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Das bringt die Spiele-Zukunft

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Windows Vista für Gamer  

Das bringt die Spiele-Zukunft

21.09.2006, 17:38 Uhr | Medienagentur plassma / jr, t-online.de

Die Spannung steigt: Nachdem Microsoft vor kurzem Windows Vista für Geschäftskunden auf den Markt gebracht hat, dürfte einer Veröffentlichung des neuen Betriebssystems auch für Privarkunden Anfang 2007 nichts mehr im Wege stehen. Doch mehr Sicherheit hin und Aero-GrafiklLook her: Aus Spieler-Sicht stellt sich vor allem die Frage, ob es sich lohnt, wegen der aktuellen Games möglichst schnell auf Vista umzurüsten? Ebenso wichtig: Spielt die vorhandene Hardware mit, oder ist eine verstärkte Investition in mehr Rechenpower angesagt, bevor man als Gamer von den Vista-Vorteilen profitieren kann?

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Enormer Hardware-Hunger
Generell gilt für Vista-Spiele-Rechner: Beim Arbeitsspeicher ist Geiz ganz und gar nicht geil. Wo man unter XP noch mit einem Gigabyte RAM für alle Spiele-Fälle bestens gerüstet war, sind unter Vista zwei Gigabyte Arbeitsspeicher angesagt. Die braucht man, damit die Performance bei grafisch anspruchsvollen Games nicht einbricht und Installation und Start zügig vonstatten gehen. Was den Prozessor angeht: Richtig ins Rennen kommen Games unter Vista erst, wenn ihnen ein Multi-Core-Prozessor (Athlon 64 X2, Intel Core Duo oder Core 2 Duo) Dampf macht. Wer auf Nummer sicher gehen will, ob seine alte Spiele-Kiste unter Vista noch genug PS unter der Haube hat, kann das mit dem Windows Vista Upgrade Advisor-Tool checken. Seit kurzem bietet Microsoft im Internet auch einen Hardware-Katalog an, in dem man sich über die Vista-Konformität der im eigenen Spiele-PC eingesetzten Hardware informieren kann. Steht eine Komponente auf der Windows Vista Hardware Compatibility List, muss man sich direkt beim Hersteller informieren, ob der einen Vista-konformen Treiber anbietet - das Betriebssystem selbst bietet hier keine Unterstützung.

Download Windows Vista Upgrade Advisor Tool
Download Windows Vista Hardware Compatibility List

Ärger mit dem Raumklang
Microsoft hat beim Umzug auf die DirectX10-Plattform Vista einen neuen Software-Mixer für die Soundausgabe verpasst. Ein simpler Onboard-Soundchip reicht für die allermeisten Fälle aus - die zuvor für besondere Raumklang-Effekte zuständigen digitalen Soundprozessoren haben damit Feierabend. Und das hat Folgen. Wer es bis dato beim Daddeln gewohnt war, sich und die Nachbarn mit Hilfe von EAX-fähigen Soundblaster-Karten von Creative Labs mit fettem Raumklang zu beschallen, der dürfte nach dem Umstieg auf Vista einigermaßen frustriert aus der Wäsche schauen. DirectX10-Spiele dürfen aus Sicherheitsgründen nämlich nicht mehr direkt auf die Soundkarten-Hardware zugreifen und so die Berechnung von 3D-Klangquellen beschleunigen. Dadurch entfallen die spektakulären EAX-Soundeffekte mit ihren für Gamer besonders wichtigen räumlichem Klangwirkung. Auch das ältere, von anderen Herstellern verwendete EAX 2.0 funktioniert unter Windows Vista nicht mehr.

Eingeschränkte Funktiuonalität
Um das Problem zu beheben, arbeitet Creative Labs an einem neuen, "Open AL" genannten Treiber. Das Problem dabei: "Open Al" müsste von den Spiele-Herstellern parallel zu DirectX10 unterstützt werden. Doch auch damit werden sich wegen der restriktiven Treiberpolitik von Microsoft nicht alle zuvor üblichen erweiterten HiFi-Funktionen unter Vista realisieren lassen. Nach Angaben von "Heise online" lässt sich keine DVD-Audio abspielen; auch eine Dekodierung von DTS- oder Dolby-Tonspuren mit Hilfe der Soundkarte findet nicht statt.

