Startseite
Sie sind hier: Home > Spiele > Tests & Previews >

Playstation 3: Core oder Luxus - welche Ausstattung bringt's?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Playstation 3  

Viel mehr als eine Spiele-Kiste

18.05.2006, 16:33 Uhr | kro / jr / mtr / as / dpa, t-online.de

Preis und Ausstattung der "Next Generation"-Spielekonsole Playstation 3 stehen fest. Nach Aussagen von Sony Computer Entertainment-Boss Ken Kutaragi, der zusammen mit Spiele-Chefentwickler Phil Harrison auf der Spielemesse E3 das Publikum informierte, kommt die neue Powerkonsole in zwei Varianten auf den Markt. Auch die offizielle PS3-Homepage ist gelauncht und präsentiert Informationen zu den technischen Daten, dem finalen Konsolen-Design sowie zu den zum Start iam 23. März 2007 zur Verfügung stehenden Spielen. Was angesichts der mächtigen Power, die die PS3 unter der Haube hat, doch einigermaßen erstaunt, ist das leise Betriebsgeräusch von gemessenen 0,7 Sone bei Spielen und 0,9 Sone beim Abspielen einer DVD. Zum Vergleich: Microsofts Xbox 360 produziert allein schon beim Spielen satte 2,0 Sone und steigert die Lärmkulisse beim Abspielen einer Film-DVD auf ziemlich stressige, in leisen Passagen extrem störende 3,7 Sone.

Foto-Show So sieht die neue Playstation aus
#
Schon gemerkt? Mit einem Doppelklick auf jedes beliebige Wort im Artikel gelangen Sie jetzt direkt zum passenden Wikipedia-Eintrag. Klicken Sie sich schlau!
#

#

Der Preis ist heiß

Für Sony Computer Entertainment (SCE)-Boss Ken Kutaragi ist die PS3 ein Computer. Und als solcher sei die Playstation 3 bei Preisen von 499 Euro für die Basis-Konsole und 100 Euro mehr für den besser ausgestatten großen Bruder eine sehr günstige Investition. Kutaragi reagierte damit auf Kritik, dass Sonys Powerkonsole für ein Spielgerät um einiges zu teuer sei. "Wenn man die PS3 als 'Home Appliance' betrachtet, ist sie unglaublich günstig. Wer sie als reine Spielekonsole sieht, könnte denken, gut, dann kaufe ich stattdessen eine PS2", zitiert das Online-Magazin Impress Watch den Sony-Manager. Einmal in Fahrt gekommen, legt Kutaragi gleich mächtig nach: "Wenn Steve Jobs ein Apple-Logo auf die PS3 machen würde, dann glaube ich, dass die Kunden sagen würden, man könnte die PS3 für 2000 US-Dollar verkaufen."

Download Trailer zu Need for Speed: Carbon

Preisaufschlag für Europäer

Ein Punkt ist in jedem Fall ärgerlich: Die hiesigen PS3-Fans müssen für die Konsole ihrer Wahl tiefer in die Tasche greifen als beispielsweise die US-Daddler. Der Grund dafür ist ganz einfach: Der unterschiedliche Wechselkurs zwischen Dollar und Euro findet keine Berücksichtigung. In den USA wird die Luxus-PS3 599 Dollar kosten, hierzulande laut Sony-Preisliste 599 Euro - ein satter Aufschlag. Ähnlich war bereits Microsoft beim Launch der Xbox 360 vorgegangen. Auch die Redmonder hatten den Preis für ihre Konsole 1:1 von Dollar nach Euro umgerechnet.

Power ohne Ende

Die von Sony besonders gepriesenen Hightech-Komponenten sind in beiden Playstation-Varianten gleich. Die Geräte verfügen jeweils über den von IBM, Sony und Toshiba entwickelte Cell-Prozessor, der über einen 64-Bit-Prozessorkern auf Basis der Power-Architektur sowie acht "synergetische Prozessorkerne" verfügt und mit 3,2 GHz getaktet wird. Der 64-Bit-Kern kann Aufgaben gezielt an einen der acht Hilfs-Recheneinheiten delegieren, um so insgesamt bis zu zehn Operationen gleichzeitig ausführen zu können. Beim Speicher-Interface setzt man auf die schnelle Speichertechnik von Rambus. Damit soll der Chip mit Bandbreiten von bis zu 100 GB pro Sekunde angebunden werden - mehr als ausreichend, um auch detaillierteste Spielszenen blitzschnell berechnen und darstellen zu können. Als Speicher stecken 256 MB-XDR-Speicher in der Playstation 3 sowie als reiner Grafikspeicher 256 MB GDDR3-VRAM. Insgesamt ist die Multi-Core-Architektur auf besonders schnelle Reaktionszeiten ausgelegt. Je nach Anwendungsgebiet soll der Cell-Chip bis zu zehnmal schneller reagieren als aktuelle PC-Prozessoren, wovon insbesondere Anwendungen mit hohem Bandbreitenbedarf profitieren. Angesichts dieser Hightech-Ausstattung ist es nicht verwunderlich, dass das Gerät einen recht ordentlichen Stromhunger entwickelt: Nach Angaben des japanischen Kundenservice von Sony werden beide Konsolen-Versionen im Spielbetrieb etwa 180 Watt verbrauchen.

