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Hardware: So viel Power braucht ein Spiele-PC

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So viel Power braucht ein Spiele-PC  

Die inneren Werte zählen

09.12.2005, 10:30 Uhr | Medienagentur plassma / as

DirectX-Logo (Screenshot: T-Online)DirectX-Logo (Screenshot: T-Online)Das Horrorszenario für jeden Spiele-Fan: Endlich hat man das heißbegehrte Actionspiel ergattert, doch nach der Installation auf dem Computer bekommt man nur eine Diashow zu Gesicht. Der PC ist den Anforderungen der neuen Spiele-Generation nicht mehr gewachsen - und geht buchstäblich in die Knie. Daher sollte man schon im Vorfeld wissen, welche Hardware für die einzelnen Genres benötigt wird, um Ruckel-Orgien zu vermeiden und optimalen Spielspaß zu bekommen. Bei allem Aufrüsten gilt, die Energiebilanz nicht aus den Augen zu verlieren. Komponenten wie aktuelle 3D-Grafikkarten sind enorm stromhungrig. Steht nicht genug Power zur Verfügung, verweigert der PC den Dienst, und man darf zusätzlich ein potentes Netzteil auf die Anschaffungsliste setzen.
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Actionkracher brauchen viel Dampf

Wer auf aktuelle Ego-Shooter und andere Spiele mit moderner 3D-Technologie steht, braucht einen sehr gut ausgerüsteten PC. Titel wie "Call of Duty 2", "F.E.A.R." oder "Quake 4" stellen vor allem an die Grafikkarte enorme Anforderungen. Um sämtliche Schatteneffekte und Textur-Spielereien in flüssig wiedergegebenen Bildern genießen zu können, muss die Karte entsprechend viel Leistung bieten. Die aktuellen Top-Modelle aus dem Hause Nvidia (Geforce 7-Reihe) und ATI (Radeon X1000-Reihe) haben genügend davon und reichen auch locker für das kommende Spiele-Jahr. Allerdings sind sie auch nicht unbedingt billig und schlagen mit 350 bis 750 Euro zu Buche - eine Investition für die Zukunft. An Arbeitsspeicher sollte es ebenfalls nicht mangeln. Je mehr davon vorhanden ist, desto kürzer fallen Ladepausen (beispielsweise bei "Battlefield 2") aus und unschöne Ruckler beim Zwischenspeichern unter den Tisch. Ein Gigabyte RAM ist in diesem Genre schon fast der Standard, unter 512 MB läuft nichts mehr. Der Prozessor ist bei 3D-Actionspielen zwar nicht mehr ganz so wichtig wie vor einigen Jahren, da hier die Grafikkarte viel Arbeit übernimmt. Dennoch stellt die Marke von rund 3 GHz schon die untere Grenze dar, um auch in den nächsten Monaten gerüstet zu sein. Dagegen sind Multi-Core- oder Hyperthreading-CPU's eindeutig eine Investition in die Zukunft: Die allermeisten Spiele sind noch nicht so programmiert, die hier angebotene Rechenleistung auszunutzen.

Den Sport fest im Griff

Etwas gemäßigter sieht es im Bereich der Sportspiele aus, die nicht ganz so anspruchsvoll sind. Um bei Titeln wie "FIFA 06", "Pro Evolution Soccer 5" oder "NBA Live 06" richtig Spaß zu haben, reicht schon ein PC mit 1,8-GHz-Prozessor, 512 MB Arbeitsspeicher und einer Grafikkarte der mittleren Preiskategorie. Letztere sollte jedoch nicht allzu betagt sein und mindestens 64 MB Videospeicher mit sich bringen. Eine ATI 9800 Pro oder eine GeForce 6600 GT beispielsweise verrichten ihre Dienste bei Sportspielen noch hervorragend. Fast noch wichtiger ist jedoch die richtige Wahl des Steuerungsgeräts. Mit der Tastatur machen viele Spiele dieser Sparte nur halb so viel Spaß. Erst der Anschluss eines Gamepads mit mindestens acht Tasten schöpft das volle Potenzial von "FIFA 06" & Co. aus. Dank USB-Anschluss fällt mittlerweile auch die lästige Installation samt Treiberproblemen unter den Tisch. Wer zusätzliche eine Playstation 2 besitzt, kann per Adapter sogar sein geliebtes PS2-Pad an den PC anschließen - komfortabler geht es kaum.