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ATI und Nvidia geben Gas
So mancher experimentierfreudige PC-User, der Windows Vista-RC-Versionen auf seinem Rechner installiert hat, musste feststellen: Es läuft noch nicht alles rund. Das liegt häufig daran, dass wichtige Gerätetreiber für Vista noch nicht angepasst sind. Oder inkompatible Installationsprogramme verhindern die korrekte Einbindung. Vorneweg marschieren dagegen die Grafikkarten-Platzhirsche. Der aktuelle Release von ATIs Catalyst-Grafiktreibersuite ist sowohl in der 32- als auch in der 64-Bit-Version kompatibel mit der Verkaufsversion von Vista. Die Treiber sind für alle Grafikchips der Radeon-Reihe einschließlich der "Mobile"-Versionen einsetzbar. Via Setup-Routine wird bei erfolgreicher Installation (die einige Minuten dauert und zum Abschluss einen Neustart des Systems notwendig macht) das "Catalyst Control Center" auf dem PC eingerichtet, mit dessen Hilfe man die Grafikausgabe detailliert an die eigenen Vorlieben anpassen kann. Auch Besitzer von Nvidia-Pixelschleudern sind fein raus: Treiber und Kontrollprogramm lassen sich hier ebenfalls ohne Probleme einrichten.

Rasanter durch virtuelle Welten
DirectX-Logo (Screenshot: T-Online)DirectX-Logo (Screenshot: T-Online)Einige Spiele, die unter Windows XP tadellos funktionierten, verweigern die Zusammenarbeit mit Vista. Andere wie beispielsweise Half-Life 2, Battlefield 2 oder World of Warcraft laufen zwar, aber spürbar langsamer. Insofern ist Microsofts Aussage zu relativieren, dass DirectX9-basierte Spiele mit der Vista-Verkaufsversion genauso schnell laufen sollen wie unter Windows XP. Einen regelrechten Performance-Schub verspricht Microsoft dagegen für Games, die an die in Vista integrierte DirectX 10-Schnittstelle angepasst sind. DirectX 10 nutzt in weit stärkerem Maße als bisher die Ressourcen des Grafikprozessors und entlastet damit den Hauptprozessor. Auch für den Grafikprozessor wird Vista im System-Arbeitsspeicher virtuellen Speicher zur Verfügung stellen und damit wesentlich größere Oberflächen-Texturen ermöglichen. Diese Maßnahmen und weitere Optimierungen, zum Beispiel der Direct3D-Komponente, sollen die Performance von Spielen gegenüber dem jetzigen Stand bis um das Sechsfache steigern können. Allerdings sind die direkt für Vista entwickelten Games nicht abwärtskompatibel. Spiele, die ausschließlich für DirectX10 programmiert sind, wird man unter dem "alten" Windows XP nicht zum Laufen bringen. Grund: Vista setzt auf einer völlig unterschiedlichen Treiberarchitektur.

Download Die aktuelle DirectX-Version herunterladen
Special Alles zu World of Warcraft
Test Half-Life 2
Test Battlefield 2


Grafiktreiber für beide Welten
Für die Programmierer der führenden Grafikchip-Hersteller ATI (bald: AMD) und Nividia wird die Treiber-Programmierung mit der Einführung von Vista und DirectX 10 aufwändiger. Angesichts der installierten Basis an XP-Rechnern werden sie sowohl für die alte Multimedia-Schnittstelle DirectX 9 (also für das unter Windows XP und 2000 zum Einsatz kommende "Windows Driver Model", kurz WDM) als auch für DirectX 10 mit dem neuen "Longhorn Display Driver Model" (LDDM) Grafikkartentreiber zur Verfügung stellen müssen. Das Ganze ist in der Übergangszeit zwischen den verschiedenen DirectX-Generationen mit viel Arbeit verbunden, da die Programmierer unterschiedliche Render-Pfade berücksichtigen müssen.