DVD-Nachfolgetechnik verwendet

Anders als Microsoft (hier ist aktuell ein externes HD-DVD-Laufwerk als Ergänzung vorgesehen, um über die Xbox 360 hochaufgelöste HD-DVD-Filme auf den Fernseher bringen zu können) setzt Sony nicht auf herkömmliche DVD-Technik, sondern verbaut ein Blu-Ray-Laufwerk, das Medien mit bis zu 54 GB Speicherkapazität verarbeitet. Die PS3-Konsole wird "High Definition"-Videomaterial in einer Auflösung von bis zu 1080p wiedergeben, daneben aber auch mit handelsüblichen CDs, DVDs und Super-Audio-CDs umgehen können. Laut George Bain, Support-Manager der SCEE Technology Group, wird die PS3 zwei Bildschirme im 1080p-Progressive Modus ansteuern können. Das Bild wird dabei nicht einfach verdoppelt, sondern die Monitore können mit unterschiedlichen Bildinformationen getrennt angesteuert werden. Dazu trägt der leistungsstarke, von Nvidia entwickelten RSX-Grafikchip seinen Teil bei. Der RSX-Chip soll bei einer Taktfrequenz von 550 MHz eine Fließkommaleistung von 1,8 Teraflop/s erreichen und zwei volle HD-Streams (1080p) gleichzeitig verarbeiten können.

Anschlussfreudig

Zur Kommunikation verfügt die PS3 über drei Gigabit-Ethernet-Schnittstellen (10/100/1000BASE-TX) sowie WLAN nach 802.11b/g-Standard und die Kurzstrecken-Funkverbindung "Bluetooth 2.0". Hinzu kommen sechs USB-2.0-Anschlüsse (vier vorne, zwei hinten), über die sich externe Geräte ganz leicht mit der Playstation 3 verheiraten lassen. Bei den unterstützten Speicherkartenformaten verarbeitet die Luxus-Variante der PS3 neben dem für Sony obligatorischen Memory-Stick auch SD- sowie Compact-Flash-Karten (Typ I und II). Insgesamt können bis zu sieben Controller per Bluetooth oder via USB 2.0 angebunden werden. Auch Sonys Handheld-Konsole PSP findet per WLAN Anschluss an den großen Bruder. Als Verschlüsselungsvarianten bietet Sony neben dem unsicheren Kantonisten WEP auch das bisher als sicher geltende WPA an Während die Luxus-PS3 WLAN bereits an Bord hat, müssen Käufer der Core-Konsole das Ganze per USB nachrüsten.

Modellunterschiede

Während das 499 Euro teure Basismodell mit einer Festplattenkapazität von 20 GB an den Start geht, verfügt die 599 Euro teure Luxus-Variante der Playstation 3 über den dreifachen Speicherplatz: Satte 60 GB stehen ihr zur Verfügung. Für das Speichern von Spielständen sind beide Festplatten mehr als ausreichend dimensioniert. Geht man allerdings einen Schritt weiter und rechnet mit ein, dass sich die Festplatte recht schnell mit online herunter geladenen Demos, Spiele-Items und Bonus-Material füllt, dann dürfte die Core-Variante der PS3 je nach Nutzungsintensität bereits nach relativ kurzer Zeit nach Luft schnappen. Klar, dass bei gut gefüllter Festplatte dann auch die Zugriffs- und damit die Wartezeiten für den Spieler steigen. Immerhin hat Sony hier bereits einen Ausweg aufgezeigt: Größere Festplatten im 2,5-Zoll-Format mit SATA-Anschluss lassen sich in beiden Modellen nachrüsten.