Ausrüstung für Strategen

Noch vor zwei bis drei Jahren kamen Strategiefans auch mit einem älteren System voll auf ihre Kosten. Doch gerade die Spiele aus dem Bereich der Echtzeit-Strategie setzen verstärkt auf effektvolle Präsentation und aufwändige 3D-Modelle. Bestes Beispiel hierfür ist "Age of Empires 3", das sowohl an den Prozessor als auch die Grafikkarte hohe Ansprüche stellt. Ganz so hoch wie bei den Shooter-Kollegen sind die Anforderungen dann aber doch nicht. So lange ein Prozessor mit mindestens zwei GHz, 512 MB Arbeitsspeicher sowie eine Grafikkarte mit 128 MB Videospeicher im PC werkeln, ist man noch auf der sicheren Seite und sieht entspannt der zukünftigen Entwicklung entgegen. Rundenbasierte Titel wie "Civilization 4" benötigen hingegen keine leistungsstarke Grafikkarte und kommen auch mit weniger Gigahertz in Fahrt. Allerdings sollte auch hierbei der Arbeitsspeicher nicht unter die 512-MB-Grenze rutschen, was sich ansonsten in nervig-langen Ladezeiten bemerkbar macht. Ähnlich sieht es übrigens auch bei Abenteuer-Spielen aus. Sie gehören aktuell (noch) zu den anspruchslosesten Titeln, was die Hardware angeht. Ein Prozessor mit 1,5 GHz, 256 MB Arbeitsspeicher und eine Grafikkarte mit 64 MB Videospeicher reichen locker aus, um selbst aktuelle Rätselabenteuer wie "Keepsake" oder "Ankh" zu genießen.

Was taugen Komplett-PCs?

Discounter, Direkt-Versender und Elektromärkte locken vermehrt mit vorgefertigten Komplettsystemen zu kleinen Preisen. Doch sind diese überhaupt den Anforderungen eines Spiele-Fans gewachsen? Zum größten Teil ja. Mittlerweile warten viele dieser PCs mit guten Leistungswerten auf, und auch das Innenleben ist meist mehr als ausreichend, um die meiste Spiele zu genießen. Eine Ausnahme bilden jedoch oftmals effektlastige Titel wie zum Beispiel Ego-Shooter, bei denen es hauptsächlich auf eine gute Grafikkarte ankommt. Um Kosten zu senken, stecken in den Discounter-PCs von Aldi, Lidl & Co. in den meisten Fällen abgespeckte Versionen von guten Karten, die unter Volllast und bei hohen Auflösungen allerdings Schwächen offenbaren und in der Bildwiederholrate einbrechen. Hinzu kommen oft mangelnde Aufrüstmöglichkeiten im Bezug auf Speichererweiterungen oder Zusatzkarten, oder man muss Ausstattung mitbezahlen (TV-Karten zum Beispiel), die man im Spiele-PC nicht braucht. Immerhin: Soundtechnisch ist das Ganze in der Regel kein Problem. Dolby 5.1 beherrschen auch die Geräte, die keine Soundkarte mit bringen, sondern auf einen Onboard-Chip setzen. Unser Tipp: Vor allem Fans von 3D-Shootern und Action-Games sollten bei ihrem Spiele-PC Wert auf hochqualitative Komponenten setzen und im Zweifelsfall Fachhändler konsultieren. Alle anderen können mit dem Kauf eines Komplettsystems wenig falsch machen.

Fazit

Es wird zunehmend schwieriger, eine PC-Empfehlung aufgrund des Lieblingsgenres auszusprechen. Selbst Adventures und Strategiespiele setzen mittlerweile verstärkt auf eine aufwändige Präsentation, was natürlich mehr Rechenleistung erfordert. Zudem werden die Genre-Grenzen zunehmend durchlässiger, Mischformen wie Action-Abenteuer nehmen zu. Dieser Trend wird sich in den nächsten Jahren unverändert fortsetzen. Auch Sportspiele sehen immer realistischer aus und fordern Grafikkarten einiges ab. Aktuell ist die Kategorisierung und die daraus abgeleitete Differenzierung nach Leistungsklassen aber durchaus noch möglich - verlangt aber auch nach erhöhtem Informationsaufwand, da nicht jede Komponente mit der anderen auskommt. Wer nicht die allerhöchsten Leistungsansprüche hegt und eher als "Otto Normalspieler" unterwegs ist, für den sind die Komplett-PCs der Fachmärkte und Lebensmittel-Discounter eine ebenso interessante wie kostengünstige Alternative.

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