Download Aktuelle ATI-Grafikkarten-Treiber laden
Download Aktuellen Nvidia-Grafikkarten-Treiber laden
Workshop Grafikkarte aufrüsten: So funktioniert's

Standards für Spiele-Entwickler
Mittelfristig macht Microsoft den Spiele-Entwicklern das Leben mit DirectX 10 leichter. Die Spezifikationen, die erfüllt werden müssen, sind viel weiter standardisiert als bei den Vorgängerversionen. So wird es künftig seltener nötig sein, Software zur Unterstützung von bestimmten Grafikkarten speziell anzupassen. Auch Inkompatibilitäten dürften sich auf diese Weise aus der Welt schaffen lassen. DirectX10 verbessert die Texturen-Verwaltung, nutzt den Grafikkarten-Speicher effizienter aus und macht es möglich, dass mehrere Prozesse gleichzeitig auf die Grafik-CPU zugreifen können. Daraus ergeben sich massive Geschwindigkeits- und Qualitätsverbesserungen bei der Darstellung entsprechend angepasster Spiele. Für noch realistischere Spielewelten mit beinahe fotorealistischen Optiken und spektakulären Lichteffekten sorgt die Unterstützung der so genannten Virtual Shader 4.0-Technologie. Der Nachteil an der Angelegenheit: Spieler müssen sich zwingend eine neue, DirectX10-kompatible Grafikkarte zulegen, um von den Vorteilen profitieren zu können.

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Microsofts Spielevision: Alle unter einem Dach
In Sachen Bedienkomfort kommt Microsoft den Spielern mit Vista sehr entgegen. So gibt es im neuen Betriebssystem einen optionalen Games-Explorer, in dem die installierten Spiele mit Bild (Vista lädt aus dem Internet einen Packshot nach) und Zusatzinformationen (Hersteller-Angaben, Genre, Version, Punktestände und Bewertungen) abgelegt sind. Nach einem Doppelklick auf den Spielstand startet das entsprechende Spiel automatisch. Vista ermöglicht auch die Anbindung an Microsofts "Live Anywhere"-Plattform, die künftig Xbox 360-Besitzer, PC-Spieler und Smartphone-User zu einer großen, weltweiten Spielergemeinschaft zusammenschließen soll. Dort lassen sich Games plattformübergreifend auf PC, auf der Xbox 360 oder auf dem Handy zocken. Xbox Live-Mitglieder pflegen über Freundes-Listen komfortabel ihre Kontakte. Auch bei der Steuerung von Spielen rücken Windows Vista und Xbox 360 eng zusammen. Vista unterstützt sowohl den drahtgebundenen als auch den Wireless Controller der Xbox 360 und wird auch mit weiteren drahtlosen Komponenten wie dem Xbox 360-Headset und dem Xbox 360-Racing Wheel direkt kompatibel sein.

Special Alles zur Xbox 360

"Games for Windows": Altersgerecht spielen
Spiele-Hersteller, deren Produkte das von Microsoft neu kreierte Label "Games for Windows" tragen sollen, müssen bestimmte Qualitätsansprüche erfüllen. Die unter diesem Brand gelisteten Spiele müssen Jugendschutz-Funktionen analog zu denen der Xbox 360 erfüllen. Eltern können so leichter kontrollieren, dass Ihre Sprösslinge wirklich nur solche Spiele aufrufen, die ihrer Altersgruppe angemessen sind. Jugendgefährdende Inhalte werden kurzerhand via Passwort gesperrt. Vista erstellt zudem bei der Installation einen Leistungsindex der vorliegenden Hardware. Diese Index-Zahl lässt sich mit dem auf der Verpackung der unter dem "Games for Windows" erscheinenden Spiele abgedruckten Anforderungswert vergleichen. So kann man schon vor dem Kauf einschätzen kann, ob das ins Auge gefasste Game auf dem heimischen Rechenknecht läuft. Die Games for Windows-Lizenz ist für die Spiel-Hersteller kostenlos; Microsoft setzt bezüglich der Einhaltung der Kriterien erst einmal auf den guten Willen der Beteiligten.

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Fazit
Die Games, die speziell für Vista angepasst zum Verkaufsstart des neuen Betriebssystems verfügbar sein werden, versprechen mit ihrer exzellenten Grafik hochkarätigen Spielspaß. Da dürfte wirklich für jeden etwas dabei sein - vom Echtzeitstrategie-Epos über Ego-Shooter, Action-Adventure und Multiplayer-Online-Rollenspiel bis hin zum komplexen Flugsimulator deckt das Angebot die beliebtesten Genres ab. Allerdings ist der schnelle Umstieg auf Vista kein Muss, denn die speziell auf DirectX 10 angepassten Spiele werden den Markt erst langsam erobern. Doch die Zielrichtung ist klar: Mit Windows Vista und DirectX10 soll der PC zur Spiele-Plattform schlechthin aufsteigen und den Konsoleros zeigen, wo der Hammer hängt.

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