Die PS3 als Multimedia-Station

Jenseits ihrer wichtigsten Fähigkeiten als Spielstation ist die PS3 von Sony auch vorgesehen für die Wiedergabe von Spielfilmen im hochauflösenden Blu-Ray-Format. Um Raubkopien zu verhindern, besteht die Filmindustrie hier auf einem geschlossenen Kopierschutz-System. Das bedeutet: Um Spielfilme in bestmöglicher Qualität ansehen zu können, muss auch das Abspielgerät über einen mit dem HDCP-System kopiergeschützten DVI- oder noch besser über den zukunftssicheren HDMI-Port (der auch das Tonsignal überträgt) verfügen. Nach Sony jüngsten technischen Aufrüst-Maßnahmen verfügen beide PS3-Varianten über einen HDMI-Ausgang und sind damit für die hochauflösende TV-Zukunft gut gerüstet. Die HD-Auflösungen 480p, 780p, 1080i und 1080p beherrscht Sonys Konsole aus dem EffEff. Bei den abspielbaren Videofilmformaten gibt sich die PS3 nur eine gravierende Blöße: Mit Filmdateien im AVI-Containerformat (inklusive DivX) kommt sie nicht zurecht. Kein Problem stellen die weit verbreiten Formate MPEG-1 und MPEG-2 dar, auch mit den neuen, für HD-Formate vorgesehenen MPEG-4 gibt es keine Probleme. Leider ist die PS3 nicht darauf ausgelegt, Standard-DVD-Qualität auf HD-Level hoch zu skalieren - alte DVD-Filme sehen als beim Abspielen keinen Deut besser als bisher aus.

Voller Sound

Die PS3 spielt zudem auch Inhalte von externen USB-Medien ab und bietet eine qualitativ hochwertige Audioausgabe an. Dolby Digital 7.1, DTS 5.1, AAC oder Linear PCM 2 in 44.1 kHz, 88.2 kHz, 48 kHz und 192 kHz - das dürfte für eine ordentliche Soundkulisse reichen. Super-Audio-CDs kann man nur via HDMI-Verbinfung genießen. Über HDMI 1.3, einen optischen oder einen AV Multi-Ausgang (für den sich auch alte PS2-Kabel verwenden kann) lassen sich Verstärker beziehungsweise AV-Receiver ansteuern. Wer mag, kann mit der PS3 Audio-CDs auslesen und auf dem Gerät speichern, um später die Lieder zum Beispiel mit Hilfe einer per WLAN angebundenen PSP abzuspielen. Von CDs gerippte Musik kann die Konsole in die Soundformate MP3, AAC oder ATRAC umwandeln.

Controller mit Sensor-Funktion

Optisch hat sich beim Controller für die PS3 im Vergleich mit den bewährten "Dual Shock'"-Eingabegeräten wenig getan, inhaltlich dagegen umso mehr: Die Vibrationsfunktion hat Sony gekickt und stattdessen Sensoren eingebaut, welche die Bewegung im Raum messen können. Nintendos revolutionärer Wii-Controller lässt schön grüßen. Angebunden wird der Playstation-3-Controller ohne weitere Hilfsmittel über die Bluetooth-Funkschnittstelle. Das Prinzip funktioniert sehr ordentlich, was Sony den Journalisten anhand einer angepassten Version des Action-Abenteuers Warhawk demonstrierte.

Eine Frage der Bequemlichkeit

Wer mit seiner PS3 in vertretbarer Geschwindigkeit Anschluss ans hausinterne Netzwerk oder ans Internet finden will, der darf entweder Strippen ziehen oder 600 Euro über die Ladentheke schieben. Denn nur die Luxus-PS3 bringt einen WLAN-Anschluss (nach Standard IEEE 802.11 b/g) mit, der die WAF ("Womens Acceptance Factor")-Wertigkeit bei der Aufstellung im Wohnzimmer entscheidend erhöht. Ein weiterer Punkt ist zu bedenken: Auch für Playstation Portable-Konsoleros, die Kontakt mit dem großen Bruder aufnehmen wollen, ist der WLAN-Kontakt die entscheidende Voraussetzung.

Informationen austauschen

Klare Sache: Für eine Multimedia-Zentrale von Rang ist auch der Austausch von Bildern und sonstigen Informationen über Speicherkarte eigentlich unverzichtbar. Den entsprechenden Slot (für Memory-Stick, SD-Card und Compact Flash) dürfen sich die Core-Besitzer in der Grundausstattung aber erst einmal abschminken. Damit ist natürlich auch der schnelle und unkomplizierte Austausch von Spiel-Speicherständen unmöglich gemacht. Ein Ärgernis, denn über den Online-Dienst wird nicht jeder Gamer diese Daten schieben wollen. Immerhin kommt hier der schnelle USB 2.0-Port als entspannende Maßnahme ins Spiel: Der Austausch über USB-Kartenleser beziehungsweise über USB-Sticks sollte eigentlich kein Ding der Unmöglichkeit sein.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Brutale Methode 
Therapie mit langer Nadel nichts für schwache Nerven

Diese Behandlung ist garantiert nichts für zartbesaitete Menschen. Video

Anzeige


Anzeige
shopping-portal