt sich auch für Besitzer eines PC-Monitors, denn auch hier brilliert die Xbox 360 mit messerscharfen und herrlich kontrastreichen Bildern. Schade nur, dass das Bildsignal ausschließlich über einen analogen Video-Port ausgegeben wird; ein digitales Pendant für DVI- und HDMI-Signale wäre willkommen gewesen. Trost spenden die hervorragenden Audiofähigkeiten. Die Xbox 360 gibt Ton in Dolby Surround- und Dolby Digital 5.1 aus, und das in überragender Kino-Qualität. Der Anschluss des Systems an eine Stereo- beziehungsweise Surround-Sound-Anlage ist jedem ans Herz zu legen.

Pralle Ausstattung

Xbox 360 WLAN-Zubehör (Bild: Microsoft)Xbox 360 WLAN-Zubehör (Bild: Microsoft)Außerdem bei der Xbox 360 mit an Bord: 512 MByte GDDR3-RAM, ein 12-fach Dual-Layer-DVD-ROM sowie optional eine 20 GB-Festplatte. Die Xbox 360 kommt mit bis zu vier drahtlosen und drei verkabelten Controllern klar. Vorne an der Konsole findet man zwei Steckplätze für Memory-Cards und zwei USB-Ports. Hier werden die Kabel-Controller angesteckt. Bereits vorhandene Controller der alten Xbox lassen sich nicht weiter verwenden. Dafür können MP3-Player, iPod und sogar PSP-Konsolen am USB-Port geparkt werden, etwa um Musik vom Player auf die Festplatte der Xbox 360 zu kopieren. Hinten an der Konsole verstecken sich ein weiterer USB-Port und ein Ethernet-Port, über den die Xbox 360 den Zugang ins Internet oder an ein Computer-Netzwerk findet. Mit Zusatz-Adapter funktioniert das Ganze auch kabellos via WLAN.

Die Xbox-Community

Ein paar Minuten Anschluss-Arbeit mit Netzwerkkabel, DSL-Anschluss und Freischaltcodes, schon klinkt sich die Xbox 360 ins Internet ein. "Xbox Live" nennt Microsoft sein Portal, das Xbox-360-Besitzer zur Gemeinschaft verbindet. Bonus-Inhalte laden, Spiele-Trailer gucken, mit Kumpels chatten: Diese Dienste sind im Silber-Konto von "Xbox Live" enthalten. Wer mit anderen Gamern in Wettbewerb treten und Mehrspieler-Partys feiern will, muss zusätzlich zwischen 6,99 Eure (für die Ein-Monats-Mitgliedschaft) und 69 Euro (zwölf Monate) investieren. Um "Xbox Live" nutzen zu können, sind Speicherkarte oder besser eine Festplatte notwendig. Mit dem nackten Core-Paket der Xbox 360 klappt's also nicht. Gute Idee: Per Xbox-Guide-Knopf auf dem Controller kann man bei laufenden Spiel zur Benutzeroberfläche zappen und mit Hilfe der Kumpel-Liste checken, ob die anderen Jungs inzwischen online sind.

Das Multimedia-Multitalent

Die Xbox 360 kann viel mehr als "nur" spielen. Sie schluckt fast alle runden Datenträger mit 116 Millimetern Durchmesser: Video-DVDs, Musik-CDs, MP3-CDs, Photo-CDs und einiges mehr. Man kann Audio-Tracks von CD rippen und in jedes beliebige Game einbauen oder Urlaubsfotos von der Digicam auf die Festplatte kopieren und von dort aus bequem auf das Fernsehgerät beamen. Wer die Konsole mit dem PC vernetzt, leitet die dort gelagerten Videos an die Xbox 360 weiter, von dort zur Glotzkiste und an das 5.1-Soundsystem. Das klappt per Wireless-LAN und mit Filmen im Quicktime-, MPEG- und DIVX-Format. Voraussetzung für's Videostreaming ist allerdings ein PC mit Windows XP Media Center Edition als Betriebssystem.

Fazit

Ein wirklich überzeugender Unterhalter, diese Xbox 360. Die gefällige Verpackung umhüllt Technik vom Feinsten. Durch ihre vielseitigen Talente als Gaming-Maschine und Multimedia-Zentrale empfiehlt sich die Xbox 360 nicht nur, aber gerade auch für Technik-Freaks. Dass bereits zum Start 15 Spieletitel verfügbar sind, unterstreicht Microsofts Engagement und die Unterstützung durch die Gaming-Industrie. Denn wenn etwas wirklich zählt bei einem neuen Videospiel-System, dann sind das Spiele. Was das betrifft, stehen Besitzern einer Xbox 360 herrliche Zeiten bevor.

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